
Diese für Audio optimierte Kompaktfassung des täglichen Spotlight-Newsletters ist von einer KI-Stimme eingelesen und von Redakteuren erstellt und geprüft.
Liebe Leserinnen und Leser,
die Bundeswehr kauft kräftig ein – unter anderem: Kamikaze-Drohnen. Wir berichteten darüber (und über die anderen Einkaufspläne der Truppe) im Dezember ausführlich.
Aber wer sind die Firmen, die derzeit um die wichtigen Aufträge buhlen? Das hat sich unser Rüstungsreporter Till Eckert angeschaut – mehr dazu steht im Thema des Tages.
Gestern hatte ich Sie gefragt, was Sie von der Forderung des CDU-Wirtschaftsrates halten: Teilweise Abschaffung des gesetzlichen Rechts auf Teilzeit. Hier ein paar Stimmen:
„Ich empfinde den Plan, Teilzeitarbeit einzuschränken, als Bevormundung des Staates.“
Gabriele M.
„Ich muss, weil die Rente nicht reicht.“
Peter Sch.
„Wer hat das Recht zu beurteilen, ob mein Grund für Teilzeit berechtigt ist?“
Jeannette Sch.
„Ich arbeite auch in Teilzeit, da ich quasi den gesamten Haushalt allein wuppen muss. Mein Mann arbeitet 40,5 Std / Woche als Handwerker und ist abends nur noch kaputt. Wenn ich jetzt auch Vollzeit arbeiten gehe, habe ich diese Arbeit trotzdem und bin dann dauernd ausgebrannt und krank.“
Claudia St.
„Teilzeit ist auch eine Möglichkeit, seine Arbeitskraft so einzuteilen, dass sie auch bis zum Renteneintritt langt.“
Reinhold H.
„Die CDU kritisiert laufend die Arbeitnehmerinnen, statt Strukturen und Bedingungen seitens der Arbeitgeber zu thematisieren.“
Luise Sch.
Ich danke Ihnen für die vielen Zuschriften! Wir bemühen uns, unter den vielen E-Mails immer wieder unterschiedliche Stimmen zu Wort kommen zu lassen.
Welche sind die Themen, die Sie momentan besonders umtreiben? Schreiben Sie mir: anette.dowideit@correctiv.org.
Thema des Tages: Wer sind die neuen Drohnen-Bauer?
Der Tag auf einen Blick: Das Wichtigste
Faktenforum: Führerschein-Verlängerung für Senioren? Keine neue Gesetzeslage ab 2026
CORRECTIV ganz persönlich: Gespräch mit Holocaust-Überlebenden: Wir sind Regisseure der Zukunft
Grafik des Tages: ICE mit hohen Geldern ausgestattet – Verhaftungen steigen
Früher war die Welt noch einfach für die Leute beim Beschaffungsamt der Bundeswehr: Wollte man in Deutschland einkaufen, gab es Rheinmetall und eine Handvoll anderer Anbieter.
Damals war aber ja noch nicht Putin in die Ukraine eingefallen, es gab noch keine Zeitenwende und Deutschland hatte Zeit und Muße, über jeden Rüstungseinkauf lange nachzudenken.
Jetzt gibt es für Rüstungsfirmen deutlich mehr Geld zu verdienen, die Aufträge werden in aller Regel schnell vergeben – und das zieht neue Anbieter an. Zum Beispiel Drohnen-Hersteller. Wir haben uns in unserem neuen Text angeschaut, wer die neuen Firmen sind. Und vor allem: welche Geldgeber dahinter stecken.

Um welche Firmen geht es?
Es gibt zwei relativ neue Anbieter, beide sind deutsche Unternehmen. Das eine heißt Helsing, es ist momentan das wertvollste Start-up Europas. Gegründet wurde es von einem Ex-Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums und KI-Experten. Seit 2024 verkauft es Kamikaze-Drohnen in die Ukraine.
