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Mit unseren regelmäßigen Veranstaltungen möchten wir alle Interessierten einladen, bei Lesungen, Workshops und Diskussionsrunden neue Informationen und Anregungen zu gewinnen und sich am Austausch mit Referenten und Gästen zu beteiligen.

Tag 2 – Zwischen Kriminellen und Freiheitskämpfern: Journalistische Recherche im Darknet
02.10.2019 • Berlin

Tag 2 – Zwischen Kriminellen und Freiheitskämpfern: Journalistische Recherche im Darknet

Worum geht's?
Das Darknet gilt als einer der letzten Orte, in der Recht und Moral nicht zählen: Drogendealer und Waffenhändler bieten unverhohlen ihre Ware an, Hacker handeln mit Überwachungswerkzeugen. Das „finstere Netz“ hat daher einen schlechten Ruf, obwohl es in vielen Ländern auch als Mittel dient, Zensur und Überwachung zu umgehen. Journalisten berichten bisher meist über das Darknet, wenn Ermittlern ein Schlag gegen illegale Foren- und Handelsplätze gelungen ist.


In diesem Workshop sollen die Teilnehmer lernen, nicht nur über, sondern auch aus dem Darknet heraus zu berichten. Neben technischen Grundlagen wird vor allem vermittelt, welches Rüstzeug Journalisten für eine Darknet-Recherche benötigen und wo Storys zu finden sind. Es eignet sich vor allem für Rechercheure, die zu Rechtsradikalismus, organisierter Kriminalität (vor allem Drogen- und Waffenhandel), Kindesmissbrauch sowie Hacking arbeiten und einen langen Atem mitbringen.


Am zweiten Tag des Darknet-Seminars wird das Gelernte des ersten Tages verstärkt in der Praxis geprobt, etwa indem sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in geheime Foren schleusen und anonyme Chats halbautomatisiert auswerten. Außerdem werden Wege aufgezeigt, wie Darknet-Foren großflächig und zeitsparend ausgewertet werden können. Während der praktischen Anwendung besprechen wir außerdem nützliche Sicherheitsvorkehrungen, und wie man sich vor Hacking-Angriffen aus dem Darknet während der Recherche schützen kann. Grundkenntnisse in Programmierung sind für den Einsatz der hier diskutierten Tools von Vorteil. 


Wer unterrichtet?
Daniel Moßbrucker ist Journalist für die Themen Überwachung, Datenschutz und Internetregulierung. Er hat Journalistik in Dortmund sowie Digital Journalism in Hamburg studiert und ein studienbegleitendes Volontariat beim Hessischen Rundfunk absolviert. 2017 veröffentlichte er gemeinsam mit Annette Dittert eine 45-minütige Dokumentation über das Darknet in der ARD. Außerdem trainiert er Journalistinnen und Journalisten im In- und Ausland in Digitaler Sicherheit und ist seit Juni 2016 Referent für Internetfreiheit bei der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen. Weitere Informationen auf seiner Homepage: www.daniel-mossbrucker.de

Benjamin Güldenring ist Diplom Informatiker und Doktorand aus Berlin. Er beschäftigt sich seit 2011 wissenschaftlich mit anonymen Kommunikationsmethoden, unter anderem im Bezug auf anonymes Blogging und Whistleblowing. Von 2013 bis 2019 hat er zahlreiche Lehrveranstaltungen zu den Themen anonymer Kommunikation, Kryptographie und Computersicherheit an der Freien Universität Berlin gehalten und betreut. Seit 2019 ist er Referent für das digitale Helpdesk bei der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen.



2019 bieten wir erstmals 2-tägige Workshops an. Zum einen für Teilnehmer, die sich gleich intensiv mit den Themen beschäftigen wollen; zum anderen aber auch für die Teilnehmer der Workshops der vergangenen drei Jahre, die Ihr Wissen updaten und vertiefen wollen. Dieser Tag eignet sich auch gut für Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die den eintägigen Workshop 2018 oder 2017 schon besucht haben. Die zwei Tage müssen seperat gebucht werden.

Tickets für Tag 1 erhalten Sie hier.