Rechtsextremismus

NSDAP-Datei: Unsere Datenquelle

Katapult und CORRECTIV haben über sechs Millionen NSDAP-Mitgliedsdaten von brownarchive.org aufbereitet, durchsuchbar nach Name, Geburtsdatum oder Geburtsort. Hier erfahren Sie mehr zu den Daten.

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Foto: privat Archiv, Bearbeitung: CORRECTIV

Wir haben die 5.443 Filmrollen des U.S. National Archives (NARA) im Suchindex hinterlegt. Das entspricht einer Abdeckung von rund 80 Prozent der rund zehn Millionen Deutschen, die der NSDAP bis 1945 beigetreten sind.

Die NSDAP-Mitgliederkartei wurde 1945 von US-Streitkräften beschlagnahmt und wird bis heute als Mikrofilm-Publikation A3340 im U.S. National Archives aufbewahrt. Die erhaltenen Aufnahmen sind heute vollständig digitalisiert und öffentlich zugänglich. Allerdings sind durch Kriegseinwirkungen und gezielte Vernichtung nicht alle Mitgliedskarten erhalten geblieben. Schätzungsweise 20 Prozent des Bestands gingen verloren. Das Fehlen eines Namens schließt eine Mitgliedschaft daher nicht aus. Zudem erfasst der Index ausschließlich die NSDAP-Kernkartei. Mitgliedschaften in SA, SS, HJ oder anderen NS-Organisationen sind nicht erfasst.

Die Nazi-Mitgliederkartei ist die zentrale Mitgliederdatei der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. Sie wurde von der Reichsschatzkanzlei der NSDAP in München geführt und enthält Karteikarten zu Millionen von Parteimitgliedern. Nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmten US-amerikanische Streitkräfte den Bestand und brachten ihn in die Vereinigten Staaten.

Weitere wichtige Archivbestände finden Sie hier:

Für die Forschung zu Nazi-Mitgiedschaften sind folgende Archive sehr wichtig:

Wenn Sie sich weiter mit der NS-Forschung und Genealogie auseinandersetzen wollen, empfehlen wir Ihnen folgende Archive.

Arolsen: Eines der größten Archive der Welt zu NS-Verfolgung, Zwangsarbeit und Holocaust. Die Datenbank enthält Millionen von Dokumenten zu Deportationen, Lageraufenthalten und Nachkriegsanfragen. Die Online-Suche ist kostenlos zugänglich.

Yad Vashem: Die zentrale Gedenkstätte und Forschungsbehörde zum Holocaust in Israel. Enthält die weltweit größte Namensdatenbank für Holocaust-Opfer. Gedenkblätter können kostenlos gesucht, gefunden und eingereicht werden.

USHMM: Das nationale Holocaust-Museum der USA in Washington, D.C. Bietet eine umfangreiche Online-Opferdatenbank, historische Dokumente und genealogische Ressourcen. Der Online-Zugang ist kostenlos; spezielle Reproduktionen können kostenpflichtig sein.

Bundesarchiv: Das zentrale staatliche Archiv Deutschlands für Dokumente des Dritten Reiches. Viele digitalisierte Bestände sind kostenlos über das Online-Findbuch einsehbar. Kopien und Spezialrecherchen können kostenpflichtig sein.

JewishGen: Die weltweit größte genealogische Plattform zu jüdischen Gemeinden und Familien. Enthält Datenbanken zu Gemeinden, Personennamen, Yizkor-Büchern und NS-Opfern. Grundfunktionen kostenlos; erweiterte Optionen im Premium-Bereich.

Haus der Deutschen Geschichte: Die Ausstellung „Nach Hitler. Die deutsche Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus“ beleuchtet die unterschiedlichen Blicke der Generationen auf die nationalsozialistische Herrschaft.