CORRECTIV.Sunlight – der Kandidierenden-Check

Mit dem Kandidierenden-Check schaffen wir Transparenz in der Politik und informieren Wählerinnen und Wähler.

Einleitung

Wählerinnen und Wähler sollten wissen, wen sie wählen und ob es stimmt, was Kandidierende über sich selbst behaupten. Dafür gibt es bei uns einen Check zum Lebenslauf, über politische Äußerungen, aber auch mögliche Interessenkonflikte bei denen, die in Parlamente wollen. CORRECTIV.Sunlight arbeitet mit lokalen Medienpartnern zusammen, um Wählerinnen und Wähler dort zu erreichen, wo die Kandidierenden antreten.

Sunlight-Recherchen

Fotocollage auf der der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und die Spitzenkandidaten Cem Özdemir (Grüne) und Manuel Hagel (CDU) neben den Firmenlogos von Mercedes, Porsche und Bosch zu sehen sind. Collage: Ivo Mayr / CORRECTIV, Quelle: picture alliance
Lobbyismus

Grün-Schwarz und die Autolobby

Wie Grün-Schwarz in Baden-Württemberg das Verbrenner-Aus torpediert hat – Jobs bleiben ungesichert, Klimaziele geraten in Gefahr.05.03.26

Neue Rechte

AfD und Iran: Irrungen, Wirrungen – und der völkische Kern

Die Parteispitze will die Nahost-Debatte für völkische Botschaften nutzen – und erntet Kritik aus den eigenen Reihen. Nicht zum ersten Mal.04.03.26

AfD-Fraktion auf ihren Plätzen im Bundestag.
AfD

Filz-Achse Bayern-Berlin: AfD-Mann Tobias Peterka beschäftigt Frau von Parteikollegen

Die Frau des Berliner Abgeordneten Hugh Bronson arbeitet nach CORRECTIV-Recherchen für den Bundestagsabgeordneten Tobias Peterka aus Bayern.27.02.26

Die Eckpunkte des neuen Gebäzdemodernisierungsgesetzes stellten Jens Spahn, Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, (mittig) Alexander Hoffmann parlamentarischer Geschäftsführer der CSU, (rechts) und Matthias Miersch, Fraktionsvorsitzender der SPD, (links) am Dienstagabend vor. (Foto: picture alliance/dpa | Christophe Gateau)
Klimawandel

Heizungsreform 2026: Regierungsaussagen im Check

CORRECTIV ordnet irreführende Aussagen zum Gebäudemodernisierungsgesetz – dem früheren „Heizungsgesetz“ – ein.27.02.26

Collage mit AfD-Abgeordneten und Netzwerkpunkten, die die Vetternwirtschaft in der AfD illustrieren. Collage: Ivo Mayr / CORRECTIV, Quelle: picture alliance
Filz-Affäre

„Family and Friends“: Tracker zur Vetternwirtschaft bei der AfD

Die AfD sieht sich in der Affäre um Vetternwirtschaft vielen Vorwürfen ausgesetzt – alle Filz-Fälle und die wichtigsten Personen in der Übersicht.27.02.26

AfD-Co-Chefs Alice Weidel und Tino Chrupalla stehen an Rednerpulten.
Vetternwirtschaft

Filz und Flügelkampf: Die Personal-Affäre verschärft den Machtkampf in der AfD

Die Verwandtschaftsaffäre erschüttert die AfD – und das völkische Lager nutzt die Skandale, um interne Machtverhältnisse zu verschieben.24.02.26

AfD

„Der wird erschossen“: Verfahren gegen AfD-Politiker wegen Tötungsfantasien gegen Linke eingestellt

Ein AfD-Mitglied und Soldat äußerte in Bayern öffentlich Tötungsfantasien gegen Linksextreme. Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen ein.24.02.26

Markus Frohnmaier mit Deutschland- und Russlandfahne als Anstecker am Anzug, 2018
Kandidierenden-Check

AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier: Zwischen Moskau und MAGA

Markus Frohnmaier, Spitzenkandidat der AfD in Baden-Württemberg, schillert zwischen Russland-Kontakten und MAGA-Begeisterung. Seine Frau arbeitet für einen AfD-Abgeordneten, zeigen CORRECTIV-Recherchen.13.02.26

