Hintergrund

Diese Falschinformationen und Gerüchte kursieren zum Russland-Ukraine-Krieg

International verbreiten sich in Sozialen Netzwerken Gerüchte und fragwürdige Informationen zum Krieg in der Ukraine. Was dahinter steckt, und welche Behauptungen auch in Deutschland kursieren, dokumentieren wir hier.

Ukrainische Soldaten stehen Wache, während Menschen am 24. Februar versuchen, den Kiewer Bahnhof zu verlassen (Quelle: Picture Alliance / Associated Press / Emilio Morenatti)
Ukrainische Soldaten stehen Wache, während Menschen am 24. Februar versuchen, den Kiewer Bahnhof zu verlassen (Quelle: Picture Alliance / Associated Press / Emilio Morenatti)

Triggerwarnung: In diesem Beitrag wird teilweise Bildmaterial verlinkt, das die Folgen von Gewalt zeigt. 

Russland hat die Ukraine am 24. Februar angegriffen. Der Konflikt hatte sich zuvor rasant zugespitzt. Am 21. Februar hatte Russland die selbsternannten Volksrepubliken Luhansk und Donezk im Osten der Ukraine als unabhängige Staaten anerkannt und die Entsendung von Soldaten dorthin angeordnet. 

Ende 2013 kam es in der Ukraine zu pro-europäischen Demonstrationen, auf die ein Regierungswechsel und bewaffnete Konflikte innerhalb des Landes folgten. Im Zuge dieser Auseinandersetzungen annektierte Russland im März 2014 die Halbinsel Krim im Süden der Ukraine. Wenig später spalteten sich im Osten des Landes (in der Donbass-Region) die sogenannten Volksrepubliken Luhansk und Donezk ab. Seitdem kam es dort immer wieder zu Kämpfen.

Zur aktuellen Lage kursieren zunehmend Falschmeldungen im Internet. An dem verbreiteten Video- und Bildmaterial gibt es teilweise berechtigte Zweifel, teilweise werden aber auch authentische Aufnahmen infrage gestellt. CORRECTIV.Faktencheck dokumentiert hier, welche Meldungen auch in Deutschland kursieren, und was darüber bekannt ist.

Hinweis: Dieser Artikel wird fortlaufend mit allen Faktenchecks zum Thema aktualisiert. 

Behauptung: Mehrere Zitate belegen, dass „die deutsche Presse“ 2021 den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj als „korrupt“ beschrieben habe, und dass „unabhängige Institutionen unter seiner Macht gleichgeschaltet“ seien.

Bewertung: Fehlender Kontext

(Faktencheck vom 12. Mai 2022)

Hat die deutsche Presse Wolodymyr Selenskyj noch vor einem Jahr als „korrupt“ bezeichnet? Diesen Eindruck erweckt ein Beitrag des Deutschland-Kurier auf Facebook. Doch die zitierten Aussagen stammen alle aus nur einem Artikel und wurden teilweise manipuliert. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Ein Video der ukrainischen Polizei vom 2. April bestätige, dass es kein Massaker der russischen Armee in Butscha gegeben habe, da darin keine Leichen zu sehen seien. Das Massaker müsse also nach dem 2. April geschehen sein, als ukrainische Kräfte die Stadt bereits wieder übernommen hatten.

Bewertung: Falsch

(Faktencheck vom 6. Mai 2022)

Auf einer Webseite wird behauptet, in einem Video der ukrainischen Polizei vom 2. April aus Butscha seien keine Leichen zu sehen. Das wird als Beweis interpretiert, dass russische Truppen nicht für die Tötung der dort gefundenen Menschen verantwortlich sein könnten. Frühere Aufnahmen aus Butscha sprechen gegen diese Behauptung. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Hartmann Lauterbacher, Obergruppenführer bei der SS, sei der Großvater von Karl Lauterbach.

Bewertung: Falsch

(Faktencheck vom 29. April 2022)

Karl Lauterbach und der SS-Mann Hartmann Lauterbacher haben zwei unterschiedliche Nachnamen. In Sozialen Netzwerken wird Lauterbacher jedoch falsch benannt und es wird behauptet, er sei der Großvater des heutigen Gesundheitsministers. Das Gesundheitsministerium dementiert. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Ein Bild zeige mit Asow-Symbolen verziertes Ostergebäck aus der Ukraine.

