CORRECTIV veranstaltungen

Veranstaltungen

CORRECTIV lädt ein

Mit unseren regelmäßigen Veranstaltungen möchten wir alle Interessierten einladen, bei Lesungen, Workshops und Diskussionsrunden neue Informationen und Anregungen zu gewinnen und sich am Austausch mit Referenten und Gästen zu beteiligen.

Lesung: Umweg Jakarta. Familiennachzug aus Syrien
30.10.2018 • Essen

Lesung: Umweg Jakarta. Familiennachzug aus Syrien

Lesung: Umweg Jakarta mit Biggi Mestmäcker
Das Buch liest sich wie ein Krimi – enthält jedoch keinerlei Fiktion.  „Umweg Jakarta“ erzählt, wie es der Autorin Biggi Mestmäcker gegen alle Widerstände gelungen ist eine Frau und ihren 10-jährigen Sohn von Damaskus über Jakarta nach Deutschland zu bringen. Gerade jetzt ist es wichtig mehr Verständnis zu schaffen. Deshalb lässt Biggi Mestmäcker uns an ihrem Einblick in die Welt der Flüchtlinge teilhaben. Wir können alle etwas verändern, wenn wir auf einander zugehen.
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Umsonst. Anmeldungen erwünscht: HIER KLICKEN.

Wo? Der CORRECTIV Buchladen | Akazienallee 10 | 45127 Essen
Wann? Dienstag | 30. Oktober | 19 Uhr

Made in Germany: Ein Massaker im Kongo
30.10.2018 • Berlin

Made in Germany: Ein Massaker im Kongo

Die ruandische FDLR-Miliz beging 2009 im Ostkongo mehrere Kriegsverbrechen. Ihre politische Führung lebte währenddessen unbehelligt in Deutschland. Ihr wurde später am Landgericht Stuttgart der Prozess gemacht.
Das gemeinnützige Recherchezentrum CORRECTIV hat diese Geschehnisse in eine Graphic Novel verwandelt: eine illustrierte Reise zwischen Europa und Afrika.
Der Künstler El Marto und der Journalist Frederik Richter lesen aus dem Buch, berichten von ihrer Zusammenarbeit und diskutieren mit Ihnen.


Die Autoren: 

Grégory Dabilougou, genannt El Marto, ist Künstler mit Wurzeln in Frankreich und Burkina Faso. Greg besetzt den städtischen Raum und fordert mit Straßenkunst seine unangefochtenen Herrscher heraus: Werbung und Massenmedien. Greg hat Visuelle Kommunikation an der Hochschule für Kunst und Kommunikation in Cambrai sowie an den Kunstakademien von Amiens und Helsinki studiert.

Frederik Richter ist stellvertrender Chefredakteur bei CORRECTIV. Zuvor hat er zehn Jahre lang im Nahen Osten und in Südostasien gearbeitet und zu Wirtschaft, Korruption und Betrug recherchiert.

Angst vor den Anderen: Warum sich Gesellschaften weltweit abschotten
13.11.2018 • Essen

Angst vor den Anderen: Warum sich Gesellschaften weltweit abschotten

Kaum einen Sprechchor stimmen Anhänger von US-Präsident Trump so leidenschaftlich an wie diesen: »Build that wall!« – Bau die Mauer! Dass wir uns in einer Ära der Mauern und des Grenzschutzes befinden, wird aber nicht nur in den USA deutlich: Heute gibt es weltweit mehr als dreimal so viele Grenzzäune, Mauern und Absperrungen wie zu Zeiten des Kalten Kriegs. Zusammengenommen sind sie 41.000 km lang, aneinandergereiht würden sie einmal um die ganze Erde reichen. Auch die EU baut kräftig mit, in Afrika und anderswo. Mauern schließen diejenigen aus, die unerwünscht sind, und zementieren Ungleichheit: Reiche schützen sich vor Armen, Gewinner vor Verlierern. Dabei lenkt der neue Mauerboom davon ab, dass die großen Probleme der Menschheit keine Grenzen kennen: Weder Klimawandel noch Terrorismus, Hunger oder Seuchen machen vor Mauern Halt.

Die Weltreporter sind diese Grenzen auf verschiedenen Kontinenten entlang gereist. Sie haben Baustellen besucht und Architekten, Unternehmer und Politiker getroffen, Grenzschützer, Schleuser und Flüchtlinge gesprochen. Wir wollen mit Marc Engelhardt über Recherchen, Schicksale und Hintergründe des Mauerbooms sprechen.

