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Wir decken Missstände auf. Wir sind unabhängig und nicht gewinnorientiert.

Der Ethikrat

Die Arbeit von CORRECTIV wird von einem Ethikrat begleitet: Dieser Rat besteht aus zahlreichen angesehenen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Journalisten, Verlegern und Medienschaffenden. Die Mitglieder des Rates arbeiten für nationale und internationale Institutionen. Sie sind Fachleute und kennen sich mit den Gepflogenheiten des Gewerbes aus. Sie achten darauf, dass CORRECTIV den hohen ethischen Grundsätzen aufklärerischen Journalismus als wichtigen Beitrag für die demokratische Kultur genügt.

Mitglieder des Ethikrats

Vorsitzender: Oliver Schröm, NDR (Panorama)

Oliver Schröm machte ein Volontariat bei der Heidenheimer Zeitung. Als Stipendiat der Michael-Jürgen-Leisler-Kiep Stiftung machte er Stationen bei der Los Angeles Times, beim Commercial Appeal in Memphis (Tennessee) und dem Center for Investigative Reporting in San Francisco (Kalifornien). Danach war er als freier Journalist für den Stern, Die Zeit und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung sowie Politmagazine der ARD und des ZDF tätig. 2010 gründete er das Team „Investigative Recherche“ beim Wochenmagazin Stern und leitete dieses bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2016. Seit Juli 2016 ist er beim NRD in der Redaktion Panorama. Er beschäftigt sich mit Politik, Wettbetrug im Sport, Extremismus und Geheimdienste. Von 2011 bis 2015 war er Vorsitzender des netzwerk recherche. Oliver Schröm veröffentlichte mehrere Bücher über Al Qaida, die CIA und den Vatikan, die in verschiedene Sprachen übersetzt wurden.

Monika Bäuerlein, CEO Mother Jones

Die Münchenerin Monika Bäuerlein ist CEO von „Mother Jones“ in San Francisco. Das US-Magazin wird seit 1976 von der gemeinnützigen Foundation for National Progress herausgegeben. Damit ist „Mother Jones“ eines der ältesten und mit einer Auflage von über 200.000 Exemplaren erfolgreichsten gemeinnütziges Print- und Online-Projekte der Welt.

Prof. Udo Branahl, Professor für Medienrecht Uni Dortmund

Udo Branahl studierte von 1965 bis 1973 Jura an der FU Berlin und an der Universität Hamburg, wo er beide juristische Staatsexamen ablegte und mit einer Arbeit über “Pressefreiheit und redaktionelle Mitbestimmung” promoviert wurde. Von 1979 bis 2011 war er Professor für Medienrecht an der Technischen Universität Dortmund, wo er auch das Amt des Datenschutzbeauftragten ausgeübt hat.

Nikolaus Brender, früherer Chefredakteur ZDF

Nikolaus Brender war von April 2000 bis März 2010 Chefredakteur des ZDF. Seine Karriere begann Brender 1978 zunächst beim Südwestfunk und später bei der Zeit, danach als Redakteur bei den Tagesthemen. Von 1984 bis 1989 war er ARD-Korrespondent für Südamerika mit Sitz in Buenos Aires, danach Auslandschef des WDR und Moderator des Weltspiegels. 1994 wurde er Politik-Chefredakteur beim WDR, 1997 Programmchef des Senders und schließlich Chefredakteur des ZDF.

Sheila Coronel, Dean of Academic Affairs Columbia University

Sheila Coronel ist Dean of Academic Affairs der Columbia University Graduate School of Journalism in New York City. Im Jahr 1989 gründete Sheila Coronel das Philippine Center for Investigative Journalism (PCIJ). Dieses Center wurde unter ihrer Führung mit Berichten über Korruption und soziale Ungerechtigkeit eine der wichtigsten Institutionen der Pressefreiheit auf den Philippinen und in ganz Asien. Ihre Arbeit wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Ramon Magsaysay Award, der als asiatischer Nobelpreis gilt. Seit 2006 leitet Sheila Coronel zudem als Gründungsdirektorin das Toni Stabile Center for Investigative Journalism an der Columbia University in New York.

