Schreiben von Münchner Klinik: Russische und belarussische Patienten werden wieder behandelt
In Sozialen Netzwerken kursiert die Behauptung, ein privates Krankenhaus in München behandle keine Patienten aus Russland und Belarus mehr. Den Brief, auf dem die Aussage beruht, gibt es tatsächlich. Doch die Klinik hat ihre Entscheidung inzwischen revidiert.
Auf Facebook (hier und hier) kursiert ein Foto von einem Brief der Münchner Privatklinik Iatros vom 4. März. Darin steht, dass die Klinik „ab sofort und bis auf weiteres keine russischen und keine weißrussischen Staatsbürger” behandeln werde. Als Grund wird die durch Belarus unterstützte russische Invasion in der Ukraine genannt. Auch die Pressestelle der russischen Botschaft griff das Foto auf ihrem Twitter-Kanal auf.
Doch inzwischen hat sich die Klinik für den Brief entschuldigt. „Die Reaktion auf unser Schreiben hat uns stark betroffen gemacht und uns zum Nachdenken gebracht“, schrieb die Klinik auf ihrer Facebook-Seite am 10. März. Die Absicht des Briefs sei gewesen, Mitgefühl mit dem ukrainischen Volk zu bekunden. Der Gedanke sei zu diesem Zeitpunkt in seiner Gesamtheit nicht zu Ende gedacht gewesen, schreibt die Klinik. Weiter heißt es: „Wir werden weiterhin russische und weißrussische Patienten ohne Vorbehalt behandeln.“

Einen Überblick mit allen Faktenchecks von uns zum Russland-Ukraine-Krieg finden Sie hier.
Redigatur: Steffen Kutzner, Uschi Jonas

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