In eigener Sache

Medienkompetenz stärken in der Jugendfeuerwehr: Projekt „Brandherd Desinformation“ jetzt mit Material zur eigenständigen Umsetzung

Das Jahr 2025 war für viele junge Menschen geprägt von Veränderungen, politischen Turbulenzen, Krisen und Kriegen sowie den kritischen Diskussionen über die gesellschaftlichen Leistungs-Erwartungen an die jüngeren Generationen - von der Wehrpflicht bis zur Arbeitshaltung. Wenn so viel passiert – in der realen und digitalen Welt – entsteht ein Nährboden für Verunsicherung, Gerüchte und gezielt verbreitete Desinformation.

von CORRECTIV

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Deshalb startete Anfang 2025 das Projekt „Brandherd Desinformation“. Es zielt darauf ab, Jugendliche außerhalb der Schule für das Erkennen von Desinformation zu sensibilisieren, ihre Medien- und Quellenkompetenz und damit auch ihre Diskussionskompetenz zu stärken. Mit frischen Inhalten auf TikTok und Instagram sowie einer neu gestarteten Projektwebsite wird Medienkompetenz direkt in die Jugendarbeit gebracht und stärkt Jugendliche dort, wo Gemeinschaft, Vertrauen und Ehrenamt gelebt werden.

Die Reporterfabrik von CORRECTIV setzt das Projekt seit einem Jahr in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Jugendfeuerwehr (DJF) an bundesweit sechs Pilot-Standorten um. Die DJF ist dabei ein zentraler und unverzichtbarer Partner: Als bundesweit stark vernetzter Jugendverband mit über 372.000 Mitgliedern fördert die DJF junge Menschen vor Ort im ehrenamtlichen Engagement und schafft damit einen vertrauensvollen Rahmen für politische Bildung und Medienkompetenzförderung.

„Wir gehen mit dem Projekt dorthin, wo Jugendliche heute unterwegs sind – in den digitalen Raum – und vermitteln Medienkompetenz auf Augenhöhe“, betont Christian Patzelt, Bundesjugendleiter der DJF. „Social Media ist voller Fake-Content. Es gilt, Desinformation entgegenzuwirken und zugleich ehrenamtliches Engagement zu zeigen.“

Im Rahmen des Projekts fanden in den vergangenen Monaten Workshops an Feuerwehr-Standorten in Hamburg, Magdeburg, Bochum, Griesheim, Schauenburg-Hoof und Brandenburg statt. Ziel der Workshops war es, Jugendliche beim Erkennen von Fake News, Desinformation und KI-generierten Inhalten zu stärken, ihnen einen sicheren und reflektierten Umgang mit Social Media zu vermitteln und aufzuzeigen, wie sie soziale Netzwerke gezielt nutzen können, um die wichtige ehrenamtliche Arbeit der Jugendfeuerwehren sichtbarer zu machen.

Ergänzend zu den Workshops ist das Projekt auf TikTok und Instagram unter @brandherdesinfo aktiv. Dort werden Alltagsmythen aufgegriffen und eingeordnet, Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz erklärt und Mechanismen von Desinformation verständlich dargestellt – niedrigschwellig, faktenbasiert und zielgruppengerecht.

Diese und noch mehr Informationen rund um das Thema Desinformation sowie Einblicke in die Projektarbeit gibt es seit neuestem auf der neuen Projektwebseite. Sie richtet sich an Multiplikatorinnen und Interessierte und bietet zudem frei verfügbares Material zur eigenständigen Umsetzung von Medienkompetenz-Angeboten in der Jugendarbeit der Freiwilligen Feuerwehr und anderen ehrenamtlichen Organisationen.

Das Projekt „Brandherd Desinformation“ blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Für 2026 sind weitere Workshops und der Ausbau der digitalen Angebote geplant.

Das Projekt wird vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.