Bewertung: Manipuliert

(Faktencheck vom 29. April 2022)

Auf Telegram und Facebook kursiert ein Foto, das angeblich Ostergebäck aus der Ukraine zeigt. Darauf sind der Name und Symbole des Asow-Regiments als Verzierung zu sehen. Doch das Bild ist manipuliert, die Zeichen wurden nachträglich hinzugefügt. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Weil Flixbus wieder mehr Fahrten in die Ukraine anbietet, herrsche in dem Land gar kein Krieg bzw. er sei nicht so schlimm

Bewertung: Fehlender Kontext

(Faktencheck vom 29. April 2022)

Weil Flixbus verkündete, wieder mehr Fahrten in die Ukraine anzubieten, wird auf Facebook argumentiert, es gebe keinen Krieg oder dieser sei nicht so schlimm. Das ist irreführend, in der Ukraine herrscht weiter Krieg. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Ein Video zeige wie ukrainische Soldaten Leichen in Butscha für eine Filmkulisse auslegten.

Bewertung: Falscher Kontext

(Faktencheck vom 28. April 2022)

In einem Video ist angeblich zu sehen, wie das ukrainische Militär Leichen in Butscha drapiert, um die Tötung von Zivilisten zu inszenieren. Das ist falsch. Die Leichen werden von ukrainischen Soldaten aus der Ferne mit Kabeln bewegt, um etwaige Sprengfallen auszulösen und so die Soldaten zu schützen. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Gerhard Lindner, Brigadeführer bei der SS, sei der Großvater von Finanzminister Christian Lindner.

Bewertung: Falsch

(Faktencheck vom 28. April 2022)

Eine Reihe von Bildcollagen unterstellt deutschen Politikern, ihre Großväter seien bei der SS gewesen. Eine davon zeigt Finanzminister Christian Lindner und dessen angeblichen Großvater, der bei der SS gewesen sei. Laut Finanzministerium ist die Behauptung jedoch falsch – die Männer sind nicht verwandt. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: In einem Video sei Selenskyj zu sehen, der erklärt, dass er Kokain nehme und dessen anregende Wirkung lobe.

Bewertung: Manipuliert

(Faktencheck vom 28. April 2022)

In einem Interview sagte Wolodymyr Selenskyj, er konsumiere keine Drogen. Doch in Sozialen Netzwerken verbreitet sich davon eine manipulierte Version. Darin wirkt es, als würde Selenskyj von der belebenden Wirkung von Kokain schwärmen. Das ist falsch. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Der Bürgermeister von Butscha habe am 31. März die Befreiung Butschas verkündet, jedoch kein Wort über angebliche Leichen auf den Straßen verloren.

Bewertung: Fehlender Kontext

(Faktencheck vom 28. April 2022)

Neben zahlreichen Behauptungen zu den Geschehnissen in Butscha, wird im Netz auch behauptet, der Bürgermeister der Stadt habe am 31. März von der Befreiung Butschas gesprochen – ohne dabei Leichen zu erwähnen. So wird suggeriert, die Tötung von Zivilisten sei erst nach dem Abzug der russischen Truppen geschehen. Satellitenbilder und Zeugenaussagen widersprechen dem. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Der Bundesregierung sei durch Russland offiziell mitgeteilt worden, dass das Zwei-Plus-Vier-Abkommen mit sofortiger Wirkung aufgehoben worden sei.

Bewertung: Manipuliert

(Faktencheck vom 27. April 2022)

Online heißt es, Deutschland und Russland befänden sich offiziell im Krieg, weil Russland den Zwei-plus-Vier-Vertrag verlassen habe. Das Auswärtige Amt teilte uns mit, dass dies nicht der Fall ist. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Ein Video zeige Kokain auf Selenskyjs Schreibtisch.

Bewertung: Manipuliert

(Faktencheck vom 26. April 2022)

Lag auf dem Schreibtisch von Wolodymyr Selenskyj Kokain, als er sich mit Elon Musk austauschte? Nein, das Video wurde manipuliert und danach von pro-russischen Accounts verbreitet. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Das russische Militär habe einen Militärtransporter mit den Buchstaben A bis Z beschriftet.

Bewertung: Manipuliert

(Faktencheck vom 26. April 2022)

Im Netz verbreitet sich die manipulierte Aufnahme eines russischen Militärtransporters. Darauf sind alle Buchstaben des Alphabets zu lesen statt des Buchstabens „Z“. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Ein Video zeige verbrannte Autos in Berlin beziehungsweise Hannover, deren Besitzer Russen seien beziehungsweise bei einem Autokorso mitgemacht hätten.