„Fake News und Lügenpresse“ - Wir wollen diskutieren
15.11.2018 • Rostock

„Fake News und Lügenpresse“ – Wir wollen diskutieren

Der AStA der Universität Rostock und CORRECTIV laden zur Podiumsdikussion - dieses Mal im schönen Rostock:

„Fake News“ sorgen für ein schwindendes Vertrauen in die großen Nachrichtenvermittler. Meldungen die Hass sähen und Vertrauen schwinden lassen sind ein allgegenwärtiges Phänomen. Warum ist das so? Was sind die Lösungsansätze? Darüber will CORRECTIV-Reporter Frederik Richter mit Kristin Zimmermann (Lokalradio LOHRO) und Ihnen diskutieren.

Umsonst & drinnen! Wir freuen uns auf Sie!


Referenten:

Frederik Richter (Stellvertretender Chefredakteur bei CORRECTIV): 

Vor seinem Einstieg bei CORRECTIV 2015 hat Frederik zehn Jahre im Nahen Osten und Südostasien als Korrespondent der Nachrichtenagentur Reuters und als freier Journalist gearbeitet. In Bahrain deckte er einen Bankenskandal auf und berichtete über den arabischen Frühling. Heute bekommt er ständig Post von Anwälten – und würde lieber wie damals nachts am Telefon angeschrien werden. Das Tränengas hingegen vermisst er nicht.

Kristin Zimmermann (Fachanleiterin beim lokalen Radiosender LOHRO):

Im entwicklungspolitischen Magazin GlobalLokal will Kristin globale Zusammenhänge greifbar machen. Es stellen sich beispielsweise Vereine aus Rostock vor, die in Ländern des globalen Südens aktiv sind. Als Fachanleiterin ist sie dafür zuständig, die GlobalLokal-Redaktion zusammenzuhalten und Ehrenamtlichen zu zeigen, wie Radio-Journalismus funktioniert. Außerdem plant sie entwicklungspolitische Veranstaltungen wie Talk-Runden, Hörkinos und Filmvorführungen.


50 Werkzeuge für bessere Sätze
24.11.2018 • Berlin

50 Werkzeuge für bessere Sätze

Worum geht's?

Ein Praxis-Workshop für Redakteurinnen und Reporter, Werberinnen und Pressesprecher, Wissenschaftlerinnen und Blogger, Aktivistinnen und Studenten. 

Dieses Seminar will Ihrer Sprache ihre Tiefe zurückgeben. Ihre Schönheit. Hier soll es, ganz vermessen, darum gehen, interessanter zu schreiben. Rhetorischer. Rhythmischer. Ausdrucksvoller.

Zunächst besprechen wir die Stärken und die Schwächen Ihrer Texte, schauen, was Sie ändern können, damit Sie durchdringen. Gemeinsam redigieren wir ausgewählte Passagen live am Beamer, und glauben Sie mir: Noch jeder ist bei dieser Kritik gewachsen. Und hat sich danach größer, nicht kleiner gefühlt.

Danach stelle ich Beispiele interessanter Sprache vor. Zusammen analysieren wir deren Mechanik. Warum wirkt dieser Text so und jener anders? Wie lässt sich das benennen? Was ist das Grundprinzip des Erzählens? Es sind Beispiele aus der Literatur und aus dem Journalismus. Das sind unsere Blaupausen.

Schon beginnt die Praxis: Allein, gemeinsam und in Zweierteams schreiben wir eigene Texte nach diesen Vorlagen um. Schlüpfen in die Haut anderer Sprachstile, spielen mit den Ausdrucksformen – und stimulieren so unsere Schreibmuskeln.

Am Ende dieses Wochenendes haben wir gemeinsam jene 50 Werkzeuge entwickelt, die dein Schreiben sofort interessanter machen. Und eine gute Zeit gehabt!

Über den Referenten:

Ariel Hauptmeier zog viele Jahre als Reporter um die Welt. Er war Redakteur bei GEO und Textchef bei CORRECTIV und verantwortet jetzt bei Republik in Zürich die langen Erzählstücke. 2017 schrieb er für den syrischen Pianisten Aeham Ahmad dessen Autobiographie „Und die Vögel werden singen“. Er liebt es, Autoren anzustacheln, das Beste aus jedem Satz herauszuholen. Er ist der Motivator unter den Schreibtrainern. 


