warumwaehlstdu

Warum wählst Du?

Hilf mit, die studentische Demokratie zu stärken!

Demokratie an Hochschulen ist wichtig. Aber nur wenige Studierende gehen wählen. Die Arbeit ihrer gewählten Vertretungen können sie bisweilen schwer nachvollziehen. Die Gewählten selbst fühlen sich manchmal von Politik und Hochschulleitungen eingeschränkt oder unter Druck gesetzt.

Du weißt, was bei der studentischen Demokratie an Deiner Hochschule schlecht läuft – und was gut. Erzähl uns davon! Je mehr Studierende sich beteiligen, desto mehr können wir gemeinsam herausfinden. Hilf uns, die Demokratie an Hochschulen zu stärken. Damit am Ende alle etwas davon haben.

10 Gründe für die Recherche

1. Demokratie stärken
Wer die Arbeitsweise der Verfassten Studierendenschaften kennt, kann sich selbst besser einbringen. Mit unserer Recherche wollen wir Demokratie an Hochschulen fördern.

2. Interesse wecken
Entscheidungen in der Hochschulpolitik betreffen Studierende oft direkt. Wir wollen zeigen, wie die Arbeit der Verfassten Studierendenschaften sich auf das Leben der Studierenden auswirkt.

3. Informieren
Hochschulpolitik ist für viele Studierende ein schwer zugängliches Thema. Wir möchten den Einstieg erleichtern.

4. Studierendenmedien unterstützen
Wir möchten Studierendenmedien in ihrer Berichterstattung zur Hochschulpolitik unterstützen und sie miteinander vernetzen.

5. Transparenz erhöhen
Wir wollen erreichen, dass Verfasste Studierendenschaften ihre Arbeit stärker offenlegen. Nur so ist demokratische Kontrolle möglich.

6. Problemen auf den Grund gehen
Verfasste Studierendenschaften kämpfen mit niedriger Wahlbeteiligung, langwieriger Suche nach Amtsnachfolger*innen, Gegenwind vonseiten der Hochschulleitung. Wir wollen wissen warum.

7. Unregelmäßigkeiten aufdecken
Immer wieder kommt es zu Unregelmäßigkeiten bei der Arbeit einzelner Verfasster Studierendenschaften, zum Beispiel bei den Finanzen. Wir wollen Missstände aufzeigen.

8. Debatten anregen, Veränderungen anstoßen
Wir möchten Studierende miteinander ins Gespräch bringen, wie die Situation verbessert werden kann.

9. Hochschulleitungen in die Pflicht nehmen
Manchmal behindern Hochschulleitungen die Arbeit von Verfassten Studierendenschaften. Doch es wäre ihre Aufgabe, sie zu unterstützen. Darauf wollen wir aufmerksam machen.

10. Informationen sammeln
Es gibt kaum umfassende Daten über Verfasste Studierendenschaften in Deutschland. Das wollen wir ändern. Denn nur so lässt sich das Ausmaß von Problemen erkennen.

FAQ

Warum ist unsere Recherche wichtig?
Demokratie an Hochschulen ist wichtig: Studierende können sich in eigenen Vertretungen für studentische Interessen einsetzen. Sie können Studierende beispielsweise bei Konflikten mit der Hochschule unterstützen, studentische Konferenzen finanzieren oder Kulturveranstaltungen organisieren.

Doch es gibt Probleme bei der studentischen Demokratie. Nur wenige Studierende beteiligen sich an Wahlen. Die Arbeit ihrer gewählten Vertretungen können sie bisweilen schwer nachvollziehen. Die Gewählten selbst fühlen sich von Hochschulleitungen eingeschränkt und unter Druck gesetzt. Es fehlt an Interesse und Transparenz. Die Folge kann eine Erosion der demokratischen Institutionen an den Hochschulen sein.

Mit unserer Recherche wollen wir die Demokratie an Hochschulen stärken. Gemeinsam mit Studierenden aus ganz Deutschland wollen wir uns dafür einsetzen, dass die Arbeit der gewählten Vertretungen transparenter wird. Damit am Ende alle etwas davon haben. 

