Correctiv
CORRECTIV unterstützen

Wir decken Missstände auf. Wir sind unabhängig und nicht gewinnorientiert.

Resultate

Die Leitlinie von correctiv.org lautet „Recherchen für die Gesellschaft“. Wir bilden Menschen in den Methoden des (investigativen) Journalismus fort und veröffentlichen eigene Recherchen, die strukturelle Missstände aufdecken. Diese Recherchen sollen im besten Fall dazu führen, dass sich etwas zum Positiven verändert. Sowohl im Bereich Bildung als auch bei den Recherchen zeigen sich erste Resultate.

In den ersten Monaten haben wir mehrere Dutzend Veranstaltungen organisiert – von Lesungen über Diskussionen bis hin zu Workshops. Derzeit fahren wir mit einer Förderung der Bundeszentrale für politische Bildung von Stadt zu Stadt und bringen Bürgern kostenlos bei, wie sie ihre Auskunftsrechte nutzen. Diese Veranstaltungen besuchen meist rund 50 Personen. Wir werden innerhalb von zwei Jahren 50 solcher Veranstaltungen organisieren. Dazu haben wir eine Ausstellung zum rechten Terror produziert, die zunächst bei uns im Büro lief und jetzt auf Tour durch Deutschland geht.

Unsere ersten Recherchen und Veröffentlichungen haben wir mit verschiedenen Medien publiziert, von Spiegel und ZEIT über das Algemeen Dagblad in Holland bis hin zum Freitag oder der Münchner Lokalzeitung tz. Unsere Geschichte über den Abschuss von Flug MH17 ist in zahlreiche Sprachen übersetzt worden und unter anderem in Frankreich, Holland, den USA, in Osteuropa und Asien erschienen. Die Recherche zu multiresistenten Keimen haben mehrere Dutzend Regionalzeitungen aufgegriffen. Mittlerweile ist das Thema auch in der Politik angekommen. Das Gesundheitsministerium hat einen 10-Punkte-Plan zur Bekämpfung tödlicher Keime vorgestellt. Auch die Recherche zu den Spendengerichten hat dazu geführt, dass zahlreiche regionale und überregionale Medien Geschichten über die Korruptionsgefahr an deutschen Gerichten veröffentlicht haben. Mehrere Landesrechnungshofe fordern nun Änderungen der Vergabe von Geldauflagen.

Wir haben mehrere Bücher veröffentlicht. Das investigative Comic “Weisse Wölfe” über die Ideologie und Gefahr hinter dem NSU und ähnlichen Terrorzellen. Das Lehrbuch “reden – schreiben – wirken” über den Umgang mit Sprache. Und unsere Recherchen zum Absturz von Flug MH17. Die Bücher könnt Ihr in unserem Shop bestellen. Weitere Veröffentlichungen folgen.

Zusätzlich ermöglichen wir Bürgern und anderen, vor allem freien Journalisten, ihre Recherchen zu finanzieren. Wir haben eine Crowdfunding-Plattform gestartet, mit der wir in den ersten Wochen mehr als 20.000 Euro für unabhängige Recherche-Projekte eingesammelt haben. Jeder kann sich dort mit Projekten bewerben. Wir helfen bei der Finanzierung, bei der Recherche und bei der Veröffentlichung.

Zahlreiche Medien im In- und Ausland haben über correctiv.org berichtet. Viele Berichte finden sich über eine Google-Suche. Zudem waren wir Redner bei zahlreichen Konferenzen und Veranstaltungen.


Preise

  • Deutscher Reporterpreis 2015 in der Kategorie „Innovation“ für die grafische Reportage „Weisse Wölfe“ - eine „knallharte Recherche, die im rechtsradikalen Milieu in Dortmund beginnt und von dort aus den militanten Neonazi-Strukturen durch halb Europa folgt – dramaturgisch perfekt erzählt und meisterhaft gezeichnet.“
  • LeadAward 2015: Silber in der Kategorie „Independent des Jahres“
  • Ernst Schneider Preis 2015 in der Kategorie „Print“ zusammen mit ZEIT und Funke-Mediengruppe für die Recherchen zu „Tödlichen Keimen“ in deutschen Krankenhäusern.
  • Grimme Online Award 2015 in der Kategorie „Information“: „MH 17 – Die Suche nach der Wahrheit“ ist … das Ergebnis einer großartigen Rechercheleistung, perfekt aufbereitet. [...] Die Jury würdigt dieses Projekt als herausragendes Beispiel für die Verbindung digitaler Erzählmethoden mit klassischen journalistischen Fähigkeiten. Und sie würdigt es als Beispiel für die zahlreichen Beiträge hoher publizistischer Qualität, die das gemeinnnützige Recherchebüro correctiv.org auszeichnen, und die es anderen Medien zur Verfügung stellt.“
  • Deutsch-Französischer Journalistenpreis 2015 in der Kategorie „Multimedia“: „Durch aufwändige Recherchen ist es den Autoren gelungen, den mutmaßlichen Abschuss des Passagierflugzeugs zu rekonstruieren. Sie haben vorhandene Hinweise aus verschiedenen Quellen mit den Fakten vor Ort abgeglichen und verifiziert. Multimediale Elemente wurden sinnvoll eingesetzt, um eine interessante Geschichte plausibel zu erzählen.“
  • Axel Springer Preis 2015: 2. Preis in der Kategorie „Internet“ für „Spendengerichte
  • Journalist des Jahres 2014 der Branchenzeitschrift „medium magazin“ in der Kategorie „Newcomer“: „CORRECTIV probiert neue Journalismus-Finanzierung und entfachte eine Debatte über die Gemeinnützigkeit journalistischen Tuns. Mit ihren Themen von bundesweiter Bedeutung, die lokal heruntergebrochen werden konnten, legte das Team einen vielversprechenden Start hin.“
  • LeadAward 2014: Bronze in der Kategorie „Independent des Jahres“