Deshalb ist das Thema so wichtig
Das Informationsfreiheitsgesetz gibt allen Bürgerinnen und Bürgern wie auch Journalistinnen und Journalisten das Recht, bei Bundesbehörden amtliche Informationen anzufragen – ohne begründen zu müssen, warum. Es ist ein zentrales Instrument demokratischer Kontrolle und schafft Transparenz dort, wo staatliches Handeln nachvollziehbar sein muss.
Schon heute kennt das Gesetz zahlreiche Ausnahmen. Persönliche Daten, Sicherheitsinteressen oder andere schutzwürdige Belange sind bereits umfassend abgesichert. Dennoch wurde am 02. Juli 2026 bekannt, dass die Bundesregierung plant, die Möglichkeiten, staatliche Informationen einzusehen, weiter einzuschränken. Das erschwert unabhängige Recherchen und schwächt die öffentliche Kontrolle politischen Handelns.
„Das ist eine katastrophale Fehlentscheidung. Gerade in den jetzigen politischen Zeiten – in denen eine Partei erstarkt, die der Verfassungsschutz in Teilen als gesichert rechtsextremistisch einstuft – muss die Demokratie doch wehrhafter gemacht werden. Stattdessen macht es diese Einschränkung den Journalistinnen und Journalisten deutlich schwerer, das Handeln von Politikern und Behörden kritisch zu begleiten.“
Anette Dowideit, Chefredakteurin
Viele Menschen fragen sich heute, ob politische Entscheidungen transparent, nachvollziehbar und im öffentlichen Interesse getroffen werden. Dieses Vertrauen lässt sich nicht durch weniger Einblick zurückgewinnen, sondern nur durch mehr Offenheit und Nachvollziehbarkeit.
Informationsfreiheit ist deshalb kein Privileg für Journalistinnen und Journalisten. Sie ist ein Recht aller Bürgerinnen und Bürger. Sie ermöglicht kritische Berichterstattung, stärkt die demokratische Kontrolle und schafft die Grundlage dafür, politische Entscheidungen informiert bewerten zu können.
Mit Ihrer Unterschrift unterstützen Sie unsere Forderung nach mehr Transparenz und stärken zugleich die Bedeutung einer freien Presse. Gemeinsam zeigen wir: Unsere Demokratie braucht mehr Offenheit – nicht weniger.