Was wollen wir erreichen?
Mit unserer Recherche wollen wir die Demokratie an Hochschulen fördern und das Interesse von Studierenden an der Arbeit Verfasster Studierendenschaften wecken. Gemeinsam mit Studierenden aus ganz Deutschland wollen wir den Problemen studentischer Demokratie auf den Grund gehen und Missstände aufzeigen. Wir wollen Debatten anregen und Veränderungen anstoßen. Und wir wollen Hochschulleitungen in die Pflicht nehmen. 

Denn manchmal behindern Hochschulleitungen die Arbeit der Verfassten Studierendenschaften, obwohl es ihre Aufgabe wäre, sie zu unterstützen. Darauf wollen wir aufmerksam machen. Außerdem wollen wir studentische Medien bei der Berichterstattung über Hochschulpolitik unterstützen und sie untereinander vernetzen.

Wie wollen wir das erreichen?
Wir starten zusammen mit Studierenden aus ganz Deutschland einen sogenannten CrowdNewsroom. Eine Recherche, bei der wir mit Dir zusammenarbeiten wollen. Gemeinsam wollen wir uns dafür einsetzen, dass die Arbeit der gewählten Vertretungen transparenter wird. Damit am Ende alle etwas davon haben. 

Du kannst uns über unsere Online-Plattform „Warum wählst Du?“ von der Situation an Deiner Hochschule erzählen und Informationen übermitteln. Wir behandeln Deine Daten vertraulich. Der CrowdNewsroom startet am 31. August und läuft bis zum 15. Dezember.

Im Wintersemester veranstalten wir gemeinsam mit Studierendenmedien Podiumsdiskussionen an Hochschulen, um über die Situation der studentischen Demokratie vor Ort zu diskutieren und Veränderungen anzustoßen.

Wie kann ich mitmachen?
In unserem CrowdNewsroom „Warum wählst Du?“ findest Du Fragen zur Situation der Verfassten Studierendenschaft an Deiner Hochschule. Indem Du auf dieser Online-Plattform Informationen beiträgst, kannst Du uns bei der Recherche helfen. Du musst aber nicht alle Fragen beantworten – wir freuen uns über jeden Hinweis. Die Fragen drehen sich zum Beispiel um die Beteiligung bei Wahlen zum Studierendenparlament oder Studierendenrat, um die Finanzen der Verfassten Studierendenschaft sowie um Konflikte mit der Hochschulleitung. Im CrowdNewsroom kannst Du Fragen beantworten und zusätzlich Dokumente hochladen und Webseiten verlinken. Deine Daten behandeln wir vertraulich. Hier findest Du unsere Datenschutzbestimmungen.

Warum können Studierende bayerischer Hochschulen nicht mitmachen?
In Bayern gibt es keine gesetzlich verankerten Verfassten Studierendenschaften. Informationen über die Hochschulpolitik in Bayern können wir nicht verwenden, da sie nicht mit den Informationen über Hochschulen in anderen Bundesländern vergleichbar wären. Daher kannst Du leider nicht mitmachen, wenn Du in Bayern studierst. Wenn Du aber zuvor an einer Hochschule außerhalb Bayerns studiert hast und uns dazu etwas mitteilen möchtest, kannst Du Dich gerne beteiligen.

Was machen wir mit den Informationen?
Deine Informationen behandeln wir vertraulich und mit größter Sorgfalt. Wir wollen sie nutzen, um ein umfassendes Bild der Situation der Verfassten Studierendenschaften zu zeichnen. Denn bisher gibt es kaum Daten über Verfasste Studierendenschaften in Deutschland. Das wollen wir ändern. Nur so lässt sich das Ausmaß von Problemen erkennen.

Außerdem wollen wir die Beiträge zu unserem CrowdNewsroom „Warum wählst Du?“ als Ausgangspunkt nutzen, um besonders problematische, aber auch besonders positive Beispiele zu recherchieren.

Wir werden keine Informationen veröffentlichen, die Rückschlüsse auf die Quelle zulassen – außer die Person erteilt nach Rückfrage ihre Zustimmung. Weitere Details findest Du in unseren Datenschutzbestimmungen.

