Der Fall Sergej Erler
In Luhansk posierte er neben einem russischen Propagandaakteur. Die OSZE schickte ihn offenbar in die Operationszentrale nach Kiew. Heute arbeitet derselbe Mann als Mitarbeiter eines AfD-Abgeordneten in Brüssel.

Lead of Content Art and Journalism
Kunst und Journalismus
Jean Peters ist bei Correctiv Senior Reporter, wo er neue Formen der investigativen Recherche und kreative Formen des Journalismus weiter entwickelt. Zuvor arbeitete er als Autor für Jan Böhmermans ZDF Magazin Royale, S. Fischer ist sein Hausverlag. Seine vermutlich bekannteste Recherche ist der „Geheimplan gegen Deutschland„, die er als verantwortlicher Redakteur leitete und als Co-Autor das Theaterstück zu schrieb.
Weitere Themen waren unter anderem der geheimdienstlich-industrielle Komplex und die deutsche Waffenindustrie, mit dem ZDF Neomagazin veröffentlichte er geheime Dokumente zu deutschen Kaisersnachfahren, war investigativ bei der Ibiza Affäre der ehemaligen österreichischen Regierung beteiligt, recherchierte initial zur Bild Zeitungs-MeToo-Affäre rund um Julian Reichelt und war mit Correctiv Undercover bei der Klima-Leugner-Lobby.
Zuvor gründete er das Peng Kollektiv, mit dem er u.a. den Aachener Friedenspreis gewann und auf mehreren Kunstbiennalen und Museen ausstellte, u.a. dem Ludwig Forum für Internationale Kunst, der Kunsthal Charlottenborg oder dem MuseumsQuartier und der Kunsthalle Wien. Er stellte bereits gemeinsam mit Ai Wei Wei, Daniel Richter und Hito Steyerl aus. Er arbeitet nebenher als Autor und Regisseur für Theater, etwa der Volksbühne und dem Berliner Ensemble und lehrt an verschiedenen Universitäten. 2018 wurde er zusammen mit Peng! mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet.
Hobbies hat er keine.
E-Mail: jean.peters(at)correctiv.org
Twitter: @jeangleur
In Luhansk posierte er neben einem russischen Propagandaakteur. Die OSZE schickte ihn offenbar in die Operationszentrale nach Kiew. Heute arbeitet derselbe Mann als Mitarbeiter eines AfD-Abgeordneten in Brüssel.
Erstmals bestätigt ein Teilnehmer des Potsdamer Treffens vor dem Notar: Die Zusammenkunft war geheim – und dort wurde ein „Masterplan“ besprochen, in dessen Verlauf die „Remigration“ auch für „nicht-assimilierte Staatsbürger“ vorgeschlagen wurde. Für den Teilnehmer war dies ein Tarnbegriff für Vertreibung und sogar „ethnische Säuberung“.
Nach den CORRECTIV-Recherchen zu Verbindungen Spahns forderten die Grünen im Bundestag Aufklärung. Die Bundesregierung teilt nun mit: Dies sei zu aufwändig.
Die libysche Küstenwache ist für ihr brutales Vorgehen gegen Boote der privaten Seenotrettung bekannt. Am Wochenende aber hat sie nun offenbar ein Rettungsschiff mit scharfer Munition beschossen. Das Einsatzboot dafür scheint sie mit EU-Unterstützung aus Italien bekommen zu haben, wie unsere Recherche zeigt.
Das Rechtsaußen-Medium Nius vertritt oft rechtskonservative Positionen, genau wie die Politik von Spahn. Finanziert wird das Portal vom CDU-nahen IT-Millionär Frank Gotthardt – der im Kontakt zu Spahn stand und dessen Firmennetzwerk stark von den gesundheitspolitischen Weichenstellungen profitierte. Teil 2 einer Serie über die Netzwerke des CDU-Fraktionschefs Spahn.
Ein Sänger, der bekannt für den faschistischen Ustaša-Gruß ist. Ein Mega-Event, das mit 500.000 Tickets angeblich alle Rekorde bricht. Und mittendrin: ein deutsches Unternehmen.
Die AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung hat beim Bundesinnenministerium erstmals finanzielle Förderung beantragt. Nun zeigen aktuelle Fotos einen bekannten Rechtsradikalen bei der Stiftungschefin. Fachleute sehen weitere Gründe, woran der Antrag scheitern könnte.
Seit der Einstufung der AfD als „gesichert rechtsextrem“ wird diskutiert: Kann ein Mitglied einer verfassungsfeindlichen Partei noch Richter sein?
„Völkisch“ und „Muslimfeindlich“: So begründet der Verfassungsschutz die Einstufung als gesichert rechtsextremistisch. Zu Umsturzplänen und Spionagevorwürfen steht hingegen kaum etwas auf mehr als 1000 Seiten.
Die Einschätzung des Bundesamtes für Verfassungsschutz sorgt in der AfD für Empörung. Aber ausgerechnet der von Skandalen und Krisen bekannte Bundestagsabgeordnete aus Sachsen, Maximilian Krah, positioniert sich gegen die völkische Ideologie.
CORRECTIV und CCR dokumentieren, wie Trumps Wahlkampfleiter heimliche Strategieberatung für Australiens Konservative behauptet – mitten im Wahlkampf, in dem Parteichef Dutton sich von Trump-Vergleichen öffentlich distanziert.