AfD-Co-Chef Tino Chrupalla sagte noch in der Talkshow von Caren Miosga, er habe ein „Störgefühl“ bei Vetternwirtschaft. In einem Bürgerbüro in Sachsen beschäftigt er aber selbst eine Partinerin eines sächsischen Landtagsabgeordneten. picture alliance / HMB Media | Uwe Koch
Neue Rechte

„Störgefühl“: Skandal der Vetternwirtschaft weitet sich auf AfD-Spitze aus

AfD-Co-Chef Tino Chrupalla beschäftigt in seinen Wahlkreisbüros die Ehefrau eines Landtagsabgeordneten. Erst kürzlich hatte er das Über-Kreuz-Anstellen von Verwandten kritisiert.12.02.26

Blick in den Landtag Sachsen-Anhalt. Der Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, lehnt auf seinem Schreibtisch und spricht mit seinen Fraktionskollegen.
Neue Rechte

Das System Siegmund: Die Vetternwirtschaft in der AfD Sachsen-Anhalt

Mehrere AfD-Abgeordnete beschäftigen Verwandte und Partner von Parteikollegen als Mitarbeiter. Der Landtag Sachsen-Anhalt prüft den Vorgang nun auch auf möglichen Missbrauch von Steuergeld.06.02.26

Der Rechtsextremist Martin Sellner und die AfD-Landtagsabgeordnete Lena Kotré sitzen auf einer Bühne und reden.
Neue Rechte

Sellner und Kotré: Vortragsabend zu verfassungsfeindlichen Ideen

Die AfD-Frau Lena Kotré hat trotz großem Protest, auch aus der eigenen Partei, mit dem Rechtsextremisten Martin Sellner diskutiert. Was sie besprochen haben – eine Einordnung.23.01.26

Ein Überblick über die Fraktion der AfD im Bundestag, zu sehen sind einzelne Abgeordnete auf Sitzbänken.
Neue Rechte

„Schwurblerin“ und „Identitärer“: Welche AfD-Mitarbeiter nicht mehr in den Bundestag dürfen

Sieben AfD-Mitarbeiter fallen durch die Sicherheitsprüfung im Bundestag. CORRECTIV zeigt ihre Hintergründe und was Julia Klöckner nun plant.19.01.26

Sunlight-Kooperationen

CORRECTIV.Sunlight arbeitet gemeinsam mit lokalen und regionalen Medien, um Wählerinnen und Wähler vor Ort zu erreichen, wo die politischen Kandidierenden antreten.

So könnt ihr selbst Kandidierende checken

Politikerinnen und Politiker beeinflussen unser Leben – doch wer sind sie wirklich? Welche Positionen vertreten sie und in welchen Netzwerken sind sie unterwegs?

Unsere Anleitung zum Kandidierenden-Check zeigt, wie ihr mit einfachen Tools Hintergründe recherchiert – von Google-Suchoperatoren über Social Media bis hin zu Reden und Parlamentsmaterialien.

Unser Ziel ist es, auch mithilfe von Bürgerinnen und Bürgern Informationen über Kandidierende zusammenzutragen und zu veröffentlichen. Dadurch helfen wir Wählerinnen und Wählern, eine informierte Entscheidung zu treffen, wen sie wählen.

Über das Projekt

CORRECTIV.Sunlight ist ein Projekt für standardisierte Checks zu Kandidierenden in der Politik. Das Konzept ist 2024 aus dem US-basierten Sunlight Research Project von der SEEK Initiative entwickelt worden und wird in Deutschland gemeinsam von CORRECTIV und SEEK aufgebaut. Ziel ist es, auch mithilfe von Bürgerinnen und Bürgern Informationen über Kandidierende zusammenzutragen und zu veröffentlichen. Dadurch helfen wir Wählerinnen und Wählern, eine informierte Entscheidung zu treffen, wen sie wählen. In den USA hat Sunlight mit dem Pilotprojekt schon Kandidierende enttarnt, die falsche Angaben über ihre Biografie gemacht oder Interessenkonflikte verschwiegen haben. CORRECTIV veröffentlicht relevante Recherchen dazu in Zusammenarbeit mit lokalen Medienpartnern, um Menschen in den Wahlkreisen zu erreichen, wo die Kandidierenden antreten.

Partner

Logo von CORRECTIV

Das gemeinwohlorientierte Medienhaus CORRECTIV hat sich seit 2014 zu einem führenden Medium im Investigativ-Journalismus, der Medienbildung und der Entwicklung von Medien-Technologie in Deutschland etabliert.