Aktuelle Stimmen von Teilnehmern 

Bislang habe ich keinen Kurs - auch im Studium nicht - erlebt, der so wertvolle Tips gibt. Die Art und Weise von Ariel ist einzigartig. Es ist unglaublich den Textvirtuosen bei der Arbeit zu erleben. Denn zu sehen wie Ariel in Sekunden ein Stück trockenen Brotes in einen verlockenden Leckerbissen verwandelt, läßt erstaunen und nachhaltig lernen. Das muss man selber erleben, das reine Lesen der Tips hilft da nichts.                                      Katja Engel

Welch ein Workshop! Genau was ich brauchte. Lange schrieb ich nach Gefühl, doch vermisste ich gewisse Leitplanken, die mir die Richtung weisen, wenn die Ideen versiegten (oder das Gefühl betäubt war). Die 50-Punkte-Liste befreit mich nun von diesem Problem. Sie gibt Struktur.                                                                      Flavia van Gunten

Obwohl ich mich schon lange und intensiv mit Texten und Sprache befasse, habe ich viel Neues gelernt – und das noch schön verpackt und leicht zu merken. Sätze wie "Gib deiner Sprache einen Beat" oder "ein Gedanke pro Absatz" haben sich mir schon nach dem ersten Hören eingeprägt und werden mich von nun an begleiten. Dank deiner 50 Werkzeuge fühle ich mich besser gewappnet für den nächsten Kampf mit den Buchstaben:)  Sarah Nalazak

Mir hat gefallen, wie tief wir in die Texte eingestiegen sind. Wie du uns in die Textarbeit eingebunden hast. Dass du Diskussionen zugelassen und zugleich moderiert hast. Habe in vier Stunden mehr neues Werkzeug für die eigene Arbeit in die Hand bekommen als im ganzen vergangenen Jahr. Jetzt freue ich mich auf die Arbeit damit.   Chris Köver

Ich fand es ziemlich super, man hat dir sehr gerne zugehört, man merkt, dass du ein Perfektionist bist, was Sprache angeht. Ich fand es gut, die Texte so gründlich zu beackern, weil einem erst bei der tieferen Beschäftigung mit der Materie lauter Sachen einfallen. Gut fand ich auch, wie du die Leute im Workshop beteiligt hast! Die Atmosphäre war sehr konzentriert, ruhig und produktiv, trotzdem sehr unterhaltend.                  Wolfgang Richter

Lieber Ariel Hauptmeier, ich fand Ihren Samstags-Workshop beim Reporter-Forum super. Ich habe Lust auf meinen nächsten Text bekommen. Danke dafür. Philipp Holstein

Super, super, super: die Fülle an Beispielen, das Konkrete, deine Flexibilität und Schnelligkeit, wie Du auf alles und jeden passend eingegangen bist. Das hat mir sehr sehr gut gefallen. Und mir auch Einiges gebracht, einen vertieften Blick auf Texte, die eigenen oder die anderer, über das Inhaltliche hinaus auf das Handwerkliche. Von der netten Atmosphäre ganz zu schweigen. Bernd Schuh

Lesung: Auge des Orients
27.11.2018 • Essen

Lesung: Auge des Orients

Alois Brunner oder „Hitlers Bluthund“ war als SS Offizier für den Tod von mindestens 128000 Juden verantwortlich. Nach Kriegsende tauchte er unter und floh schlussendlich nach Syrien. Dort konnte er nicht nur unbehelligt leben, sondern gab seine grausamen Foltermethoden an das syrische Regime weiter. Das Assad Regime bestritt immer etwas über den Verbleib des meist gesuchten Nazi Verbrechers zu wissen. Ibrahim Aljabin hat sich eingehend mit dem Fall Alois Brunner beschäftigt und beschreibt das Leben des Kriegsverbrechers Brunner in seinem Buch „Auge des Orients“. Aus einer Quelle des syrischen Geheimdienstes bekam Aljabin seine Informationen und schmückt diese, im Kern wahre Geschichte, mit fiktiven Elementen. Aljabin will den Leser selbst nachprüfen lassen, welche Elemente wahr sind.

Ibrahim Aljabin war ein bekannter Fernsehmoderator in Syrien. Als seine Fragen zu kritisch wurden, musste er seine Arbeit aufgeben und fliehen. Seit fünf Jahren lebt er in Deutschland und hat hier seinen Roman fertiggestellt. Heute lebt er in Dortmund und arbeitet für renommierte arabische Zeitungen. Der Roman „Auge des Orients“ wurde bereits ins Deutsche übersetzt. Im Moment ist Aljabin auf der Suche nach einem deutschen Verlag das Buch publiziert.

Gelesen wird sowohl auf Deutsch als auch auf Arabisch.

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عن “عين الشرق”

أشعر أن هذه الرواية قادرة على أن تنقل للقارئ الألماني الإجابة على السؤال “لماذا حدث ما حدث في سوريا؟” من جوانب اجتماعية وإنسانية وثقافية بسيطة، بعضها ساخر وبعضها الآخر مأساوي، وبعضها شديد الخطورة. لماذا؟ لأن سوريا ما زالت هي الخبر الأول في نشرات الأخبار الألمانية، ولأن مئات الآلاف من السوريين باتوا يعيشون هنا بين الألمان، لتتحول القضية السورية إلى قضية محلية ألمانية، تهم الجميع.

