RECHERCHE IM LOKALJOURNALISMUS

CORRECTIV.Lokal
Workshops

Werde Mitglied von CORRECTIV.Lokal und lerne jeden Monat kostenlos etwas Neues über Recherchen im Lokaljournalismus.

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Wir bieten in Kooperation mit der Alfred Toepfer Stiftung regelmäßig kostenlose Workshops für alle Mitglieder im Netzwerk CORRECTIV.Lokal an. Mit diesen Weiterbildungen wollen wir Recherchen stärken und Teamarbeit fördern. Bei manchen Themen bieten wir wenige Wochen nach der Fortbildung eine Vertiefung in kleineren Gruppen an. Das kann ein Austausch unter Teilnehmenden oder ein weiterer thematischer Input sein. Die Themen sind vielfältig und gliedern sich in vier Bereiche:

1. Journalistisches Handwerk
2. Tools und Fokusthemen
3. Empowerment
4. Innovation im Lokaljournalismus

Lokaljournalistinnen und -journalisten, die sich im Netzwerk CORRECTIV.Lokal anmelden, können kostenlos an diesen Workshops teilnehmen. Die Workshops werden aufgenommen und stehen weiterhin zur Verfügung. Du profitierst automatisch von weiteren Vorteilen des Netzwerks. Das geht ganz einfach

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Nehme über den Zoom-Link an den einzelnen Workshops teil.

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die Nächsten workshops

Konstantina Vassiliou-Enz Freitag, 28.01.2022, 11-12 Uhr

Diskriminierungssensible Berichterstattung ist keine Geheimwissenschaft, sondern Teil des Jobs. Es gehört zum journalistischen Handwerkszeug, zu schreiben, ohne andere Menschen abzuwerten, frische Themen und Blickwinkel zu finden, sich nicht von Klischees leiten zu lassen und Geschichten aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen. Im Workshop erklärt Konstantina Vassiliou-Enz, warum viele Journalist*innen trotzdem zu oft in die gleichen Fallen tappen und wie sich das verhindern lässt.

Konstantina Vassiliou-Enz hat 25 Jahre lang Rundfunkjournalismus gemacht, befasst sich seit den 00er-Jahren mit Rassismus und Diskriminierung in den Medien und trainiert seither Journalist*innen. Sie war zehn Jahre lang Geschäftsführerin der Neuen deutschen Medienmacher*innen, hat das erste Diversity-Handbuch für hiesige Medienbetriebe geschrieben, „Wie deutsche Medien mehr Vielfalt schaffen“, und vor ein paar Tagen mit Kolleg*innen das „diversity kartell“ gegründet.

Thorsten Feldmann, Montag 14.02.2022, 11 Uhr

Im Netzwerk von CORRECTIV.Lokal gibt es immer wieder Berichte von Presseanfragen, die nicht vom Objekt einer Berichterstattung beantwortet werden, sondern von einer Kanzlei. Teilweise werden in den juristischen Schreiben Drohkulissen aufgebaut. Womöglich macht die Gegenseite Auflagen, die journalistisch unannehmbar sind. Und es stellen sich
Fragen: Wie kann ich darauf reagieren? Welche Inhalte aus einem solchen Schreiben muss ich auf jeden Fall beachten? Was kann ich zitieren? Und sollte ich bei meiner nächsten Recherche etwas anders machen?

In diesem Workshop werden wir besprechen, was im Vorfeld einer Veröffentlichung, insbesondere bei einer Konfrontation zu beachten ist, um Fehler zu vermeiden und der journalistischen Sorgfaltspflicht nachzukommen. Es wird um die Fragen gehen, die in einer Konfrontation gestellt werden müssen und eine Einordnung der Antworten, die Kanzleien versenden, wenn sie Formulierungen wie „Presserechtliche Unterweisung“ verwenden oder „Dieses Schreiben ist nicht zur Veröffentlichung gedacht“ schreiben. Außerdem soll es um Verschwiegenheitsvereinbarungen und Autorisierungsabreden gehen.

Thorsten Feldmann ist Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht und seit
2001 Partner der Berliner Kanzlei JBB Rechtsanwälte (www.jbb.de).
Studium in Saarbrücken, Köln und Los Angeles (LL.M. 1996), Referendariat in Berlin und New York. Er berät und vertritt sowohl klassische Presseverlage, öffentliche Rundfunkanstalten und Medienunternehmen als auch Recherchenetzwerke und Mediendienste, zum Beispiel CORRECTIV, Übermedien, netzpolitik.org, den Wikimedia Deutschland e.V. oder den SPIEGEL.