Was passiert wann?
Im CrowdNewsroom „Warum wählst Du?“ kannst Du uns vom 31. August bis 15. Dezember 2019 Fragen beantworten. Im Herbst 2019 veranstalten wir gemeinsam mit Studierendenmedien Podiumsdiskussionen an Hochschulen, um über die Situation der studentischen Demokratie vor Ort zu diskutieren und Veränderungen anzustoßen. Die Termine findest Du bald auf dieser Seite.

Wer ist CORRECTIV?
CORRECTIV ist das erste gemeinnützige Recherchezentrum im deutschsprachigen Raum. Unsere Redaktion finanziert sich vor allem durch Spenden und Mitgliedsbeiträge von Unterstützer*innen. Wir sind dadurch unabhängig von Werbeeinnahmen und Verkaufszahlen. Mit unseren aufwändigen Recherchen wollen wir Missstände aufdecken, Bürger*innen informieren und so zur Stärkung der Demokratie beitragen. Wir recherchieren für die Gesellschaft – aber auch mit der Gesellschaft wie mit dieser Recherche zur Demokratie an Hochschulen. Mehr über unsere Arbeit kannst Du hier erfahren und uns auch mit einer Spende unterstützen. 

Wie kannst Du uns kontaktieren?
Bei Fragen oder Anmerkungen kannst Du uns gerne jederzeit eine Mail an miriam.lenz@crowd.correctiv.org und maria.mercedes.hering@crowd.correctiv.org schreiben.

Was sind Verfasste Studierendenschaften?
In allen Bundesländern außer Bayern gibt es Verfasste Studierendenschaften. Sie vertreten die Interessen der Studierenden einer Hochschule. Die Studierenden sind automatisch Mitglieder, nur in Sachsen und Sachsen-Anhalt können sie austreten.

Die Studierendenschaft soll sich beispielsweise für die kulturellen, fachlichen, wirtschaftlichen und sozialen Belange der Studierenden einsetzen. Wie genau ihre Organe heißen und was deren Aufgaben sind, kann sich von Hochschule zu Hochschule stark unterscheiden. Dies regeln die Hochschulgesetze der Länder und die Satzung der jeweiligen Studierendenschaft. Wir gehen im Folgenden auf die gängigsten Modelle und Bezeichnungen ein.

Als demokratische Vertretung wählen die Studierenden in der Regel das Studierendenparlament (StuPa) oder den Studierendenrat (StuRa) ihrer Hochschule. Diese sind die Legislative der Studierendenschaft. Für bestimmte Aufgabenbereiche gibt es eigene Referate, zum Beispiel für Finanzen oder Hochschulpolitik. Die Leiter*innen der Referate werden in der Regel vom Parlament oder Rat gewählt. Zusammen bilden sie sozusagen die Regierung, die an vielen Hochschulen Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) heißt. Die Studierendenschaften verwalten sich grundsätzlich selbst, unterstehen aber der Rechtsaufsicht der jeweiligen Hochschule. Um ihre Aufgaben erfüllen zu können, können Studierendenschaften Beiträge von ihren Mitgliedern erheben.

Was ist ein Studierendenparlament (StuPa)?
Wie die demokratischen Organe der Verfassten Studierendenschaft heißen und funktionieren, ist von Bundesland zu Bundesland und häufig auch von Hochschule zu Hochschule verschieden. An vielen Hochschulen ist das Studierendenparlament das Legislativorgan der Verfassten Studierendenschaft. Studierende wählen in der Regel einmal im Jahr Vertreter*innen hochschulweiter Wahllisten in das Studierendenparlament. Das Studierendenparlament beschließt beispielsweise den Haushalt der Verfassten Studierendenschaft und setzt die Beiträge fest. In der Regel wählt das Studierendenparlament die Referent*innen des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA), der das Exekutivorgan darstellt.

Was ist ein Studierendenrat (StuRa)?
Wie die demokratischen Organe der Verfassten Studierendenschaft heißen und funktionieren, ist von Bundesland zu Bundesland und häufig auch von Hochschule zu Hochschule verschieden. So ist es auch beim Studierendenrat (StuRa). Wir gehen im Folgenden auf die gängigsten Modelle und Aufgaben eines StuRa ein: An einigen Hochschulen gibt es statt eines Studierendenparlaments einen sogenannten Studierendenrat (StuRa). Wie der jeweils gebildet wird, kann stark variieren. 