Jörg Jung, Chefredakteur Böhme-Zeitung

Jörg Jung ist Chefredakteur der Böhme Zeitung in Soltau. Er setzt sich für investigative Recherchen auch in Lokalzeitungen ein. Jörg Jung hatte bei der “Nordsee-Zeitung” volontiert, wechselte dann als Nachrichtenredakteur zur “Kölnischen Rundschau”, und wurde in verschiedenen Führungspositionen bei der “Nordsee-Zeitung” in Bremerhaven eingesetzt und schließlich deren Chefredakteur. Die “Böhme-Zeitung” leitet Jung seit 2007.

Prof. Johannes Ludwig, Whistleblower Netzwerk

Prof. Johannes Ludwig unterrichtete bis 2014 in Hamburg Medienwirtschaft, Recherchetechniken und Journalistik. Er betreibt mit Studierenden zudem das Online-Dokumentationszentrum ansTageslicht.de. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Whistleblower Netzwerk, das sich für den Schutz und sensiblen Umgang mit Informanten einsetzt, ohne die Missstände in Unternehmen und Behörden kaum an das Licht der Öffentlichkeit kommen könnten.

Ulrich Reitz

Ulrich Reitz begann seine Laufbahn beim Bonner General-Anzeiger. Nach einem Volontariat bei der Tageszeitung Die Welt übernahm er dort schnell das Ressort Innenpolitik. 1992 wechselte er als erster Leiter des Bonner Redaktionsbüros zum Magazin Focus. Später übernahm Ulrich Reitz die Chefredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Von Juli 2005 bis Juni 2014 war er Chefredakteur der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) in Essen. Bis Februar 2016 war Ulrich Reitz Chefredakteur des Focus.

Peter Schaar, ehemaliger Beauftragter der Bundesregierung für Datenschutz und Informationsfreiheit

Peter Schaar studierte Volkswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin, der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Universität Hamburg. Anschließend war Peter Schaar in verschiedenen Funktionen in der Verwaltung der Freien Hansestadt Hamburg tätig. 1994 wurde er stellvertretender Hamburgischer Datenschutzbeauftragter. 2002 wechselte Schaar vorübergehend in die Privatwirtschaft und gründete die PrivCom Datenschutz GmbH mit Sitz in Hamburg. Von 2003 bis 2013 übte Peter Schaar das Amt des Bundesbeauftragten für den Datenschutz aus. Peter Schaar ist Preisträger des eco Internet AWARD. Die Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit (GDD) verlieh ihm als erstem Preisträger den GDD-Datenschutzpreis. Die US-Patientenrechte-Organisation Patient Privacy Rights zeichnete ihn mit dem Louis D. Brandeis Privacy Award aus.

Georg Schäff, Verleger Donaukurier

Georg Schäff ist Herausgeber und Verleger des bayerischen Donaukurier aus Ingolstadt. Nach seinem Internationalen Abitur studierte Georg Schäff Philosophie am Manchester College in Oxford, später Rechtswissenschaften an der London School of Economics and Political Sciences. Nach einem Volontariat beim Schwarzwälder Boten tratt Georg Schäff 1997 in den Donaukurier ein und wurde 1998 geschäftsführender Gesellschafter und Verleger. Seit 2005 ist er zudem Herausgeber. Georg Schäff setzt sich für den Schutz der Privatsphäre und die Freiheit des Einzelnen gegenüber dem Staat ein.

Cordt Schnibben, Redakteur Der Spiegel

Cordt Schnibben arbeitete eine Zeit lang als Werbetexter. Nach einer erfolglosen ersten Bewerbung akzeptierte ihn die Henri-Nannen-Schule im zweiten Anlauf. Von 1984 bis 1988 war er Redakteur bei der Wochenzeitung Die Zeit. Seitdem arbeitet er beim Magazin Spiegel, wo er sich sehr für neue Darstellungsformen einsetzt. Cordt Schnibben wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Unter anderem mit dem Theodor-Wolff-Preis, dem Egon-Erwin-Kisch-Preis und dem Adolf-Grimme-Preis sowie dem Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. Cordt Schnibben gründete 2007 gemeinsam mit den Journalisten Stephan Lebert und Ariel Hauptmeier das Reporter-Forum.

