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Deutschland sucht den Deutschland-Kurier

Helfen Sie mit, den Spendenskandal der AfD aufzuklären

Die Zeitungen Deutschland-Kurier und Extrablatt wurden in ganz Deutschland gratis verteilt und riefen zur Wahl der AfD auf. Die AfD sagt, dass sie mit Erstellung und Verteilung der Zeitungen nichts zu tun hat. Sonst hätte die Partei diese Werbeblätter als Spende verbuchen müssen. Für die Städte Essen und Duisburg haben wir recherchiert, dass die Behauptung der AfD fragwürdig ist.

Jetzt wollen wir mit Ihrer Hilfe herausfinden, wie die Verteilung der Zeitungen in ganz Deutschland funktionierte. Helfen Sie mit, einen der größten Spendenskandale der Bundesrepublik aufzuklären. Es dauert nur wenige Minuten: Sagen Sie uns, ob Sie eine der Zeitungen in Ihrem Briefkasten hatten.

MITMACHEN

So sehen die Zeitungen aus

10 Gründe für die Recherche

1. Grund

Bei der Finanzierung unserer Parteien geht es um den Kern unserer Demokratie.

2. Grund

Das Parteiengesetz soll dafür sorgen, dass die Öffentlichkeit nachvollziehen kann, wer die Parteien in Deutschland finanziert. Deshalb müssen Parteien die Spender von hohen Summen bekannt machen. Das soll auch Einmischungsversuche von außen verhindern. Es gibt jedoch Lücken.

3. Grund

Die für die Überprüfung von Parteifinanzen zuständige Bundestagsverwaltung kann Strafzahlungen verhängen, hat aber kaum Möglichkeiten, selbst zu ermitteln. Deshalb sind Hinweise von Medien und aus der Gesellschaft wichtig.

4. Grund

Die AfD steckt in einem Spendenskandal. Die Bundestagsverwaltung hat sie in einem Fall bereits zur Zahlung eines Bußgelds verurteilt.

5. Grund

Das Ausmaß des Skandals ist unklar, weil die AfD selber nicht aufklärt. Sie gibt nur zu, was nicht mehr zu leugnen ist. Deswegen müssen die Justiz, die Medien und die Gesellschaft die Arbeit leisten.

6. Grund

Vereine dürfen politische Parteien mit Werbung wie Plakate oder Gratiszeitungen unterstützen. Dies darf jedoch nicht mit einer Partei abgesprochen sein. Sonst muss sie die Kosten dieser sogenannten „Parallelaktionen“ in ihren Rechenschaftsberichten ausweisen und die Spender nennen. Wir haben bei der AfD bereits Einzelfälle von Koordination aufgedeckt. Wenn wir wissen, wo und wann der „Deutschland-Kurier“ und das „Extrablatt“ in Deutschland verteilt wurden, können wir recherchieren, ob es eine größer angelegte Koordination gegeben hat.

7. Grund

Wenn es eine solche Koordination der „Parallelaktionen“ mit der AfD in den Jahren 2016 und 2017 gegeben hat, muss sie im Nachhinein noch die Spender nennen. Damit schaffen wir Transparenz in der Parteienfinanzierung in Deutschland.

8. Grund

Die AfD führt das Bekenntnis den „Mut zur Wahrheit” im Logo. Auch viele AfD-Mitglieder möchten, dass die Parteiführung transparenter mit den Spenden umgeht. Wir bekommen schon jetzt viele Hinweise aus der AfD.

9. Grund

Die Recherche „Deutschland sucht den Deutschland-Kurier“ richtet sich nicht gegen eine Partei. Sie will stattdessen das Bewusstsein wecken für die Lücken in den Regeln der Parteienfinanzierung. Die Gesellschaft muss sich für schärfere Regeln einsetzen. Denn die großen Parteien in Berlin verhindern das bisher.

10. Grund

Das #StracheVideo zeigt, wie sich Spender unerkannt Einfluss erkaufen können, wenn sie anonym bleiben.

