Neue Rechte

Wie geht’s dir, plattes Land?

Zwischenfazit auf unserer #obenrechts-Tour: Ein alter Pazifist warnt unsere Reporter, dass er die Wut der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern verstehen könne. Und dass der Nationalismus wiederkehre. Er begründet das mit seiner Lebensgeschichte.

von Raphael Thelen

© Thomas Victor

Unser Reporter Raphael Thelen reist gemeinsam mit unserem Fotographen Thomas Victor durch MeckPomm vor der Landtagswahl. Zwischen ihren Beiträgen für unseren Schwerpunkt „Neue Rechte“ beschreiben die beiden in kurzen Videos ihre persönlichen Eindrücke.

Die Recherche in Kooperation mit „Zeitenspiegel Reportagen“ wurde von Raphael Thelen über die Plattform crowdfunding.CORRECTIV finanziert. Wir bedanken uns bei der Rudolf Augstein Stiftung und mehr als 100 Einzelspendern für die Unterstützung.

Sofern die Spender einer Namensnennung zugestimmt haben, werden sie hier aufgeführt.

Bert Rothkugel, Andres Eberhard, Jonas Aust, Philipp Lienhard, Wiebke Buth, Laura Sundermann, Felix Kamella, Diana Di Maria, Sven Brose, Kai Schächtele, Hannes Opel, Volker Vienken, Friedrich Dimmling, Ulrike Kahl, Felix Weykenat, Constanze Günther, Carolin Wilms, Maria Schmidt-Lorenz, Heiko Hilken, Petra Sorge, Lien Pham-Dao, Elisabeth Ferrari, Wolfgang Weidtmann, Gerhard Dimmling-Jung, Hanfried Victor, Michael Vogel, Tina Friedrich, Stefan Z, Nicole Graaf, Alexander Surowiec, Michael Rasenberger, David Weyand, Christian Mair, Christian Vey, Jörn Barkemeyer, Katharina Müller-Güldmeister, Pia Schauerte, Sybille Förster, Heiko Mielke, Marcus Windus, Christiane Specht, Sebastian Cunitz, Felix Schmitt, Khazer Alizadeh, Tobias Brabanski, Veronika Wulf, Christian Frey, Linda Salicka, Anna Kaleri, Lutz Wallhorn, Edith Luschmann, Thomas Stroh, Christoph Gemaßmer, Matthias Kneis, Gunnar Findeiß, Christiane R, Friedemann Huse, Werner Thelen, Lukas Ladig, Stephan Thiel, Tobias Hill, Florian Berger, Marcus Anhäuser


Vielleicht kennen Sie das. Die AfD scheint schier unaufhaltsam. Genauso wie der Rechtsruck in ganz Europa. Dazu kommt: Die Situation zuletzt in Ceuta, Krieg im Iran, Frieden ist in der Ukraine noch lange nicht in Sicht und gerade erst haben wir einen Sommer mit einem Rekord an Hitzetoten in Deutschland hinter uns. Von den unfassbaren Waldbränden in Europa will ich gar nicht erst anfangen.

Manchmal möchte man da schon den Kopf in den Sand stecken. Noch eine Krise. Noch eine schlechte Nachricht. Noch eine Debatte, bei der man sich fragt: Wo soll das alles hinführen? Ich glaube, ich spreche für viele, wenn ich sage: An vielen Tagen hat man einfach keinen Bock mehr. Vielleicht kennen auch Sie das Gefühl. Damit sind Sie nicht allein!

Wir von CORRECTIV wollen uns diesem Gefühl nicht länger hingeben. Denn so kann es nicht weitergehen. Deshalb haben wir uns eine neue Aktion ausgedacht und wir glauben, es ist genau das, was wir jetzt brauchen: Gemeinsam mit Ihnen wollen wir 42.000 Mutmeter gehen.

Mutmeter bedeuten für uns: aktiv zu werden und gemeinsam etwas zu schaffen, auf das wir stolz sein können. Gemeinsam setzen wir ein demokratisches Ausrufezeichen in einer extremen Zeit. Wie bei einem Marathon geht es nicht darum, wer am schnellsten ist. Es geht darum, überhaupt loszugehen. Meter für Meter. Schritt für Schritt.