Bewertung: Teilweise falsch

(Faktencheck vom 25. April 2022)

Auf Facebook und Telegram kursiert ein Video, das Autos zeigt, die angeblich von Ukrainern in Berlin oder in Hannover in Brand gesteckt worden sein sollen. Gehören sollen diese Russen, die an einem pro-russischen Autokorso teilgenommen hätten. Belege dafür gibt es laut der Polizei jedoch nicht. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: 10 Kilometer von Nürnberg entfernt sei ein russischstämmiger Mann von drei ukrainischen Geflüchteten niedergestochen worden.

Bewertung: Frei erfunden

(Faktencheck vom 25. April 2022)

In Sozialen Netzwerken kursiert die Behauptung, in der Nähe von Nürnberg sei ein Mann von Geflüchteten aus der Ukraine niedergestochen worden, weil er Russisch sprach. Ein solcher Fall ist der Polizei Mittelfranken jedoch nicht bekannt. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Ein Video belege, dass ukrainische Randalierer in Berlin Autos zerstört hätten, die an prorussischen Autokorsos teilgenommen haben.

Bewertung: Falscher Kontext

(Faktencheck vom 22. April 2022)

Ukrainische Randalierer sollen Autos „zerstört“ haben, die Anfang April in Berlin bei einem Pro-Russland Autokorso teilgenommen hätten, heißt es in Beiträgen online. Dazu kursiert ein Video. Laut Angaben der Polizei stimmt das jedoch nicht. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Ein Mädchen habe im Regierungsviertel gesungen: „Bald wird es keine Russen mehr geben, und dann wird Frieden auf der ganzen Welt.“

Bewertung: Richtig

(Faktencheck vom 14. April 2022)

In einem kurzen Video ist zu hören, wie ein Kind singt, es werde bald „keine Russnia“ mehr geben. Online wird behauptet, das richte sich gegen alle Russinnen und Russen. Die Sängerin, die das Lied geschrieben hat, behauptet, mit dem Ausdruck seien lediglich russische Angreifer in der Ukraine gemeint – dafür fanden wir aber keine Belege. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Die USA hätten ihren Import von russischem Öl um über 40 Prozent erhöht.

Bewertung: Fehlender Kontext

(Faktencheck vom 14. April 2022)

Ein irreführender Artikel des Anti-Spiegel über amerikanische Ölimporte aus Russland wird in Sozialen Netzwerken verbreitet. Anders als suggeriert, erhöhen die USA ihre Importe aus Russland nicht dauerhaft. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Ein Video zeige Panzer in Recklinghausen. Teilweise wird spekuliert, die Fahrzeuge würden in die Ukraine geliefert.

Bewertung: Fehlender Kontext

(Faktencheck vom 14. April 2022)

Ein Video soll den Transport von Panzern in Recklinghausen in Nordrhein-Westfalen zeigen. Nutzerinnen und Nutzer in Sozialen Netzwerken spekulieren, dass die Fahrzeuge in die Ukraine geschickt würden. Doch dem US-Militär zufolge handelt es sich um eine Truppenverlegung im Zusammenhang mit der Operation „Atlantic Resolve“, die schon vor dem Krieg angekündigt worden war. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Die USA hätten die Existenz von Biowaffen-Laboren in der Ukraine zugegeben.

Bewertung: Fehlender Kontext

(Faktencheck vom 12. April 2022)

Seit Wochen kursieren in Sozialen Netzwerken Behauptungen darüber, dass in der Ukraine Biowaffen hergestellt oder in Laboren erforscht würden. Eine US-Diplomatin soll das Anfang März in einer öffentlichen Sitzung auch zugegeben haben. Sie sprach jedoch von der generellen Forschung an Krankheitserregern, welche in Laboren weltweit üblich ist. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Von Russland veröffentlichte Dokumente aus zwei ukrainischen Laboren belegten, dass dort besonders gefährliche Krankheitserreger zerstört wurden und dies ein Beweis für ein geheimes Biowaffen-Programm in der Ukraine sei.

Bewertung: Falsch

(Faktencheck vom 12. April 2022)

Anfang März veröffentlichte Russland Dokumente zweier ukrainischer Labore. Sie sollen zeigen, dass das Land ein geheimes Biowaffen-Programm betreibt. Doch die Dokumente belegen dies nicht. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: ZDF Enterprises suche Komparsen, um die Verbrechen des russischen Militärs in Mariupol als Doku nachzustellen, da kein Originalmaterial vorhanden sei.

