Am Weltnichtrauchtertag, am 31. Mai, sah sie aus wie eine Erfolgsgeschichte, die Entwicklung des Tabakkonsums in Deutschland. Der Anteil der Raucher ist seit 1999 zurückgegangen. Außerdem gibt es weniger Kettenraucher und auch junge Menschen kaufen weniger Zigaretten. Vor knapp zehn Jahren rauchte noch jeder fünfte Minderjährige, heute ist es nur noch etwa jeder Zehnte. Aber: Noch immer raucht etwa ein Viertel der Deutschen. Und es gibt mehr tatsächlich vom Nikotin Abhängige als um die Jahrtausendwende. Das Deutsche Krebsforschungszentrum fordert deshalb gemeinsam mit vielen anderen Organisationen strengere Regeln.
Ist die deutsche Tabak-Politik erfolgreich? Sieht man ganz genau hin, zeigt sich, dass es häufig gar nicht die deutsche Drogenpolitik war, die Wirkung zeigte. Stattdessen versuchten deutsche Politiker im Interesse der Tabaklobby immer wieder, strengere EU-Regelungen zu verhindern. Ob nach dem Willen der deutschen Regierung heute auch „Rauchen kann tödlich sein“ und andere Warnhinweise auf den Zigarettenpackungen stehen würden, scheint zweifelhaft. Eine Übersicht über die tabakfreundliche Politik Deutschlands.
Karen Grass ist Rudolf Augstein Datenfellow bei CORRECTIV. Ihre Arbeit wird möglich gemacht durch die Rudolf Augstein Stiftung.
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In einem Themenschwerpunkt veröffentlichen wir mehrere Beiträge zur deutschen Drogenpolitik. Karen Grass hat dafür mehrere Monate lang in allen Bundesländern recherchiert und einen umfassenden Report zusammengestellt.
Foto: Ivo Mayr
Redaktion: Daniel Drepper
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