In den vergangenen Jahren haben weit mehr als eine halbe Millionen junge Südeuropäer ihr Land verlassen. Viele von Ihnen wandern nach Nordeuropa ab, auch nach Deutschland. Oft verlieren südeuropäische Länder gut ausgebildete Menschen. Der „brain drain“ kann der Zukunft dieser Länder schaden.
Viele dieser jungen Südeuropäer verlassen ihr Land, um in Nordeuropa eine Ausbildung zu machen oder einen Job zu finden. Das Projekt „Generation E“ hat mit einem Online-Fragebogen schon fast 2000 Geschichten von Auswanderern gesammelt, die vom Süden in den Norden gezogen sind. Die erste Auswertung zeigt: Etwa die Hälfte der Projekt-Teilnehmer haben sich nicht als Auswanderer registriert. Die Zahlen der nationalen statistischen Ämter dürften deshalb deutlich zu niedrig sein.
CORRECTIV ist deutscher Projektpartner für „Generation E“ und veröffentlicht zunächst acht Geschichten junger Einwanderer, die aus Portugal, Spanien, Italien und Griechenland nach Deutschland gekommen sind. Sie arbeiten jetzt in Deutschland als Wissenschaftler, Entwickler, Künstler oder als Architektin. Die Geschichten erscheinen an diesem Wochenende in Kooperation mit der taz.
Bitte nehmen Sie sich einen Moment Zeit.
Nachrichten und Recherchen sind unerlässlich, damit Sie sich eine Meinung bilden können. Aber die derzeitigen Bedrohungen der freien Presse und der Medienlandschaft sind alarmierend.
Wir fordern die Bundesregierung auf, Pressefreiheit und die Medienvielfalt in Deutschland umfangreich zu schützen. Machen Sie mit.
>>> ZUR WEBSITE GENERATIONE.CORRECTIV.ORG <<<
In einem tumblr-Blog wird CORRECTIV in den kommenden Wochen weitere Einwanderer vorstellen.
Das Projekt sammelt in Zusammenarbeit mit CORRECTIV weitere Geschichten. Den Fragebogen gibt es in sechs verschiedenen Sprachen unter generatione.eu. Hier geht es zum Fragebogen.
Vielleicht kennen Sie das. Die AfD scheint schier unaufhaltsam. Genauso wie der Rechtsruck in ganz Europa. Dazu kommt: Die Situation zuletzt in Ceuta, Krieg im Iran, Frieden ist in der Ukraine noch lange nicht in Sicht und gerade erst haben wir einen Sommer mit einem Rekord an Hitzetoten in Deutschland hinter uns. Von den unfassbaren Waldbränden in Europa will ich gar nicht erst anfangen.
Manchmal möchte man da schon den Kopf in den Sand stecken. Noch eine Krise. Noch eine schlechte Nachricht. Noch eine Debatte, bei der man sich fragt: Wo soll das alles hinführen? Ich glaube, ich spreche für viele, wenn ich sage: An vielen Tagen hat man einfach keinen Bock mehr. Vielleicht kennen auch Sie das Gefühl. Damit sind Sie nicht allein!
Wir von CORRECTIV wollen uns diesem Gefühl nicht länger hingeben. Denn so kann es nicht weitergehen. Deshalb haben wir uns eine neue Aktion ausgedacht und wir glauben, es ist genau das, was wir jetzt brauchen: Gemeinsam mit Ihnen wollen wir 42.000 Mutmeter gehen.
Mutmeter bedeuten für uns: aktiv zu werden und gemeinsam etwas zu schaffen, auf das wir stolz sein können. Gemeinsam setzen wir ein demokratisches Ausrufezeichen in einer extremen Zeit. Wie bei einem Marathon geht es nicht darum, wer am schnellsten ist. Es geht darum, überhaupt loszugehen. Meter für Meter. Schritt für Schritt.