Bewertung: Frei erfunden

(Faktencheck vom 11. April 2022)

Das ZDF suche unter anderem 300 männliche Komparsen für eine Doku über den Angriff des russischen Militärs auf die ukrainische Stadt Mariupol: Das ist auf einem Bild zu lesen, das sich auf Facebook und Whatsapp verbreitet. Einen solchen Aufruf des Fernsehsenders gibt es jedoch nicht. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: In Hamburg seien im Zusammenhang mit dem Krieg Autos mit russischen Kennzeichen beschädigt worden. Dafür seien Geflüchtete aus der Ukraine verantwortlich.

Bewertung: Falsch

(Faktencheck vom 11. April 2022)

Unter anderem in Lettland und Russland verbreiten sich Aufnahmen beschädigter Autos aus Deutschland. Dafür werden teilweise Geflüchtete aus der Ukraine verantwortlich gemacht. Suggeriert wird ein Bezug zum Krieg. Dieser ist laut Polizei Hamburg jedoch nicht gegeben. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Butscha: Aufnahmen belegen Behauptungen zu fehlenden Totenflecken und Leichenstarre nicht

Bewertung: Falscher Kontext

(Faktencheck vom 08. April 2022)

Ein Video aus Butscha soll belegen, dass die Leichen, die dort gefunden wurden, weder Leichenstarre noch Totenflecken aufweisen würden. Die Aufnahmen sind für diese Behauptungen jedoch nicht aussagekräftig. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Auf einem Video aus  Butscha sehe man, dass eine auf der Straße liegende Leiche ihren Arm bewege und eine andere aufstehe.

Bewertung: Falsch

(Faktencheck vom 06. April 2022)

In Sozialen Netzwerken kursiert die Behauptung, auf Aufnahmen aus der ukrainischen Stadt Butscha seien Bewegungen zweier auf der Straße liegender Körper zu sehen. Das ist falsch – die vermeintlichen Bewegungen sind gar keine, in dem Video sind Leichen zu sehen. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Ein CNN-Beitrag belege, dass der TV-Sender einen Brand in Edmonton in Kanada zeige und nicht wie behauptet in Lwiw

Bewertung: Falsch

(Faktencheck vom 04. April 2022)

Ein CNN-Beitrag über die Explosion eines Kraftstofflagers in Lwiw sorgt in Sozialen Netzwerken für Spekulationen: der Beitrag sei nicht in der Ukraine, sondern in Kanada gedreht worden. Das verrate die Aufschrift „Edmonton“ auf der Jacke eines Feuerwehrmanns. Doch die Ausrüstung war eine Spende, die Explosion hat sich in Lwiw ereignet. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Ein kanadischer Scharfschütze, der als der tödlichste der Welt gelte, sei in der Ukraine nach nur 20 Minuten von russischen Spezialeinheiten getötet worden

Bewertung: Falsch

(Faktencheck vom 31. März 2022)

In Sozialen Netzwerken heißt es: Der „tödlichste“ Scharfschütze der Welt, bekannt unter dem Namen Wali, soll in der Ukraine gefallen sein. Die Behauptung ist jedoch erfunden. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Ein Foto zeige, wie Wolodymyr Selenskyj hinter dem russischen Präsidenten Wladimir Putin mit zwei Fingern ein Peacezeichen machte

Bewertung: Manipuliert

(Faktencheck vom 29. März 2022)

Im Netz kursiert ein manipuliertes Bild von Wolodymyr Selenskyj, Wladimir Putin und Emmanuel Macron. Darauf hält der ukrainische Präsident hinter dem Kopf des russischen Präsidenten zwei Finger hoch und grinst. Bei dem Bild handelt es sich jedoch um eine Fotomontage. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Der Nachrichtensender CNN habe Aufnahmen eines serbischen Hotels als Aufnahmen aus der Ukraine ausgegeben

Bewertung: Manipuliert

(Faktencheck vom 28. März 2022)

Im Netz verbreitet sich die Behauptung, der Sender CNN habe Aufnahmen eines verfallenen serbischen Hotels als aktuelle Aufnahmen aus der Ukraine ausgegeben. Ein Tweet, der als Beweis angeführt wird, ist jedoch gefälscht. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Eine Geburtsklinik in Mariupol, die zerbombt wurde, sei nicht in Betrieb gewesen und habe als militärischer Stützpunkt gedient