Die Seek Initiative unterstützt und schult Journalisten, Bürger und zivilgesellschaftliche Organisationen, um Veränderungen in ihren Gemeinschaften durch gemeindebasierte Untersuchungen im öffentlichen Interesse voranzutreiben.

Häufig gestellte Fragen

Im deutschen Parteiensystem passiert gerade ziemlich viel. Die AfD ist bei den jüngsten Wahlen stärker geworden und mit dem BSW ist eine neue Partei im Bundestag. Auch die anderen Parteien verändern ihre Profile. Inmitten dieser Dynamik werden vermutlich viele gänzlich unbekannte Kandidierende in den Bundestag einziehen; Abgeordnete, die vormals eher in zweiter Reihe standen, bekommen neue Posten und die Macht verschiebt sich. 

Umso wichtiger, dass wir jetzt ganz genau hinschauen, gerade bei denen, die gute Chancen auf einen Sitz im Bundestag haben. Wofür stehen die Kandidatinnen und Kandidaten? Gibt es Interessenkonflikte oder Unklarheiten in der Biografie? Und wer schielt nach rechts oder zu den Despoten dieser Welt? Mit diesen Fragen und noch mehr werden wir uns künftig bei CORRECTIV.Sunlight auseinandersetzen. Kurz: Mit allem, was Sie interessiert, damit Sie eine informierte Wahlentscheidung treffen können.

Bei einer Bundestagswahl treten tausende Kandidierende an. Bei der letzten Wahl 2021 waren es mehr als 6.000. Wir fokussieren uns mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen zunächst auf die relevantesten Personen: Wer ist neu? Wer ist besonders umstritten? Wer hat gute Chancen auf ein Mandat? Neben einzelnen Veröffentlichungen auf unserer Webseite oder in anderen Lokalmedien wollen wir das Projekt zunehmend ausbauen.

Wir beschränken uns auf Kandidierende, die eine realistische Chance auf einen Sitz im Bundestag haben. Ist die Person in der Vergangenheit mit polarisierenden Aussagen aufgefallen? Ist sie Teil eines umstrittenen Netzwerkes, bestehen Interessenskonflikte? Oder gibt es andere Auffälligkeiten in ihrer Biografie? Solche Fragen entscheiden darüber, ob wir uns eine Person genauer ansehen. 

Bei den Kandidierenden-Checks nutzen wir vor allem öffentlich zugängliche Informationen. Informationen aus dem Handelsregister, Äußerungen, Anfragen und Reden aus dem Bundestag, Positionen in Social-Media-Profilen. Zusätzlich führen wir Hintergrundgespräche.

Weitreichende Desinformation und sinkende Ressourcen in Redaktionen führen dazu, dass Kandidierende oft nicht tiefgehend überprüft werden können. CORRECTIV.Sunlight stärkt Lokalredaktionen, damit Wählerinnen und Wähler informiert ihre Wahlentscheidung treffen können. 

Dadurch, das Lokaljournalistinnen und -journalisten viel näher an den Kandidierenden in ihren jeweiligen Wahlkreisen dran sind, als wir es sein könnten, sind wir auch an Hinweise aus unserem Lokalnetzwerk angewiesen.

Das vordergründige Ziel ist, Wählerinnen und Wähler über die Kandidierenden Ihres Wahlkreises zu informieren. Bei überregionalem Interesse veröffentlicht CORRECTIV.Sunlight Rechercheergebnisse auch selbst. 

Transparenz ist eine Grundvoraussetzung für Vertrauen in politische Prozesse, und ohne fundierte Informationen wird das Vertrauen in Kandidierende und Institutionen weiter untergraben. CORRECTIV.Sunlight arbeitet überparteilich und mit öffentlich zugänglichen Informationen. Durch die Bereitstellung neutraler und faktenbasierter Informationen werden Wählerinnen und Wähler dabei unterstützt, fundierte Wahlentscheidungen zu treffen. Das Projekt zielt nicht darauf ab, Personen anzuprangern. 

Sie haben vertrauliche Informationen, die an die Öffentlichkeit gehören, oder wollen Sie uns einen anonymen Hinweis geben, dem wir nachgehen sollen? Nutzen Sie unseren anonymen Briefkasten.