Fußballdoping

Fußball, Doping und Jogi Löw

Systematisches Anabolika-Doping beim VfB Stuttgart, eventuell auch beim SC Freiburg. Das will ein Historiker der Freiburger-Dopingkommission herausgefunden haben. In den vergangenen Wochen gab es viele Berichte zum Thema Doping im Fußball. Sogar Bundestrainer Joachim Löw äußerte sich am Samstag dazu. Wir finden: unzureichend. Deshalb haben wir aufgeschrieben, was Löw hätte sagen sollen, wäre er wirklich […]

von Daniel Drepper

y5b0565

Systematisches Anabolika-Doping beim VfB Stuttgart, eventuell auch beim SC Freiburg. Das will ein Historiker der Freiburger-Dopingkommission herausgefunden haben. In den vergangenen Wochen gab es viele Berichte zum Thema Doping im Fußball. Sogar Bundestrainer Joachim Löw äußerte sich am Samstag dazu. Wir finden: unzureichend. Deshalb haben wir aufgeschrieben, was Löw hätte sagen sollen, wäre er wirklich an Aufklärung interessiert.

Für Joachim Löw ist die Sache mit dem Doping einfach. „Im Flugzeug durfte man rauchen oder man durfte auch fahren ohne sich anzuschnallen“, sagte Löw am Samstag im aktuellen Sportstudioe des ZDF auf die Frage nach systematischem Doping im Fußball. Man habe halt ein anderes Bewusstsein gehabt. Löws Aussagen symbolisieren sehr gut den Umgang des Fußball mit der Thematik: Das ist alles lange her und meist waren es ohnehin Einzelfälle, die Kontrollen funktionieren, das Thema ist eigentlich gar keines.

Knapp fünf Minuten sprach der Bundestrainer im ZDF über Doping im Fußball und blieb erstaunlich vage. Löw hat selbst Mittel vom Freiburger Arzt Armin Klümper bekommen, er sollte Interesse an Aufklärung haben. Mit seinem Einfluss hätte er diese am Samstag anschieben können. Wir haben deshalb auf unserer Webseite fussballdoping.de aufgeschrieben, was Joachim Löw hätte antworten müssen, wäre er wirklich an Aufklärung interessiert. Die neuen Antworten sind keine Zitate, sondern von uns erfundene Antworten auf Basis von Fakten.

Auf fussballdoping.de gibt es immer wieder Infos zum Thema. Aktiv sind wir auch auf Twitter und Facebook – mit zahlreichen Links zu Berichten in anderen Medien und kleinen Zusatz-Infos. Und: Wir haben vor Kurzem zudem einen eigenen Newsletter zu Doping im Fußball eingerichtet, den Ihr auf fussballdoping.de abonnieren könnt.

Kein Bock mehr? Lass uns machen. Nachrichten können gerade das Gefühl vermitteln, dass ohnehin nichts mehr zu ändern ist. Doch Aufgeben hilft denen, die davon profitieren, wenn niemand mehr hinschaut, nachfragt oder widerspricht.

Wir bei CORRECTIV glauben an etwas anderes: Veränderung durch Aufklärung.

Deshalb recherchieren wir. Wir decken Missstände auf, prüfen Behauptungen, machen Netzwerke sichtbar und veröffentlichen, was andere lieber verborgen halten würden. Nicht, weil eine einzelne Recherche die Welt rettet. Sondern weil Veränderung damit beginnt, dass Menschen wissen, was passiert.

Weil aus Wissen Handlung entstehen kann.

CORRECTIV gehört weder Investoren noch Konzernen. Wir arbeiten gemeinwohlorientiert und finanzieren unsere Recherchen durch Spenden. Recherchen wie diese hier gibt es nur durch Menschen, die unabhängigen Journalismus möglich machen.

Wenn Sie nach diesem Artikel denken: Davon brauchen wir mehr – dann helfen Sie uns.

Ihre Spende ermöglicht unseren Journalistinnen und Journalisten, weiter zu recherchieren, nachzufragen und dranzubleiben – auch wenn eine Recherche Monate dauert, mächtige Interessen berührt oder unbequem wird.

Wir können nicht vorhersagen, was als Nächstes passiert. Aber wir können dafür sorgen, dass Menschen informiert sind, wenn es darauf ankommt.

Lassen Sie uns machen. Gemeinsam.