Friederike Engst Freitag, 19.11.2021, 11 Uhr

Journalismus bietet ein vielfältiges und sinnstiftendes Tätigkeitsfeld, welches gleichzeitig mit zahlreichen Heraus- und Anforderungen verbunden ist. Viele Faktoren beeinflussen die psychische Gesundheit von Journalistinnen und Journalisten: die Arbeit mit traumatisierten Betroffenen, die Konfrontation mit bedrohlichen Situationen oder die Verletzung eigener Werte (moral injury). Und auch Anfeindungen, Online-Hetze sowie einer Stimmung, in der das Misstrauen gegenüber Journalismus zunimmt.
Welche Belastungen können dadurch entstehen, und vor allem, wie können wir dabei gesund bleiben und uns schützen?
Der Workshop möchte für diese Themen sensibilisieren, den Austausch anregen, kleine Übungen zur Selbstwahrnehmung und -regulation vorstellen und Impulse geben für den Umgang mit kritischen Situationen, zum Beispiel wenn uns Erlebtes nicht loslässt, bei eigener Hilflosigkeit, sozialer Ermüdung, bei Abwertung, Grenzüberschreitungen oder Überlastung.

Friederike Engst ist Diplom-Psychologin und Verhaltens- und Kommunikationstrainerin. Sie gibt seit 2005 Seminare und Workshops für verschiedene Zielgruppen. Mit der Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin, Schwerpunkt Verhaltenstherapie sowie Spezielle Psychotraumatherapie, und ihrer beruflichen Tätigkeit in einer psychosomatischen Klinik für Menschen mit Trauma- und Traumafolgestörungen spezialisierte sie sich auch auf den Themenbereich Journalismus. Seit 2018 arbeitet sie dabei mit dem Dart Centre Europe für Journalismus und Trauma zusammen. Darüber hinaus unterstützt sie Journalistinnen und Journalisten mit einem niedrigschwelligen und kurzfristigen Kriseninterventions- und Beratungsangebot i.S. einer psychologischen Ersten Hilfe sowie bei Überlastung und Erschöpfungserleben.

Daniel Drepper Freitag, 29.10.2021, 11 Uhr

In diesem Workshop erklärt Daniel Drepper die Grundlagen der investigativen Recherche: Wie finde ich Geschichten? Wie spreche ich potentielle Quellen an? Wie stoße ich auf Dokumente? Wie behalte ich den Fokus? Der Workshop ist ein Überblick und soll die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit konkreten Beispielen auf neue Ideen für ihre eigene Arbeit bringen.

Daniel Drepper ist Chefredakteur von Ippen Investigativ, dem Rechercheteam der Ippen-Mediengruppe. Er leitet dort ein vierköpfiges Team, das unter anderem bei BuzzFeed News Deutschland, in der Frankfurter Rundschau, im Münchner Merkur oder in der Hessisch Niedersächsischen Allgemeinen veröffentlicht. Zuvor war er Chefredakteur von BuzzFeed Deutschland und davor Mitgründer von Correctiv. Er hat investigativen Journalismus an der Columbia Journalism School studiert und in Dortmund ein Journalistik-Diplom gemacht. Für seine Arbeit ist er unter anderem mit dem Reporterpreis, dem Wächterpreis und als Chefredakteur des Jahres ausgezeichnet worden.

Arne Semsrott Donnerstag, 16.09.2021, 17 Uhr

IFG, UIG, VIG, AIG, LIFG, 1049/2001 – wer Anfragen nach den Informationsfreiheitsgesetzen an deutsche und EU-Behörden stellen möchte, wird zunächst mit einem Wust an Abkürzungen konfrontiert. Dahinter verbergen sich allerdings ungehobene Aktenschätze. Hier erhältst Du eine Einführung in die wichtigsten Auskunftsgesetze in Deutschland und der EU und erfährst, wie sie effizient eingesetzt werden können. Wir gehen auf die wichtigsten Regelungen ein, geben einen Überblick über erfolgreiche IFG-Verfahren und -Klagen und diskutieren, welche Möglichkeiten der transparenten Recherche das IFG zusätzlich zum Presserecht bietet – und wie FragDenStaat dabei zusätzlich helfen kann.