An der TU Dresden etwa wählen die Studierenden ihren jeweiligen Fachschaftsrat. Die Fachschaftsräte entsenden daraufhin Vertreter*innen in den Studierendenrat. Der Studierendenrat der Universität Heidelberg hingegen setzt sich aus Vertreter*innen der Fachschaften und Vertreter*innen hochschulweiter Wahllisten zusammen. Die Studierendenräte beschließen wie Studierendenparlamente den Haushalt der Verfassten Studierendenschaft und setzen die Beiträge fest. Auch ein StuRa wählt Referent*innen für bestimmte Aufgaben und Themenbereiche. Anders als bei Verfassten Studierendenschaften mit einem Studierendenparlament werden sie als Gesamtheit jedoch meist nicht als Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) bezeichnet.

Was ist der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA)? 
Vor allem bei Verfassten Studierendenschaften mit einem Studierendenparlament (StuPa) stellt der AStA die Exekutive der Verfassten Studierendenschaft dar. Das StuPa wählt in der Regel die Referent*innen des AStA. Diese sind für bestimmte Aufgaben und Themenbereiche zuständig, z.B. für Hochschulpolitik oder Finanzen. Der AStA ist an die Beschlüsse des Studierendenparlaments gebunden und führt die laufenden Geschäfte der Studierendenschaft.

Termine

  • Heidelberg: 21. Oktober, 19 Uhr, Hörsaal 9, Neue Universität, Universitätsplatz 1, 69117 Heidelberg
  • Mainz: 22. Oktober, 19 Uhr, Raum 01-601, Georg Forster-Gebäude der JGU Mainz, Jakob-Welder-Weg 16, 55128 Mainz
  • Lüneburg: 24. Oktober, 18.30 Uhr, Campus Hörsaal 3, Universitätsallee 1, 21335 Lüneburg
  • Köln/Bonn: 28. Oktober, 20 Uhr, Hörsaal I, Regina-Pacis-Weg 3, 53113 Bonn
  • Göttingen: 4. November, 18.15 Uhr (mehr dazu bald)
  • Jena: 6. November, Hörsaal 7, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Carl-Zeiß-Straße 3, 07743 Jena (mehr dazu bald)
  • Berlin, 18. November (mehr dazu bald)

Team

Maria

Maria-Mercedes Hering

Maria-Mercedes Hering leitet gemeinsam mit Miriam Lenz das Rechercheprojekt „Warum wählst Du?“. Sie studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Sozialwissenschaften und München, Washington D.C. und Berlin. In den Redaktionen studentischer Medien lebte sie dabei ihre früh entdeckte Begeisterung für den Journalismus aus und lernte vom Texten über das Redigieren, Planen, Werben und Verteilen alles kennen – auch wie schwierig Berichterstattung und Organisation bisweilen sein können. Zusammen mit Miriam Lenz beschäftigt sie sich seit drei Jahren mit dem Thema Hochschulpolitik, zuerst nur in Berlin, mittlerweile aber in ganz Deutschland. 2018 erhielten sie für diese Recherchen ein Stipendium der Otto Brenner Stiftung. Mit „Warum wählst Du?“ wollen die beiden den Problemen studentischer Demokratie auf den Grund gehen und Studierende miteinander ins Gespräch darüber bringen.

maria.mercedes.hering@crowd.correctiv.org

Miriam

Miriam Lenz

Miriam Lenz leitet gemeinsam mit Maria-Mercedes Hering das Rechercheprojekt „Warum wählst Du?“. Sie war Chefredakteurin der UnAufgefordert, der Studierendenzeitung der Humboldt-Universität zu Berlin, und kennt somit die Herausforderungen studentischer Medien aus erster Hand. 2016 lernte sie in einem Seminar zu investigativer Recherche Maria-Mercedes Hering kennen. Seitdem recherchieren die beiden gemeinsam zu studentischer Demokratie an deutschen Hochschulen. 2018 erhielten sie für diese Recherchen ein Stipendium der Otto Brenner Stiftung. Mit „Warum wählst Du?“ wollen die beiden den Problemen studentischer Demokratie auf den Grund gehen und Studierende miteinander ins Gespräch darüber bringen.

miriam.lenz@crowd.correctiv.org

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