Die Webseite News for friends veröffentlichte am 17. Oktober einen Artikel mit der Überschrift: „2100 eingesperrte Kinder von US-Marines und Navy Seals aus DeepState-eigenen Untergrundbasen in Kalifornien befreit und gerettet!“ Dazu veröffentlichte sie Bilder von in Käfigen eingesperrten Frauen. Der Beitrag wurde bisher mehr als 1.200 Mal geteilt.
Wir haben die Behauptungen geprüft.

Über eine Google-Bilder-Rückwärtssuche gelangten wir zu einem Reddit-Thread über das Bild, unter dem Nutzer über die Authentizität der Meldung diskutierten. Dort schrieb ein Nutzer am 22. Oktober: „This is a damn Fake Picture and anyone can find it. it’s from the damn movie ‘Pawn Shop Chronicles – 2013’ […]“. Tatsächlich finden sich im Netz mehrere Aufnahmen aus dem Film „Pawn Shop Chronicles – 2013“, die zu den von News for friends verbreiteten Bildern passen. Unter anderem hier, hier und hier.
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Als weiterer vermeintlicher Beleg wird im Artikeltext neben den Bildern eine Großübung von „von Marines und Navy Forces in Kalifornien“ genannt, in deren Verlauf die 2.100 Kinder aus der „Gefangenschaft in unterirdischen Bunkern“ befreit worden seien. Richtig ist: Laut der offiziellen Webseite der US-Marines gibt es eine Großübung, die jedoch erst Anfang November beginnen wird und nichts mit der Befreiung von Kindern zu tun hat. Die US-Marines beschreiben die Übung als „Kriegsspiel“ mehrerer Regimente.

Vielleicht kennen Sie das. Die AfD scheint schier unaufhaltsam. Genauso wie der Rechtsruck in ganz Europa. Dazu kommt: Die Situation zuletzt in Ceuta, Krieg im Iran, Frieden ist in der Ukraine noch lange nicht in Sicht und gerade erst haben wir einen Sommer mit einem Rekord an Hitzetoten in Deutschland hinter uns. Von den unfassbaren Waldbränden in Europa will ich gar nicht erst anfangen.
Manchmal möchte man da schon den Kopf in den Sand stecken. Noch eine Krise. Noch eine schlechte Nachricht. Noch eine Debatte, bei der man sich fragt: Wo soll das alles hinführen? Ich glaube, ich spreche für viele, wenn ich sage: An vielen Tagen hat man einfach keinen Bock mehr. Vielleicht kennen auch Sie das Gefühl. Damit sind Sie nicht allein!
Wir von CORRECTIV wollen uns diesem Gefühl nicht länger hingeben. Denn so kann es nicht weitergehen. Deshalb haben wir uns eine neue Aktion ausgedacht und wir glauben, es ist genau das, was wir jetzt brauchen: Gemeinsam mit Ihnen wollen wir 42.000 Mutmeter gehen.
Mutmeter bedeuten für uns: aktiv zu werden und gemeinsam etwas zu schaffen, auf das wir stolz sein können. Gemeinsam setzen wir ein demokratisches Ausrufezeichen in einer extremen Zeit. Wie bei einem Marathon geht es nicht darum, wer am schnellsten ist. Es geht darum, überhaupt loszugehen. Meter für Meter. Schritt für Schritt.

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