Hans Schöpflin, Schöpflin-Stiftung

Die Schöpflin Stiftung ist eine unabhängige und gemeinnützige Stiftung, die sich in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Umwelt und Zivilgesellschaft engagiert. Einer der drei Köpfe hinter der Schöpflin Stiftung ist Hans Schöpflin. Der Unternehmer stammt aus einer bekannten Unternehmerfamilie in Süddeutschland. Die Familie Schöpflin betrieb bis in den 1960er Jahre einen der größten Versandhandel Deutschlands. Hans Schöpflin studierte in Frankreich und den USA und machte zunächst Karriere als Manager im Einzelhandel, dann als Risikokapitalgeber und investiert seither erfolgreich in Technologiefirmen wie Qualcomm. Er ist Inhaber der Schoepflin Investment Company. Privat engagiert sich Hans Schöpflin im not-for-profit Bereich. 2001 gründete er neben der Schöpflin Stiftung die Panta Rhea Foundation in den USA. Beide Stiftungen orientieren sich an der Philosophie des Heraklit: “All things flow. All things change.“

Jochen Wegner, Chefredakteur Zeit-Online

Jochen Wegner startete seine Karriere bei der Kölner Journalistenschule. Ab 1998 arbeitete Wegner als freier Journalist für etliche deutsche Medien. Er ist der Erfinder und einer der Gründer des Journalistennetzes Jonet.org. Nach Stationen beim Nachrichtenmagazin Focus wechselte er als Chefredakteur zu Focus Online und wurde gleichzeitig Mitglied der Geschäftsleitung der TOMORROW FOCUS AG, zu deren Geschäftsführung er ab April 2009 gehörte. Bis Ende 2011 war Wegner Geschäftsführer der mag10 Publishing GmbH. Als freier Unternehmensberater entwickelte Wegner ab Januar 2012 digitale Strategien für Verlage und Unternehmen. Seit 15. März 2013 ist Wegner Chefredakteur von Zeit-Online.

Stefan Willeke, Chefreporter Zeit

Stefan Willeke ist Chefreporter der „Zeit“. 2003 gewann er seinen ersten Kisch-Preis für eine Reportage über einen Konkursverwalter („Der Herr der Pleiten“), 2005 seinen zweiten Kisch-Preis für eine Reportage über den Umzug einer Dortmunder Kokerei nach China („Herr Mo holt die Fabrik“) In „Operation Lohndrücken“ beschrieb er gemeinsam mit Henning Sußebach die globale Produktion eines Rasierapparates, ein Lehrstück über die Globalisierung; sie bekamen dafür den Henri-Nannen-Preis.


Gründungs-Vorsitzender des Ethikrates: Bodo Hombach (2014-2016)

Bodo Hombach war von 2002 bis 2012 Geschäftsführer der in Essen ansässigen WAZ-Gruppe. Als Verleger kennt er sich aus mit den Herausforderungen in Zeiten des Umbruches im Mediengewerbe. Seit 2011 ist er Vorstand der Brost-Stiftung und achtet auf das Erbe von Anneliese Brost. Bodo Hombach war bis zu seinem Ausscheiden aus dem Gremium im Juni 2016 Gründungs-Vorsitzender des CORRECTIV-Ethikrates. 

Er ist Präsident der Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik. Die Akademie ist ein An-Institut an der Universität Bonn und soll den Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft unterstützen. Er ist als Lehrbeauftragter sowohl an der Universität Bonn wie an der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg für Kommunikationsthemen tätig.

Bodo Hombach hat eine Vergangenheit sowohl in der Wirtschaft als auch in der Politik. Er war Geschäftsführer für Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und Landesgeschäftsführer der SPD in NRW. Als Geschäftsführer der Preussag Handels GmbH und der Preussag International GmbH war er viele Jahre im Außenhandel aktiv.

