Der Pakt mit der Chemiebranche
Zehntausende unbekannte, teils giftige Chemikalien treiben im Rhein. Warum darf die Industrie sie ungehindert einleiten? Ein Topmanager eines Großkonzerns enthüllt, wie die Industrie Politiker steuert.

Senior Reporterin Klima, Wirtschaft und Finanzen
Recherche – Redaktion & Lokal
Gesa arbeitet als investigative Reporterin zu den Themen Klima, Wirtschaft und Finanzen. Sie koordiniert außerdem die Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen CORRECTIV.Klima und dem CORRECTIV Lokalnetzwerk.
Ihr Volontariat absolvierte sie an der Evangelischen Journalistenschule in Berlin. Nach ihrer Ausbildung war sie mehrere Jahre als Reporterin für die taz am Wochenende tätig, bevor sie für ein Jahr in den Lokaljournalismus nach Brandenburg wechselte. Für ihre Texte und Recherchen wurde sie mehrfach für renommierte Journalistenpreise nominiert, darunter der Deutsche Journalistenpreis, der Deutsche Reporterpreis und der Ernst-Schneider-Preis. 2020 erhielt sie den Nachwuchspreis „Grüne Reportage“ des VDAJ.
Gesa ist Alumna des Oxford Climate Journalism Network (OCJN) und war mehrfach Stipendiatin von Netzwerk Recherche und der Olin GmbH.
E-Mail: gesa.steeger(at)correctiv.org
Zehntausende unbekannte, teils giftige Chemikalien treiben im Rhein. Warum darf die Industrie sie ungehindert einleiten? Ein Topmanager eines Großkonzerns enthüllt, wie die Industrie Politiker steuert.
CORRECTIV-Recherchen zu unerforschten Stoffen im Rhein lassen an einem der größten Projekte vom Braunkohleriesen RWE zweifeln. Denn die geplanten Seen könnten mit potentiell gefährlichen Schadstoffen geflutet werden.
Der Rhein gilt heute wieder als sauber. Doch unsere Recherche entlarvt einen mysteriösen Chemiecocktail im längsten deutschen Fluss. Die Industrie darf massenweise völlig unbekannte Schadstoffe einleiten – still und potenziell gefährlich für die Gesundheit von Millionen.
Der Ausbau der Fernwärme stockt. Energieverbände wollen nun Erleichterungen – auf Kosten von Mieterinnen und Mietern. Zusammen mit Immobilienverbänden lobbyieren sie massiv in Berlin, wie diese Recherche zeigt.
Die Bundesregierung prüft derzeit ein Geschäft zwischen zwei internationalen Konzernen, bei dem Teile der deutschen Energieinfrastruktur verkauft werden sollen. Nach Informationen von CORRECTIV sind davon auch Anlagen der NATO und der zivilen Luftfahrt betroffen. Grüne im Bundestag fordern den sofortigen Stopp des Geschäfts.
Fluten reißen Häuser mit, Stürme decken Dächer ab – Extremwetter trifft Deutschland immer häufiger und vielerorts völlig ungeschützt. Welche Bundesländer und Kreise besonders betroffen sind und welche Ereignisse am zerstörerischsten waren, zeigt diese Datenauswertung.
Ein neues Gerichtsurteil stärkt die Position von Wärmekunden gegenüber Energieversorgern. CORRECTIV hatte bereits aufgedeckt, dass vermutlich Hunderttausende Menschen in Deutschland überhöhte Heizkosten zahlen. Jetzt fordert die Linksfraktion im Bundestag gesetzliche Änderungen. Der Deutsche Mieterbund drängt auf besseren Schutz für Mieterinnen und Mieter.
Die Trump-Regierung macht Druck auf Banken und Investoren, die ökologische und soziale Ziele verfolgen. Auch in Deutschland weichen Finanzfirmen von ihren freiwilligen Verpflichtungen zurück. ESG – lange Zeit der große Hype auf dem Finanzmarkt – verliert an Bedeutung.
Ernten vertrocknen, Kleingärtner sollen weniger gießen und Bürgerinnen und Bürger Wasser sparen – doch Unternehmen dürfen weiter pumpen. Nach einer CORRECTIV-Umfrage lassen die Bundesländer ihre Kohle-, Chemie- und Pharmakonzerne ungehindert Wasser nutzen.
Fondsanbieter in Deutschland mussten bei Hunderten vermeintlich „grünen“ Fonds und ETFs Begriffe wie „Klima“ oder „nachhaltig“ aus dem Namen streichen – weil die Geldanlagen oft nicht hielten, was die Titel versprachen. Insgesamt sind mindestens 150 Milliarden Euro betroffen, wie eine gemeinsame Recherche von CORRECTIV und Finanztip zeigt.
Die neue Koalition will Treibhausgase im Meeresboden lagern. Doch nach Recherchen von WDR und CORRECTIV bestehen erhebliche Risiken bei dem größten deutschen CCS-Vorzeigeprojekt zwischen Köln und der Nordsee: Es könnten gefährliche Gase aus der zukünftigen Pipeline entweichen.
Auf Meta-Plattformen schalten Politiker und Parteien im derzeitigen Bundestagswahlkampf billige Anzeigen, um Hass und eindeutige Falschinformationen zu verbreiten. Das ergibt eine Auswertung von CORRECTIV.