Flug MH17

Ton-Eindrücke aus der Ostukraine

Unser Reporter Marcus Bensmann war insgesamt drei Mal für mehrere Tage in der Ukraine und in Russland, um den Abschuss von Flug MH17 zu recherchieren. Ende Oktober fuhr Marcus fast eine Woche lang durch die Ostukraine. Dabei hat er seine Eindrücke auch live ins Diktiergerät gesprochen. Einige dieser Ton-Eindrücke haben wir auf einer Karte visualisiert. […]

von Daniel Drepper

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Unser Reporter Marcus Bensmann war insgesamt drei Mal für mehrere Tage in der Ukraine und in Russland, um den Abschuss von Flug MH17 zu recherchieren. Ende Oktober fuhr Marcus fast eine Woche lang durch die Ostukraine. Dabei hat er seine Eindrücke auch live ins Diktiergerät gesprochen. Einige dieser Ton-Eindrücke haben wir auf einer Karte visualisiert.

Marcus führt in seinen Aufnahmen von Dnepropetrovsk über Torez und Zuhres zum Abschussort Snizhne, durch die Regionen Donetzk und Luhansk sowie zum Absturzort. Die ausgewählten Tonaufnahmen geben ein direktes, ungeschliffenes Bild seiner Reise. Ihr könnt entweder in Dnepropetrovsk beginnen und die Reise der Route entsprechend durchhören oder auf der Karte die einzelnen Orte anklicken und hin- und herspringen.

Die gesamte Recherche zum Absturz von Flug MH17 findet Ihr unter mh17.correctiv.org in Deutsch, Englisch und Russisch.

Unsere CORRECTIV-Reporter hatten vor Ort Zeugen des Abschusses von MH17 gefunden. Militärexperten, Warlords der Separatisten, ehemalige BUK-Ingenieure und ehemalige Soldaten aus der 53. russischen Luftabwehrbrigade sind sich zudem sicher: Die Separatisten waren nicht in der Lage ein solch hochkomplexes System zu bedienen. Nur russische Offiziere können den Befehl zum Abschuss von MH17 gegeben haben.

Die Ergebnisse hatten wir am 10. Januar gemeinsam mit dem Spiegel und dem Algemeen Dagblad veröffentlicht.

Welche Recherche sollen wir im kommenden Jahr nicht machen?

Vier Wochen unserer aktuellen Spendenaktion sind vorbei. Im vergangenen Jahr haben uns innerhalb der ersten vier Wochen bereits 8.000 Menschen unterstützt. In diesem Jahr sind es bisher leider erst um die 4.500. Um unser Ziel zu erreichen fehlen uns noch knapp 800.000 Euro.

Wir sind sehr dankbar für jede Spende. Gleichzeitig bedeutet das aber: Wenn uns diese Einnahmen fehlen, wird das unsere Arbeit im kommenden Jahr einschränken. Dann müssen wir entscheiden, welche Recherchen wir finanzieren können und welche wir auslassen müssen.

Eine gesellschaftlich relevante Recherche sollte nicht daran scheitern, dass sie aufwendiger wird als zunächst erwartet. Hinter journalistischer Unabhängigkeit stehen am Ende ziemlich konkrete Zahlen. Planen können wir dabei nur mit dem Geld, das uns zur Verfügung steht. Und im Moment reicht das, was während dieser Spendenaktion zusammenkommt, noch nicht.

Diese Spendenaktion ist für unsere Arbeit im kommenden Jahr sehr wichtig. Das heißt: Wirklich jeder Betrag, ob 5, 10, 15 Euro, hilft uns für unsere weitere Arbeit. Wenn Sie können: Bitte unterstützen Sie heute unsere Aktion.