Bewertung: Falsch

(Faktencheck vom 25. März 2022)

Nach einem mutmaßlich russischen Angriff auf eine Entbindungsstation in der ukrainischen Stadt Mariupol häufen sich im Netz die Zweifel daran, dass das Krankenhaus überhaupt in Betrieb gewesen sei und dass es wirklich Verletzte gegeben habe. Doch Videos und Bilder belegen das Gegenteil – die Klinik war demnach zum Zeitpunkt des Angriffes in Betrieb. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Das Foto einer Spritpreis-Anzeigetafel in Österreich zeige, dass sich der Krieg dort nicht „ganz so stark“ auf die Spritpreise auswirke, wie auf die Preise in Deutschland

Bewertung: Fehlender Kontext

(Faktencheck vom 25. März 2022)

Auf Facebook kursiert ein Foto, das angeblich aktuelle Spritpreise an einer Tankstelle in Österreich zeigt. Dazu wird suggeriert, der Russland-Ukraine-Krieg wirke sich dort nicht so stark aus wie in Deutschland. Doch auch in Österreich stiegen seit Beginn des Krieges die Preise. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Ein Video zeige einen Mann, der in einem Geschäft mit russischen Produkten in Regensburg randaliere

Bewertung: Falscher Kontext

(Faktencheck vom 24. März 2022)

In Sozialen Netzwerken kursieren Aufnahmen, die angeblich einen russenfeindlichen Vorfall in Regensburg zeigen. Doch die Aufnahmen sind weder aktuell, noch stammen sie aus Deutschland. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Fotos und ein Video zeigten keinen russischen Offizier, sondern einen Ukrainer, der einer Neonazi-Organisation in der Stadt Ternopol angehöre

Bewertung: Falsch

(Faktencheck vom 24. März 2022)

In Sozialen Netzwerken kursiert ein Video einer Gefangennahme eines Beamten einer russischen Spezialeinheit. Deutschsprachige Telegram-Accounts behaupten, das Video sei eine Täuschung, der Mann sei ein ukrainischer Neonazi. Das stimmt so nicht. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Dimitri M. ist Beamter einer Spezialeinheit aus Russland, er ist kein Neonazi aus der Ukraine
Dimitri M. ist Beamter einer russischen Spezialeinheit (Quelle: Youtube / Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Behauptung: Ein Video zeige einen verschmutzten Zug, in dem „die Flüchtlinge aus der Ukraine“ gebracht worden seien

Bewertung: Falscher Kontext

(Faktencheck vom 23. März 2022)

In einem Video schimpft ein Mann über leere Bierflaschen, Aufkleber und Schmierereien in einem Zug. Im Internet wird behauptet, Geflüchtete aus der Ukraine seien für die Verunreinigungen verantwortlich. Das stimmt nicht: Es waren offenbar Fußballfans. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Der Deutschlandfunk habe in einem Artikel vom 15. März den Ausdruck „Afrokrainer“ benutzt

Bewertung: Manipuliert

(Faktencheck vom 23. März 2022)

Im Netz kursiert das Bild eines angeblichen Deutschlandfunk-Artikels. Der Sender soll für einige Geflüchtete aus der Ukraine den Ausdruck „Afrokrainer“ genutzt haben. Unstimmigkeiten im Layout deuten darauf hin, dass der Ausdruck nachträglich eingefügt wurde. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Um Kapazitäten für Menschen aus der Ukraine zu schaffen, seien Unterkünfte in Berlin-Reinickendorf für Geflüchtete geräumt worden

Bewertung: Richtig

(Faktencheck vom 22. März 2022)

Im Stadtbezirk Berlin-Reinickendorf stehen sogenannte Tempohomes – das sind Wohncontaineranlagen zur Unterbringung von Geflüchteten. Um Platz für Menschen aus der Ukraine zu schaffen, räumte der Senat kurzfristig mehrere Unterkünfte, in denen Asylbewerber lebten. Sie mussten in andere Unterkünfte ziehen. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Ein Video über die Ukraine zeige, dass sich unter einem vermeintlichen Leichensack eine Person bewegt – die Aufnahmen seien inszeniert

Bewertung: Manipuliert

(Faktencheck vom 22. März 2022)

