In einer Pilotrecherche in Luzern erproben das gemeinnützige Medienhaus CORRECTIV.Schweiz und die Hochschule Luzern mit dem Medienpartner Zentralplus einen AR-gestützten Journalismus mit der Bevölkerung, der durch das Zusammenspiel einer digitalen Beteiligungsplattform, dem CrowdNewsroom, und dem Einsatz von Augmented Reality entsteht. Unser Ziel: die Voraussetzungen zur Mitgestaltung der eigenen Heimatstadt massgeblich zu verbessern. Die Recherche wird unterstützt durch die Gebert Rüf Stiftung.
Zum Auftakt gingen wir dahin, wo die Menschen die Barrieren erleben: Im Rahmen eines PopUps auf dem Löwenplatz konnten Betroffene auf niedrigschwellige Art und Weise mitteilen, wo sie in Luzern Barrieren erfahren: auf einem interaktiven Datentisch, handschriftlich an speziellen Plexiglaswänden, auf dem eigenen Mobiltelefon oder einfach im Gespräch. Auf der digitalen Karte des CrowdNewsrooms sind diese Barrieren für jeden und jede abrufbar.
Unter jenen, denen das Leben durch unsichtbare Barrieren besonders erschwert wird, sind Menschen mit Sehbehinderung, Personen im Rollstuhl, ältere, hochsensible und autistische Personen. Sie haben uns beim Spazieren erzählt, wo sie Barrieren im Alltag vorfinden.
Im Rahmen der Recherche haben wir ausserdem mit verschiedenen Interessensorganisationen und NGOs gesprochen. Darunter sind Access for all, Pro Infirmis, Inclusion Handicap, Procap Zentralschweiz, der Schweizerische Blinden- und Sehbehindertenverband (SBV), Autismus Schweiz, Cerebral Zentralschweiz, Hindernisfrei Bauen Luzern, Reporter:innen ohne Barrieren und viele weitere. Wir danken den Betroffenen ausdrücklich für Ihre aktive Mitwirkung!