Das andere – das ebenfalls solche Drohnen in der Ukraine testet – heißt Stark Defence. Sitz ist Berlin, Gründer ist ein ehemaliger Bundeswehroffizier.
Welche Geldgeber stehen dahinter?
Das ist deshalb eine wichtige Frage, weil wir uns in Europa ja bei unserer Aufrüstung unabhängig von fremden Mächten mit zweifelhaften Absichten machen wollen.
Und hier wird es spannend – vor allem bei einer der beiden Firmen, Stark Defence. Hinter ihr nämlich stehen Geldgeber aus den USA, die tief im sicherheitspolitischen Establishment der USA verankert sind.
Zum Beispiel der Tech-Milliardär Peter Thiel, der seit Jahren als Förderer von US-Präsident Donald Trump und neuer Militärtechnologie auftritt. Und auch der Sohn von Springer-Chef Mathias Döpfner ist mit von der Partie – er betreibt eine Investment-Firma in Los Angeles. Und die wiederum wird auch mit Millionen von Thiel unterstützt.
Weshalb das relevant ist:
Bei Rüstungsinvestitionen wird oft ausführlich diskutiert: Was, wenn wir mit dem Land, aus dem unsere eingekauften Waffen kommen, ernsthaft auf Konfrontationskurs gehen?
Kann dieses Land dann unsere Waffen abschalten – sie zum Beispiel kampfunfähig machen, weil es keine Software-Updates mehr gibt?
Hinter der Frage, wie die Bundeswehr bei diesem wichtigen Waffeneinkauf entscheidet, steht also eine große politische Richtungsentscheidung: Glaubt die Bundesregierung noch an das transatlantische Bündnis mit den USA? Die Entscheidung über die Anschaffung soll laut Medienberichten noch im Februar fallen. Ein Beschluss sei demnach bereits gefasst worden – angeblich sollen beide Start-ups mit Aufträgen bedacht werden.
EU schließt Freihandelsabkommen mit Indien
Nach jahrelangen Verhandlungen haben sich die EU und Indien nun auf ein Freihandelsabkommen verständigt. Ziel des Abkommens ist es, Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze zu fördern und sich unabhängiger von anderen Staaten zu machen.
taz.de
Sozialreform: Kommission für Umstrukturierung des Sozialstaats
Eine Fachkommission, die von der Bundesregierung eingesetzt wurde, empfiehlt nun einen erheblichen Umbau des Sozialstaates. Demnach sollen Sozialleistungen bürgernäher und digitaler ausgerichtet werden. Ziel sei es, den Sozialstaat einfacher und gerechter zu gestalten.
deutschlandfunk.de
Nach Stromausfall in Berlin: Eine Million Euro Belohnung für Hinweise
Nach dem Anschlag auf das Stromnetz in Berlin Anfang des Jahres soll es nun eine Belohnung in Höhe von einer Million Euro geben, für konkrete Hinweise zu den Tätern. Durch den Brandanschlag waren bis zu 45.000 Haushalte tagelang ohne Strom. Kurz nach dem Anschlag hatte sich die linksextremistische „Vulkangruppe“ zu der Tat bekannt.
tagesspiegel.de


In mehreren Youtube-Videos werden Seniorinnen und Senioren über 70 gewarnt: Ab Januar 2026 gelte für sie ein neues „Fahrgesetz“. Ein solches ist aber weder beschlossen noch geplant.
correctiv.org
Endlich verständlich
Die ersten Fragebögen sind verschickt: Jugendliche, die 2008 oder später geboren wurden, müssen Fragen bezüglich des neuen Wehrdienstes beantworten. Wie groß ist ihr Interesse an der Bundeswehr? Wie fit sind sie? Welchen Abschluss haben sie? Kurz: Wie gut eignen sie sich für den Wehrdienst. Unsere Jugendredaktion Salon5 hat in einem Beitrag zusammengefasst, was die neue Wehrdienst-Regelung mit sich bringt.