Im Internet wird ein Video von angeblichen Leichensäcken in der Ukraine verbreitet. In einem der Säcke liegt jedoch ein Mensch, der sich bewegt. Einige Nutzer leiten daraus ab, dass die Szene inszeniert sei. Unsere Recherche zeigt jedoch: Das Video wurde manipuliert und hat mit der Ukraine nichts zu tun – es zeigt eine Klima-Protestaktion in Wien. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: In Euskirchen sei ein Russisch sprechender 16-Jähriger von ukrainischen Geflüchteten zu Tode geprügelt worden

Bewertung: Falsch

(Faktencheck vom 21. März 2022)

In Sozialen Netzwerken kursiert die Behauptung, Geflüchtete aus der Ukraine hätten einen russischsprachigen Jugendlichen in Euskirchen in Nordrhein-Westfalen verprügelt und dieser sei gestorben. Dafür gibt es keinerlei Belege. Die Polizei spricht von einem „Fake“. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Eine Bloggerin habe auf Fotos vom Angriff auf das Kinderkrankenhaus in Mariupol „die Rollen“ mehrerer schwangerer Frauen „gespielt“

Bewertung: Falsch

(Faktencheck vom 18. März 2022)

In Sozialen Netzwerken wird einer schwangeren Bloggerin unterstellt, sie habe mehrere verletzte Frauen bei einem „angeblichen“ Bombenangriff in Mariupol gespielt. Doch Journalisten vor Ort haben den Einschlag dokumentiert – die Bloggerin war eine von mehreren Patienten. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Ein Video zeige den Präsidenten der Ukraine bei einem Krankenhausbesuch zusammen mit der bereits Ende Februar verstorbenen Ärztin Inna Derusova

Bewertung: Falsch

(Faktencheck vom 17. März 2022)

Ein aktuelles Video zeigt den Präsidenten der Ukraine angeblich mit einer Ärztin, die bereits am 26. Februar gestorben sei. Die Frau im Video ist jedoch eine andere. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: In der Oberpfalz seien Hilfsgüter für die Ukraine aus mehreren LKW entladen worden und in der örtlichen Müllverbrennung gelandet

Bewertung: Größtenteils falsch

(Faktencheck vom 17. März 2022)

In Sozialen Netzwerken kursiert ein Foto mit der Behauptung, Hilfsgüter für die Ukraine würden in der Oberpfalz verbrannt. Stattdessen sollen die bereitgestellten LKW angeblich Waffen liefern. Das ist größtenteils falsch – tatsächlich brachte der Konvoi Essen und Arzneimittel an die polnisch-ukrainische Grenze. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Die Deutsche Bank und die Postbank sanktionierten aufgrund des Russland-Ukraine-Krieges all ihre russischen Kundinnen und Kunden in Deutschland, wenn sie keine Aufenthaltserlaubnis vorlegen

Bewertung: Frei erfunden

(Faktencheck vom 14. März 2022)

Mehrere Twitter-Nutzerinnen und Nutzer behaupten anhand unterschiedlicher Briefe, die Deutsche Bank und die Postbank sanktionierten all ihre russischen Kunden in Deutschland, wenn sie keine Aufenthaltserlaubnis vorlegen könnten. Die Briefe sind echt, doch sie betreffen nicht alle Russinnen und Russen. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Ein Foto zeige Menschen, die aus der Ukraine flüchten wollen, am Bahnhof von Charkiw

Bewertung: Richtig

(Faktencheck vom 14. März 2022)

Ein Foto soll den überfüllten Bahnhof in Charkiw, der zweitgrößten Stadt der Ukraine, zeigen. Einige Nutzerinnen und Nutzer in Sozialen Netzwerken zweifeln dies aber an. Doch das Bild stammt tatsächlich von dort. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Schwarze würden daran gehindert, in Züge zu steigen, um aus der Ukraine auszureisen. Ein Video belege das.

Bewertung: Größtenteils richtig

(Faktencheck vom 11. März 2022)

Seit Ende Februar berichten einige Flüchtlinge aus der Ukraine von Diskriminierung bei der Ausreise. Ein Video, das dazu in Deutschland kursiert, zeigt beispielsweise eine Auseinandersetzung an einem Bahnhof. Das Video ist authentisch. Die UN reagierte bereits auf solche Berichte. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: In der Ukraine würden Organe von noch lebenden Menschen entnommen und an die EU verkauft. Die Leichen würden danach mit mobilen Krematorien entsorgt werden.