في “عين الشرق” تقنيات وجدت نفسي أكتب فيها قريباً من السينما. وقريباً من غونتر غراس في عمله العظيم “تقشير البصلة”، وكذلك مشهدية “بندول فوكو” لأمبرتو إيكو. ومشاعر إمري كيرتيس تجاه العالم وهو أحد الناجين من الهولوكست في أوشفيتز.

دمشق والدة الأسرار، المدينة التي عشت فيها وعشقت كل سنتمتر مربع منها، قادرة على اختصار الحكايات كلها. وكما تعيد لنا اليوم في “عين الشرق” سيرة وأسرار الضابط النازي اللاجئ في دمشق ألويس برونر التي لم تجمع من قبل في كتاب واحد باللغة الألمانية بما فيها تفاصيل حياته خلال فترة اختفائه التي امتدت أكثر من ٥٠ سنة، فإن دمشق ذاتها تقدم لنا الشرق الساحر

العظيم الذي يجتمع فيه الجمال والأديان والأفكار والحرائق أيضاً.


إبراهيم الجبين

Das gespaltene Land - Journalismus in Israel
30.11.2018 • Essen

Das gespaltene Land – Journalismus in Israel

70 Jahre Israel: militärisch und wirtschaftlich ist das Land stärker denn je. Aber das Land ist zerbrechlich. Die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen im Land entfernen sich immer weiter voneinander und die Regierung tut wenig dagegen. Die ultraorthodoxe Bevölkerung beeinflusst nicht nur das religiöse Leben, sondern auch zunehmend die Politik. Mit den Vorstellungen der säkularen Bevölkerung hat das wenig gemein. 

Die größte Schattenseite des erfolgreichen israelischen Staatsaufbaus ist die Vertreibung der Palästinenser. Und die Lösung des Konfliktes rückt in immer weitere Ferne. Israel hat die militärische Oberhand, aber ein Besatzungsregime ist weder eine demokratische noch eine dauerhafte Lösung.

Wie berichtet man als Journalist aus dem Pulverfass Naher-Osten? Darüber wollen wir mit Susanne Knaul sprechen. Sie lebt in Tel Aviv und schreibt für verschiedene Zeitungen über die Nah-Ost Thematik ohne dabei den Fokus auf die Menschen zu verlieren. Denn am Ende sind sie es, die für den unmöglichen Frieden zahlen.

Bücher für den Weihnachtsbaum
01.12.2018 • Essen

Bücher für den Weihnachtsbaum

Die Adventszeit beginnt. Die Tage werden kürzer, kälter, und locken uns zum Schmökern. Wir wollen mit Verstand lesen und laden Sie deswegen in unseren Essener Buchladen ein zu einer Präsentation; wir zeigen Ihnen die interessantesten Sachbücher des Herbstes. Passend als Geschenk für den Weihnachtsbaum oder zum Selberlesen.

Es geht am Samstag, den 1. Dezember, mit einem Adventskaffee um 16:00 Uhr los und dauert etwa zwei Stunden. Die Plätze sind begrenzt. Also melden Sie sich an.

Der Eintritt liegt bei 5 Euro. Dafür bekommen Sie Kaffee und Kakao umsonst.

Wenn Sie selbst Bücher vorstellen wollen, können Sie das gerne tun. Melden Sie sich einfach kurz mit einer Email an, in der Sie den Titel des Buches mitteilen: david.schraven (at) correctiv.org

Wir freuen uns auf Sie und die gemütliche Schmökerzeit!

Drogen des digitalen Zeitalters
11.12.2018 • Essen

Drogen des digitalen Zeitalters

Nie mehr Schlafen – Die Drogen des digitalen Zeitalters

Das Bedürfnis, durch Rauschmittel die eigenen Grenzen zu überschreiten, ist so alt wie die Menschheit. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts stehen wir nun an einem charakteristischen Wendepunkt, den Alexander Wendt unter großem persönlichem Einsatz erforscht hat. Leistungsdrogen, wie das leicht verfügbare Crystal Meth, erlauben es, Tage und Nächte durchzuarbeiten oder auch durchzufeiern. Allzeit präsent und wach, ein Traum, der heute mehr Anhänger findet als die bewusstseinserweiternden Trips der Vergangenheit. Der Autor folgt dem Stoff und berichtet aus Suchtkliniken, aus dem Blickwinkel von Drogenfahndern und Konsumenten, die er in der Subkultur der Städte ebenso findet wie in der normalen Arbeitswelt. Ein Blick in die Ideenwerkstatt des Biohacking lässt ahnen, wohin die Reise weitergeht – brave new world.

Alexander Wendt begibt sich auf eine Recherchereise durch die Welt der Drogen. Wir wollen mit ihm über seine Reise und seine Erkenntnisse sprechen. Kommt vorbei und diskutiert mit!