instagram.com
So geht’s auch
NRW und Niedersachsen setzten sich dafür ein, dass heimlich gemachte Nacktbilder zum Beispiel in der Sauna strafbar werden. Das ist bisher nicht der Fall, da Saunen, FKK-Strände oder öffentliche Umkleidekabinen rechtlich als öffentlicher Raum gelten. Diese Gesetzeslücke soll nun mit der Initiative im Bundesrat gesetzlich geschlossen werden. Dann wird es möglich sein, dass die Aufnahmen rechtlich bindend gelöscht werden müssen.
zeit.de
Fundstück
Singvögel werden von den Menschen aus ihrem Lebensraum vertrieben, das erschwert ihre Futtersuche. Deswegen sind sie auf unsere Hilfe angewiesen. Besonders im Winter und Frühling raten Fachleute dazu, Futter für Vögel bereitzustellen. Der NDR zeigt, wie das möglich ist: Am besten eignen sich dafür gehackte Nüsse und Rosinen und auch Haferflocken.
ndr.de
2017 besuchte ich Oswiecim, Polen. Man kennt den Ort heute leider unter einem anderen Namen: Auschwitz.
Es hatte damals minus 15 Grad beim Rundgang durch die Lager. Damals wurden durch die wichtige Arbeit des Maximilian-Kolbe-Werks weltweit 13 Jungjournalisten ausgewählt, in einer Begegnungswoche mit Zeitzeugen zu sprechen. Anlässlich des Holocaust-Gedenktags, der auch heute wieder ist – jedes Jahr am 27. Januar.
Überlebende erzählten uns dabei ihre Geschichten. Einer von ihnen war eins der Kinder damals, an denen Mängeles Experimente durchgeführt worden waren. Am Gedenktag begleiteten wir sie zurück an den Ort des Grauens – in die Lager und in das KZ. Den „Friedhof ihrer Familien“, wie manche es nannten. Eine Überlebende erzählte mir da, dass sie als Kind im KZ mal gedacht hatte, es würde schneien – bis sie feststellte, dass das, was auf ihren Wangen landete und vom Himmel fiel, kein Schnee war. Es war Asche.
In Oswiecim geschah dann etwas, das mich bis heute tief bewegt: Einige Überlebende fielen sich in die Arme. Viele kannten sich noch aus der dunkelsten Zeit ihres Lebens. Viele der Frauen sammelten sich in kleinen Grüppchen und erzählten von ihren Enkeln oder einer Reise. Trotz ihrer unfassbaren Erfahrungen lachten einige – wohl, weil sie dem Grauen etwas entgegensetzen wollten: Stärke und Optimismus. Ein Leben, so normal wie möglich. Nicht allen Opfern ist dies übrigens gewährt. Manche leiden heute unter Armut, werden alleine gelassen. Die Meisten leben nicht mehr. Und die, die noch leben, warnen am laufenden Band vor der heutigen Politik und sagen: „Damals fing es genau so an!“
Neulich erzählte mir übrigens ein Kollege unserer Jugendredaktion Salon5, dass sich die jungen Journalistinnen regelmäßig mit dem Thema auseinandersetzen würden, letztes und auch dieses Jahr sogar eine Gedenkfahrt nach Oswiecim mach(t)en. Wenn ich daran denke, was mir die Zeitzeugen damals sagten, dann geht ihr Wunsch damit in Erfüllung: „Die jungen Menschen sind die Regisseure der Zukunft. Sie können etwas ändern.“ Also – wie die Zukunft aussieht, gestalten wir.

Die US-Einwanderungsbehörde ICE verhaftet immer mehr Menschen. Behörden gehen davon aus, dass aufgestockte Steuermittel dazu führen, dass auch die Abschiebungen 2026 massiv ansteigen werden, auf 500.000. Das wäre mehr als je zuvor.
correctiv.org
An der heutigen Ausgabe haben mitgewirkt: Till Eckert, Samira Joy Frauwallner, Jule Scharun, Sebastian Haupt, Ulrich Kraetzer
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