Im Rahmen des POP-Projekts, gefördert von der europäischen Kommission, haben CORRECTIV und die europäischen Partner untersucht, inwiefern ältere Menschen in ihrem Alltag Desinformation ausgesetzt sind und wie sie beim Umgang mit Desinformation in ihren Gemeinden unterstützt werden. Dabei zeigte sich auch, dass ältere Menschen bei der Medienbildung zu wenig Unterstützung erhalten: 15,7 Prozent der Befragten ab 55 Jahren hatten noch keine Medienkompetenz-Schulung. In ländlichen Regionen waren es sogar 30 Prozent.
Der Bericht steht allen Interessierten hier zur Verfügung.
Mission des Projekts
Aus den Ergebnissen leiten CORRECTIV und die europäischen Partner einen klaren Auftrag ab: Ältere Menschen in ländlichen Regionen dürfen mit den Herausforderungen einer komplexen und sich schnell verändernden Medienwelt nicht allein gelassen werden. Zugleich gibt es in allen Regionen Deutschlands zahlreiche engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich in Vereinen, Bildungseinrichtungen und anderen Initiativen für ihre Gemeinschaft und insbesondere für ältere Menschen einsetzen. Das POP-Projekt setzt genau dort an, auf der Ebene der Gemeinden. Das Projekt unterstützt engagierte Menschen dabei, Medienkompetenz in ihren Communities zu stärken und ergänzt ihre wichtige Arbeit vor Ort. Die Zusammenarbeit mit lokalen Akteurinnen und Akteuren ist für POP von zentraler Bedeutung.
POP Aktivitäten in 2027
Das POP-Projekt ist im März 2026 gestartet. POP, bestehend aus den Organisationen Fundacíon Maldita.es, Pagella Politica, Faktograf, Help Age und CORRECTIV, richtet sich an ältere Erwachsene im ländlichen Raum. Im Rahmen von Pop-up-Aktionswochen möchte das Projekt die Zielgruppe direkt vor Ort in ihren Gemeinden erreichen. In Workshops im Gameshow-Format vermittelt POP praxisnah Medienkompetenz und zeigt, wie sich Desinformation erkennen lässt. 2027 wird CORRECTIV die POP-Aktionswochen in Hamburg-Bergedorf, Ennepetal, Bottrop-Kirchhellen, Greifswald und Freiberg durchführen.