Bewertung: Falsch

(Faktencheck vom 9. März 2022)

Laut eines Blog-Beitrags werden ukrainischen Soldaten Organe entnommen und in die EU verkauft. Die Leichen sollen danach angeblich in mobilen Krematorien entsorgt werden, um den Organhandel zu vertuschen. Die angeblichen Belege dafür stimmen jedoch nicht. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Am Atomkraftwerk in Tschernobyl sei stark erhöhte radioaktive Strahlung gemessen worden.

Bewertung: Größtenteils richtig

(Faktencheck vom 7. März 2022)

Nachdem russische Truppen die Anlage des ehemaligen Kernkraftwerks im ukrainischen Tschernobyl eingenommen haben, wird in Sozialen Netzwerken über eine angeblich stark erhöhte radioaktive Strahlung diskutiert. Nach Ansicht von Experten besteht jedoch keine Gefahr. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Schaufensterscheiben und Eingangsbereich eines russischen Geschäfts in Deutschland seien beschädigt worden.

Bewertung: Richtig

(Faktencheck vom 4. März 2022)

Ein Video auf Twitter soll ein russisches Geschäft in Deutschland zeigen, das mit Farbe beschmiert und bei dem ein Fenster zerstört worden sei. Die Polizei bestätigt, dass sie in dem Fall ermittelt. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Nein, dieses Bild zeigt keinen von der Ukraine abgeschossenen russischen Jet – es stammt von 1993.

Bewertung: Falscher Kontext

(Faktencheck vom 28. Februar 2022)

Auf Facebook und Twitter verbreitet sich das Bild eines brennenden Kampfjets mit der Behauptung, dieser sei vom ukrainischen Militär abgeschossen worden. Das stimmt nicht, das Foto hat nichts mit dem aktuellen Konflikt zu tun. Es entstand bei einer Flugshow in Großbritannien. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: US-Außenminister Antony Blinken habe in einer UN-Sitzung ein Foto eines bombardierten Kindergartens in Luhansk gezeigt.

Bewertung: Manipuliert

(Faktencheck vom 25. Februar 2022)

Es wird ohne Belege behauptet, dass der Angriff auf einen Kindergarten in der Oblast Luhansk eine „False Flag“ der Ukraine war. Das wird unter anderem von Alina Lipp auf Telegram verbreitet, und auch der österreichische Wochenblick griff die Behauptungen am 21. Februar in einem Artikel auf. Unter anderem heißt es darin, US-Außenminister Antony Blinken habe ein Foto des Kindergartens bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates in die Kamera gehalten. Es wird ein Vergleich zu 2003 gezogen, als der damaligen US-Außenminister Colin Powell ein Fläschchen in die Kamera hielt, um zu beweisen, dass der irakische Diktator Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen habe. Eine Lüge, wie sich später herausstellte.

Die Behauptung, Blinken habe ein Foto des Kindergartens hochgehalten, ist aber ebenfalls falsch. Die AFP hat das Foto von Blinken mit dem Bild des Kindergartens bereits in einem Faktencheck als Fälschung entlarvt. Die Recherche zeigt, dass Blinkens Gesicht und das Bild des Kindergartens nachträglich in das Foto des ehemaligen US-Außenministers Colin Powell von 2003 eingefügt wurden. Unseren vollständigen Faktencheck zu diesem Thema finden Sie hier.

Behauptung: Bild-TV verbreite in einem Video „Fake News“ zur Russland-Ukraine-Krise.

Bewertung: Fehlender Kontext

(Faktencheck vom 25. Februar 2022)

In Sozialen Netzwerken wird behauptet, im Zuge des Russland-Ukraine-Kriegs würden „westliche Fake News“ verbreitet. Als Beispiel werden Aufnahmen von Bild-TV genannt, die eine Explosion und den Absprung von Fallschirmtruppen zeigen, doch tatsächlich nichts mit dem aktuellen Krieg zu tun haben. Der Fehler wurde aber korrigiert. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Videos von Luftangriffen auf den Militärflughafen Iwano-Frankiwsk seien nicht authentisch.

Bewertung: Falsch

(Faktencheck vom 25. Februar 2022)

Im Netz verbreiten sich Videos, die Luftangriffe auf den Flughafen der ukrainischen Stadt Iwano-Frankiwsk zeigen. Deutschsprachige Telegram-Accounts bezweifeln deren Echtheit. Doch die Videos lassen sich durch Recherchen eindeutig den Angriffen zuweisen. Den ganzen Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Foto zeige die Folgen einer Gasexplosion im Jahr 2018 und nicht eines aktuellen russischen Angriffs in der Ukraine.

