CORRECTIV-Fluss-Atlas: Deutschlands Flüsse trocknen aus
Eine Datenanalyse von CORRECTIV zeigt: Die Niedrigwasser-Krise ist kein Ausreißer, sondern ein langjähriger Trend – mit Folgen für Natur, Wirtschaft und Trinkwasser.

Senior Reporterin Klima, Wirtschaft und Finanzen
Recherche – Redaktion & Lokal
Gesa arbeitet als investigative Reporterin zu den Themen Klima, Wirtschaft und Finanzen. Sie koordiniert außerdem die Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen CORRECTIV.Klima und dem CORRECTIV Lokalnetzwerk.
Ihr Volontariat absolvierte sie an der Evangelischen Journalistenschule in Berlin. Nach ihrer Ausbildung war sie mehrere Jahre als Reporterin für die taz am Wochenende tätig, bevor sie für ein Jahr in den Lokaljournalismus nach Brandenburg wechselte. Für ihre Texte und Recherchen wurde sie mehrfach für renommierte Journalistenpreise nominiert, darunter der Deutsche Journalistenpreis, der Deutsche Reporterpreis und der Ernst-Schneider-Preis. 2020 erhielt sie den Nachwuchspreis „Grüne Reportage“ des VDAJ.
Gesa ist Alumna des Oxford Climate Journalism Network (OCJN) und war mehrfach Stipendiatin von Netzwerk Recherche und der Olin GmbH.
E-Mail: gesa.steeger(at)correctiv.org
Eine Datenanalyse von CORRECTIV zeigt: Die Niedrigwasser-Krise ist kein Ausreißer, sondern ein langjähriger Trend – mit Folgen für Natur, Wirtschaft und Trinkwasser.
Klimaschutz
Die EU-Kommission will energieintensive Industrien in den kommenden Jahren deutlich entlasten. Das geht aus dem Reform-Vorschlag für die nächste Periode des Europäischen Emissionshandel hervor, der CORRECTIV vorliegt.
Die Bundesregierung wollte die Ausgaben für externe Berater senken. Nun will das Bundeswirtschaftsministerium erneut zentrale Aufgaben auslagern. Kosten: mindestens 1,2 Millionen Euro in zwei Jahren. Im Ministerium selbst stößt die Ausschreibung auf Unverständnis.
Mitte Juli wird über das wichtigste Klimaschutzinstrument der EU entschieden: den Europäischen Emissionshandel. CORRECTIV zeigt anhand exklusiver Dokumente, wie die Chemieindustrie das System radikal schwächen will – auch mit politischer Unterstützung aus Deutschland.
Am Donnerstag stimmte die konservative EVP mit Rechtspopulisten im EU-Parlament für einen schwächeren Schutz vor chemischen Schadstoffen – die bereits geplante Abwasserrichtlinie soll verschoben werden. Scharfe Kritik daran kommt von den Grünen im EU-Parlament. Vorausgegangen war eine monatelange Lobbykampagne der Chemieindustrie.
Die Belastung deutscher Gewässer mit schädlichen chemischen Stoffen wie PFAS und Pestiziden ist erheblich – und bereitet offenbar auch der Bundesregierung Sorge. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag hervor, die CORRECTIV exklusiv vorliegt. Konkrete Strategien für mehr Gewässerschutz oder Lösungsvorschläge legt die Bundesregierung jedoch nicht vor.
CORRECTIV hatte aufgedeckt, dass längst verbotene Kosmetik-Produkte weiterhin online zu kaufen sind – dennoch bleiben die Behörden untätig. Bund und Länder schieben die Verantwortung hin und her.
Laut CORRECTIV-Recherchen finden Verbraucherinnen und Verbraucher in Drogerien Produkte, die als gesundheitsschädlich gelten. Bereits verbotene Kosmetika wie Haargels, Shampoos und Rasierschaum sind auch weiterhin im Handel erhältlich. Diese Woche will die Europäische Union den Schutz sogar noch weiter aufweichen.
SPD, Grüne und Linke fordern nach Recherchen von CORRECTIV, die chemische Verschmutzung von Umwelt und Gewässern stärker aufzuklären. Die Grünen im Bundestag haben dazu eine kleine Anfrage gestellt.
Das grün-schwarz regierte Baden-Württemberg hat die Abkehr vom Verbrenner-Aus in Brüssel vorangetrieben. Auch die Spitzenkandidaten Özdemir (Grüne) und Hagel (CDU) übernehmen unter dem Deckmantel der Jobsicherheit das Wunschprogramm der Automobilindustrie – zulasten von zukunftssicheren Investitionen.
Zehntausende unbekannte, teils giftige Chemikalien treiben im Rhein. Warum darf die Industrie sie ungehindert einleiten? Ein Topmanager eines Großkonzerns enthüllt, wie die Industrie Politiker steuert.
Umweltverschmutzung
CORRECTIV-Recherchen zu unerforschten Stoffen im Rhein lassen an einem der größten Projekte vom Braunkohleriesen RWE zweifeln. Denn die geplanten Seen könnten mit potentiell gefährlichen Schadstoffen geflutet werden.