Gesellschaft

ZDF-Moderator sprach irrtümlich von 130 Millionen Corona-Toten in den USA – er korrigierte seinen Fehler jedoch

Auf Facebook wird ein Versprecher eines Nachrichtenmoderators in mehreren Beiträgen erwähnt und als vorsätzliche Lüge dargestellt. Dass sich der Sprecher noch in derselben Sendung korrigiert hat, wird unterschlagen.

von Steffen Kutzner

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Screenshot aus der betreffenden Sendung „Heute Journal“ vom 8. Juli 2020. (Quelle: ZDFheute Nachrichten/Youtube, Screenshot: CORRECTIV)
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Teilweise falsch
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Teilweise falsch. Der Nachrichtensprecher machte einen Fehler, korrigierte diesen aber und entschuldigte sich.

In mehreren Facebook–Beiträgen wird auf einen Versprecher von „Heute Journal“-Moderator Heinz Wolf hingewiesen. Er hatte in einem ZDF-Beitrag vom 8. Juli 2020 zu aktuellen Fallzahlen des Coronavirus in den USA (ab 14:12 im Video) versehentlich von 130 Millionen Menschen gesprochen, die dort an den Folgen des Coronavirus gestorben seien. 

Einige Facebook-Nutzer sehen dies als Beleg für „Fake News“, also bewusste Falschinformation. Sie zeigen jedoch nur den Videoausschnitt mit dem Versprecher. Dass Heinz Wolf seinen Fehler noch in derselben Sendung korrigierte, wird in den Beiträgen nicht erwähnt.

Als Wolf seinen Fehler einige Minuten nach seinem Versprecher korrigierte (ab 22:37 im Video), nannte er die richtige Zahl von etwa 130.000 Toten (Stand 8. Juli). Der Moderator entschuldigte sich für den Fehler.

Welche Recherche sollen wir im kommenden Jahr nicht machen?

Vier Wochen unserer aktuellen Spendenaktion sind vorbei. Im vergangenen Jahr haben uns innerhalb der ersten vier Wochen bereits 8.000 Menschen unterstützt. In diesem Jahr sind es bisher leider erst um die 6.900. Um unser Ziel zu erreichen fehlen uns noch knapp 800.000 Euro.

Wir sind sehr dankbar für jede Spende. Gleichzeitig bedeutet das aber: Wenn uns diese Einnahmen fehlen, wird das unsere Arbeit im kommenden Jahr einschränken. Dann müssen wir entscheiden, welche Recherchen wir finanzieren können und welche wir auslassen müssen.

Eine gesellschaftlich relevante Recherche sollte nicht daran scheitern, dass sie aufwendiger wird als zunächst erwartet. Hinter journalistischer Unabhängigkeit stehen am Ende ziemlich konkrete Zahlen. Planen können wir dabei nur mit dem Geld, das uns zur Verfügung steht. Und im Moment reicht das, was während dieser Spendenaktion zusammenkommt, noch nicht.

Diese Spendenaktion ist für unsere Arbeit im kommenden Jahr sehr wichtig. Das heißt: Wirklich jeder Betrag, ob 5, 10, 15 Euro, hilft uns für unsere weitere Arbeit. Wenn Sie können: Bitte unterstützen Sie heute unsere Aktion.