FAQ

Was wollen wir erreichen?

Wir wollen wissen, wie die Verteilung der beiden Gratisblätter „Deutschland-Kurier“ und „Extrablatt“ deutschlandweit organisiert wurde, und wer an der Verteilung beteiligt war.
Denn wir haben bereits Einzelfälle gefunden, bei denen die Partei involviert war. So war die Verteilung des Extrablatt in Essen vor dem Landtagswahlkampf in NRW 2017 Teil der Wahlkampfplanung der AfD. In Essen, Duisburg und Bochum wurde der „Deutschland-Kurier“ über AfD-Parteistrukturen verteilt.

Wie wollen wir das erreichen?

Mit Ihrer Hilfe. Falls Sie je eine der beiden Zeitungen in Ihrem Briefkasten gefunden haben und Sie vielleicht sogar wissen, wer diese in Ihrer Gegend verteilt hat, könnten wir mit Hilfe Ihrer Hinweise ein Gesamtbild über die Verteilung der beiden Zeitungen in Deutschland erstellen.
Damit könnten wir möglicherweise aufzeigen, inwieweit AfD-Mitglieder über die bereits beschriebenen Einzelfällen hinaus an der Verteilung der beiden Publikationen beteiligt waren, und die Unterstützung der Zeitungen für die AfD als Parteispende zu bewerten wäre.

Warum betrifft diese Recherche Sie?

Sie sind Bürgerin oder Bürger in unserer Demokratie. Parteispenden sind legal. Aber es muss klar sein, wer die Spender sind. Anonyme Spenden verhindern, dass sich im politischen Wettbewerb die besten Ideen durchsetzen und. Anonyme Spenden ermöglichen es unbekannten Interessengruppen, auch aus dem Ausland, in Deutschland Einfluss auszuüben.

Wer kann sich beteiligen?

Jeder, der etwas über die Verteilung der Zeitungen „Deutschland-Kurier“ und „Extrablatt“ weiß.

Wollen wir eine Partei oder deren Mitglieder bloßstellen?

Nein. Es geht um Transparenz in unserer Demokratie. Seit Bekanntwerden der Affäre vor zwei Jahren hat AfD nichts zur Aufklärung beigetragen. Sie leugnet Vorwürfe, bis sich nicht mehr zu leugnen sind. Sie behauptet, in die Verteilung der Zeitung seien höchstens einzelne Parteimitglieder als Privatpersonen involviert gewesen. Diese Aussage wollen wir überprüfen.

Wie kann ich mitmachen?

Wenn Sie etwas über die Verteilung von „Deutschland-Kurier“ und „Extrablatt“ wissen, dann füllen Sie die Fragen in unserem CrowdNewsroom „Deutschland sucht den Deutschland-Kurier“ aus. Das dauert wenige Minuten.

Was machen wir mit den Daten?

Auf dieser Seite finden Sie unsere Datenschutzerklärung. Dort beantworten wir diese Frage detailliert.

Ihre Angaben werden nicht veröffentlicht. Wir behandeln Ihre Einträge vertraulich. Sie sind Hinweise, die wir für weitere Recherchen nutzen. Sollten wir ganz konkret Ihre Informationen für eine Publikation benutzen wollen, werden wir Sie vorher fragen.

Wer ist CORRECTIV?

CORRECTIV ist ein gemeinnütziges Recherchezentrum. Wir machen Journalismus für die Gesellschaft und mit der Gesellschaft. Unser Ziel ist eine aufgeklärte Gesellschaft. Denn nur gut informierte Bürgerinnen und Bürger können auf demokratischem Weg Probleme lösen und Verbesserungen erreichen. Unser Reporterteam recherchiert zu Themen von hoher Relevanz, deckt Missstände auf und macht komplexe Zusammenhänge begreifbar.

Haben Sie weitere Fragen?

Kontaktieren Sie unseren Reporter Marcus Bensmann per E-Mail.