Die CORRECTIV-Recherchen zu fragwürdigen Geschäften an der Elite-Universität RWTH Aachen führen zu ersten Konsequenzen. So sollen die Landesregierung und der Rektor der Universität, Ulrich Rüdiger, am 6. November vor dem Wissenschaftsausschuss im nordrhein-westfälischen Landtag Stellung nehmen.
Der Vorstoß kommt sowohl von den Regierungsfraktionen der CDU und Grünen, als auch von der SPD-Fraktion, die zusätzlich einen schriftlichen Bericht der Landesregierung zu den Vorgängen an der Universität einforderte.
Im Juni hatte CORRECTIV erstmals ein System offengelegt, in dem Lehrstuhlinhaber mit sogenannten „Professoren-GmbHs“ in die eigene Tasche wirtschaften können. Am Mittwoch erschien eine zweite Recherche, in der es hauptsächlich über den Umgang mit wissenschaftlichen Mitarbeitenden innerhalb solcher Konstrukte geht.
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Seit den Veröffentlichungen melden sich immer mehr ehemalige und aktive Angestellte der RWTH Aachen, die von ihren eigenen Erfahrungen berichten. Auch im Netz wird über die Recherche diskutiert.
Falls auch Sie an einer Universität arbeiten und Hinweise zu fragwürdigen Praktiken haben, melden Sie sich gerne: Signal
Welche Recherche sollen wir im kommenden Jahr nicht machen?
Vier Wochen unserer aktuellen Spendenaktion sind vorbei. Im vergangenen Jahr haben uns innerhalb der ersten vier Wochen bereits 8.000 Menschen unterstützt. In diesem Jahr sind es bisher leider erst um die 6.900. Um unser Ziel zu erreichen fehlen uns noch knapp 800.000 Euro.
Wir sind sehr dankbar für jede Spende. Gleichzeitig bedeutet das aber: Wenn uns diese Einnahmen fehlen, wird das unsere Arbeit im kommenden Jahr einschränken. Dann müssen wir entscheiden, welche Recherchen wir finanzieren können und welche wir auslassen müssen.
Eine gesellschaftlich relevante Recherche sollte nicht daran scheitern, dass sie aufwendiger wird als zunächst erwartet. Hinter journalistischer Unabhängigkeit stehen am Ende ziemlich konkrete Zahlen. Planen können wir dabei nur mit dem Geld, das uns zur Verfügung steht. Und im Moment reicht das, was während dieser Spendenaktion zusammenkommt, noch nicht.
Diese Spendenaktion ist für unsere Arbeit im kommenden Jahr sehr wichtig. Das heißt: Wirklich jeder Betrag, ob 5, 10, 15 Euro, hilft uns für unsere weitere Arbeit. Wenn Sie können: Bitte unterstützen Sie heute unsere Aktion.