Arne Semsrott ist bei der Open Knowledge Foundation Projektleiter des Portals FragDenStaat.de und beschäftigt sich mit Informationsfreiheit. Er ist Politikwissenschaftler, arbeitet als freier Journalist und engagiert sich in weiteren NGOs zu Themen wie Transparenz und Lobbyismus, unter anderem als ehrenamtlicher Vorstand von LobbyControl und im Beirat des Whistleblower-Netzwerks.

Pascale Müller, Donnerstag 19.08.2021, 11-13 Uhr

Der Workshop soll Teilnehmende befähigen, grundlegende Regeln von Sicherheitsplanung in der journalistischen Recherche und Arbeit anzuwenden mit dem Ziel, sich selbst sowie Quellen besser zu schützen. Ein zentrales Werkzeug hierbei ist das Threat Modelling und das Erstellen eines Risk Assessment. Hiermit können Reporterinnen und Reportern universell arbeiten – unabhängig von ihrem Auftrag, ihrer Identität, ihrem Aufenthaltsort und ihren Ressourcen.

Es ist in diesem Sinne ein Workshop der Selbstermächtigung über die eigene Sicherheit und die Sicherheit der eigenen Quellen. Im deutschsprachigen Raum existieren Sicherheitstrainings fast ausschließlich im Sinne von HEFAT-Trainings, die Journalistinnen und Journalisten vor allem auf die Arbeit in Kriegs- und Krisengebieten vorbereiten.

Dabei wird außer Acht gelassen, dass sicherheitsrelevante Themen zahlreiche Aspekte journalistischen Arbeitens berühren: Berichterstattung von Demonstrationen, Berichterstattung über Gewalt jeglicher Art, über sexualisierte Gewalt, Missbrauch, Rechtsextremismus, Organisierte Kriminalität und Berichterstattung über Hacking und Hass im Netz.

Pascale Müller ist freie Investigativjournalistin und Teil des Selbstlaut-Kollektivs. Sie recherchiert vor allem zu Arbeitsausbeutung, sexualisierter Gewalt und anderen Formen des Machtmissbrauchs. Außerdem gibt sie Workshops zu investigativer Recherche, Sicherheit und journalistischem Umgang mit Trauma.

Gabriela Keller und Marcus Bensmann, Donnerstag, 08.07.2021, 11 Uhr

Wie man Quellen identifiziert, für sich gewinnt und möglichst nicht auffliegen lässt.

Ob in einer Partei, einem Unternehmen oder einer Psychosekte – immer gibt es Personen, die über Informationen und Unterlagen verfügen. Die Arbeit mit Informanten und Informantinnen ist daher ein zentrales Element des investigativen Journalismus. Nur wie erschließt man Quellen in Milieus, die uns misstrauisch oder feindselig begegnen? Was motiviert Whistleblower? Und wie schafft man Vertrauen, ohne die notwendige Distanz zu verlieren? In diesem Workshop teilen Marcus Bensmann und Gabriela Keller ihre Erfahrungen.

Wir haben diesen Workshop aufgenommen und stellen ihn als Online-Weiterbildung kostenlos auf der Reporterfabrik zur Verfügung (Direkt zum Kurs).

Marcus Bensmann berichtete 20 Jahre lang aus Zentralasien. Seine Themen: Machtmissbrauch und Korruption, sowie die Zusammenarbeit der Bundesregierung und der EU mit den Despoten. Seit 2014 deckt er von CORRECTIV aus finstere Machenschaften auf. Er hat unter anderem zum Abschuss des Flugs MH-17, AfD-Finanzierung und gepanschte Krebsmittel aus der Alten Apotheke recherchiert. Ob in Zentralasien oder Bottrop: Bensmann geht vor Ort. Er nimmt sich Zeit, redet mit den Menschen, hört zu, findet Quellen und Zeugen und öffnet einen anderen Blick.

Gabriela Keller hat als freie Korrespondentin mehrere Jahre aus dem Libanon und Syrien über den Nahen Osten für die Financial Times Deutschland, NZZ oder Spiegel Online berichtet. Von 2012 bis 2017 war sie bei der taz und deckte unter anderem einen Missbrauchsskandal an einer Darmstädter Schule auf. Bei der Berliner Zeitung hat Keller zuletzt mehrere aufsehenerregende Recherchen zu dubiosen Firmengeflechten im Berliner Immobilienmarkt geführt. Für CORRECTIV recherchiert sie als Investigativ-Reporterin zu den Schwerpunkten soziale Ungerechtigkeit, Lobbyismus und Klimawandel.

