Opioide sind hochwirksame Schmerzmittel, die vor allem in der Krebsbehandlung eingesetzt werden. Im Unterschied zu natürlichen Opioiden wie Morphin oder Codein, die aus dem Milchsaft des Schlafmohns stammen, werden synthetische Opioide chemisch im Labor hergestellt. Dazu zählen etwa Methadon, Tramadol, Fentanyl, Nitazene oder Tilidin. Sie sind viel potenter als natürliche Opioide. Zum Vergleich: Morphin gilt als Referenzwert mit dem Faktor 1, Fentanyl ist rund 100-mal, Nitazene sogar bis 120-mal stärker.¹ Daneben gibt es halbsynthetische Opioide wie Heroin oder Oxycodon.
In unserer Recherche geht es nicht um alle synthetischen Drogen, sondern vor allem um opioidhaltige Schmerzmittel und Benzodiazepine. Benzodiazepine gehören zu einer anderen Gruppe psychoaktiver Substanzen – sie sind keine Opioide, gehören aber ebenfalls zur Gruppe der Downer, weil sie auf das zentrale Nervensystem dämpfend und beruhigend wirken.