Von 1990 bis 1999 saß er zudem als direkt gewählter Abgeordneter im Landtag NRW. Dort war er Vorsitzender des größten Untersuchungsausschusses und wirtschaftspolitischer Sprecher seiner Partei.

Als Wahlkämpfer war Bodo Hombach für Johannes Rau tätig, beriet aber auch nach der Wende in Südafrika Nelson Mandela bei dessen ersten Wahlkampf um die Präsidentschaft. Bodo Hombach war Minister für Wirtschaft und Mittelstand, Technologie und Verkehr des Landes NRW sowie Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben unter Gerhard Schröder. 1999 wechselte Bodo Hombach nach Brüssel, wo er als Sonderkoordinator in Südosteuropa tätig war. Dieses Mandat wurde ihm von der G9, OSZE, EU und Nato übertragen.

Der Aufsichtsrat

Die wirtschaftliche Arbeit von CORRECT!V wird von einem Aufsichtsrat überwacht. Dieser kontrolliert, ob wir richtig mit dem Geld umgehen und keine Fördermittel zweckentfremden.

Mitglieder des Aufsichtsrats:

Lukas Beckmann (Vorsitzender des Aufsichtsrates)

Lukas Beckmann war bis Frühjahr 2017 Vorstand des GLS Treuhand e.V.. Er wohnt in Berlin, ist verheiratet und hat zwei Töchter und eine Enkelin. Derzeit ist Lukas Beckmann unter anderem im Vorstand der GLS Bank Stiftung und des Bündnis Bürgerenergie e.V.. Lukas ist zudem Aufsichtsrat der Bürgerenergie Berlin eG, Mitglied im Kuratorium der RAG Stiftung und der Präsidialversammlung des Evgl. Kirchentages.
Nach seiner Berufsausbildung zum Landwirt und seinem Studium der Soziologe hat er mit Joseph Beuys an der Freien Internationalen Universität in Düsseldorf gearbeitet. In den 80er, 90er und 00er Jahren hat Lukas bei den Grünen, bei der Heinrich-Böll-Stiftung und bei Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag gearbeitet. Lukas Beckmann kennt sich aus mit Gründungen. Er hat die Grünen, den Verein Mehr Demokratie, die Heinrich-Böll-Stiftung, die Ökobank, die Petra Kelly Stiftung, das Lew Kopelew Forum sowie weitere gemeinnützige Vereine und Genossenschaften in den Bereichen Demokratie, Menschenrechte, Energie, Landwirtschaft und Wohnen gegründet und betreut.

Dagmar Hovestädt (Stellvertreterin)

Dagmar Hovestädt ist seit 2011 Presse-Sprecherin des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) und leitet die Stabsstelle Presse und Online-Kommunikation. Sie war zuvor 20 Jahre lang Journalistin. 1991 begann sie ein Volontariat beim Sender „Freies Berlin“ (heute rbb) und war dann sieben Jahre lang Redakteurin beim ARD-Politmagazin “Kontraste“. Von Anfang 2000 bis 2011 arbeitete sie als freie Autorin von der Westküste der USA für deutsche Medien. Sie ist Mitbegründerin des „netzwerk recherche“ und Burns und Fulbright Alumni. Sie studierte Publizistik, Politikwissenschaften, Spanisch und Film- und Theaterwissenschaften in Mainz, Boulder, CO und Berlin.
 

Andrew Murphy (Stellvertreter)

Andrew Murphy leitet die Murphy&Spitz Nachhaltige Vermögensverwaltung mit Sitz in Bonn. Er ist seit 1999 im Nachhaltigen Investment tätig. Gemeinsam mit Philipp Spitz ist er gewählter Geschäftsführer des Umwelt Aktiendepots Deutschland sowie Anlageausschussmitglied des Umwelt Aktiendepots Deutschland und Welt. Seit Mitte 2006 ist der Betriebswirt Vorstand der Murphy&Spitz Green Capital AG. Andrew Murphy studierte Volkswirtschaftslehre, Politische Wissenschaft und Philosophie an der Universität Bonn. Zusätzlich erwarb er die Qualifikation zum Betriebswirt.

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