Die Facebook-Nutzerin postete am 17. April einen Screenshot einer Textnachricht. Darin wird, untermauert von vielen wütenden und erbrechenden Emojis, behauptet: „Am Wochenende in Arnstadt wurde eine 14 Jährige so brutal vergewaltigt, dass man ihr die Gebärmutter rausnehmen musste“. Diese Informationen dürfe jedoch nicht an die Öffentlichkeit, um Aufstände wie in Chemnitz zu vermeiden. Es folgt die Bitte: „Verbreitet das bitte überall“. Der Screenshot wurde bisher mehr als 8600 Mal geteilt. Wir haben recherchiert, ob die Behauptung stimmt.

Der verbreitete Screenshot ist der Landespolizeiinspektion Gotha, die für Arnstadt zuständig ist, bereits bekannt. Auf unsere Presseanfrage teilte uns die Polizei mit: „Im Bereich der Landespolizeiinspektion Gotha ist keine derartige Straftat angezeigt worden.“ In dem Zuständigkeitsgebiet der Landespolizeiinspektion seien in den letzten zwei Wochen auch keine „ähnlich gelagerten“ Vorfälle angezeigt worden. Der Facebook-Post selbst liefert keine Belege für die Behauptung.

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