Uschi Jonas Donnerstag, 24.6.2021, 16:30 Uhr

Fake News, Desinformation, Falschinformation oder Verschwörungsmythen? In diesem Workshop lernst du, die Unterschiede zu erkennen und Informationen richtig einzuordnen. Uschi Jonas zeigt dir auch, warum Desinformation so problematisch ist und wie das CORRECTIV.Faktencheck-Team recherchiert und arbeitet.
Du erfährst, was du als Lokaljournalistin oder -journalist gegen Desinformationen tun kannst und lernst anhand von Praxisbeispielen ganz konkret den Rechercheweg für Faktenchecks rund um die Bundestagswahl.

Wir haben diesen Workshop aufgenommen und stellen ihn als Online-Weiterbildung kostenlos auf der Reporterfabrik zur Verfügung (Direkt zum Kurs).

Uschi Jonas ist seit Juni 2020 Faktencheckerin bei CORRECTIV. Davor Volontärin bei FOCUS Online im Lokalressort, Social-Media- und Konstruktiv-Redakteurin bei der HuffPost Deutschland und Konstruktiv-Redakteurin bei FOCUS Online. Meine Schwerpunktthemen: Klima, Nachhaltigkeit, konstruktiver Journalismus, Desinformation.

Niklas Jordan Donnerstag, 27.05.2021, 13 Uhr

Satellitenbilder sind mächtige Werkzeuge zur Entdeckung und Analyse unserer Umwelt. Es gibt ein großes Potenzial für (Lokal)Journalistinnen und Journalisten, diese Daten stärker zu nutzen. Sie können beispielsweise beim Monitoring von Extremwetterereignissen (wie Dürren), Waldbränden, Überschwemmungen, landschaftlichen bzw. landwirtschaftlichen Veränderungen oder auch Bauarbeiten helfen. Im Workshop lernst du, neben theoretischen Grundlagen, vor allem anhand praktischer Beispiele, wie du im Alltag diese Daten finden, verstehen und auswerten kann.

Wir haben diesen Workshop aufgenommen und stellen ihn als Online-Weiterbildung kostenlos auf der Reporterfabrik zur Verfügung (Direkt zum Kurs).

Niklas Jordan spricht und schreibt darüber, wie Technologien eingesetzt werden können, um planetare und gesellschaftliche Veränderungen zu verstehen. Mit OpenSpaceData.org entwickelt er ein digitales Werkzeug, dessen Ziel es ist, eine Suche bereitzustellen, die das Finden und Nutzen von Satellitendaten für alle – unabhängig von technischen und fachlichen Kenntnissen – erleichtert.

Frederik Richter Donnerstag, 29.04.2021

Der Workshop führt in die Grundzüge einer Bilanz ein und gibt Tipps, wie sich Lokaljournalistinnen- und journalisten auf Pressekonferenzen so vorbereiten können, dass sie die PR von Konzernen vor Ort durchschauen.

Wir haben diesen Workshop aufgenommen und stellen ihn als Online-Weiterbildung kostenlos auf der Reporterfabrik zur Verfügung (Direkt zum Kurs).

Frederik Richter ist Managing Editor bei CORRECTIV. Seine Themenschwerpunkte sind: Korruption, Betrug, Organisierte Kriminalität.Vor seinem Einstieg bei CORRECTIV 2015 hat Frederik zehn Jahre im Nahen Osten und  Südostasien als Korrespondent der Nachrichtenagentur Reuters und als freier Journalist gearbeitet. In Bahrain deckte er einen Bankenskandal auf und berichtete über den arabischen Frühling.

vergangene workshops

CORRECTIV.Lokal ist ein landesweites Netzwerk von Lokaljournalistinnen und -journalisten, die gemeinsam tiefere Recherchen im Lokalen ermöglichen.
Wir recherchieren zusammen Themen, die eine nationale Bedeutung haben und gleichzeitig vor Ort relevant sind.

Hast du Fragen?
Für alle Fragen ist Pia Siber deine Ansprechpartnerin. Pia ist Engagement Reporterin bei CORRECTIV.Lokal.

Kontakt
Mail: pia.siber(at)correctiv.org