Bewertung: Falscher Kontext

(Faktencheck vom 25. Februar 2022)

In Sozialen Netzwerken wird eine Collage verbreitet: Ein Bild-Artikel über einen russischen Raketenangriff auf ein Wohnhaus in der Ost-Ukraine wird einem russischen Bericht mit demselben Foto gegenübergestellt. Der russische Bericht soll angeblich belegen, dass das Foto die Folgen einer Gasexplosion 2018 zeige. Das stimmt nicht, das Foto ist aktuell und aus der Stadt Tschuhujiw. Den Faktencheck dazu finden Sie hier.

Behauptung: Angebliche Live-Übertragung der russischen Sondersitzung zur Anerkennung von Donezk und Luhansk wurde Stunden vorher aufgenommen.

Bewertung: Richtig

(Faktencheck vom 25. Februar 2022)

In einer Sondersitzung des Sicherheitsrates am 21. Februar beriet Russlands Präsident Wladimir Putin über die Anerkennung der selbsternannten Volksrepubliken Luhansk und Donezk im Osten der Ukraine. Die Sitzung von dem Sender Channel One wurde gegen 17 Uhr Ortszeit im russischen Staatsfernsehen übertragen. Die russische Regierung veröffentlichte das Protokoll der Sitzung um 18.30 Uhr Ortszeit, was zu der Länge des Videos von 95 Minuten passt. Ein Twitter-Beitrag von RT mit dem Verweis auf eine angebliche Live-Übertragung auf Youtube wurde jedoch mutmaßlich um 18 Uhr Ortszeit veröffentlicht. 

Bereits am Tag nach der Sitzung wiesen Twitter-Nutzer (hier und hier) darauf hin, dass die Uhren der Teilnehmenden eine viel frühere Uhrzeit anzeigen. Mehrere Medien berichteten ebenfalls über die zeitlichen Unstimmigkeiten bei der angeblichen Live-Übertragung der Sondersitzung.    

Die Berichte wecken Zweifel an den zeitlichen Abläufen und dem Zeitpunkt der Entscheidung, die Volksrepubliken als unabhängige Staaten anzuerkennen. Denn: Nicht nur die Uhren auf der Sondersitzung zeigen eine andere Zeit, auch die spätere Unterzeichnung der Dekrete durch Putin war wohl nicht live. 

In der Aufzeichnung der Sitzung legte Putin seine Uhr am Anfang der Sondersitzung ab. Auf einem Bild, das die russische Regierung veröffentlichte, sind die Uhren von Verteidigungsminister Sergei Schoigu (links) und Außenminister Sergei Lawrow (rechts) jedoch gut zu erkennen. Dreht man die Bilder beider Uhren, zeigt Schoigus Uhr 11.45, also mehrere Stunden vor der angeblichen Live-Ausstrahlung. Bei Lavrov ist ein Zeiger zu sehen, der auf die 12 zeigt. 

Politiker auf der Sondersitzung
Im Foto von der Sondersitzung zu sehen: die Uhren des russischen Verteidigunsministers Sergei Schoigu (links) und des Außenministers Sergei Lawrow (rechts) (Quelle des Originalfotos: Kreml / Screenshot, Markierungen und Bearbeitungen: CORRECTIV.Faktencheck)

Bei der Unterzeichnung der Dekrete zur Anerkennung von Luhansk und Donezk, angeblich am Abend desselben Tages, waren Putin, der Luhansker Republikchef Leonid Passetschnik, sowie dessen Donezker Amtskollege Denis Puschilin in einem Raum zu sehen. Zum Zeitpunkt der Unterschrift hatte Putin seine Uhr um – sie zeigt Viertel nach 10. 

Ein Bild, das von der russischen Regierung veröffentlicht wurde, lässt auch die Uhr des Luhansker Republikchefs Leonid Pasetschnik erkennen. Gedreht zeigt auch sie 10.15 Uhr. 

Die Aufnahmen wurden im russischen Staatsfernsehen ab etwa 22.35 Uhr Ortszeit gesendet. Die eigentliche Aufnahme könnte somit entweder etwa 20 Minuten früher stattgefunden haben, oder schon am frühen Morgen, noch vor der Sondersitzung, bei der über die Anerkennung der Volksrepubliken beraten wurde. 

Laut Medienberichten bestätigte Putins Pressesprecher Dmitri Peskow mittlerweile, dass es sich bei den Übertragungen um Aufzeichnungen gehandelt habe. Auf dem Youtube-Kanal des russischen Senders RT ist das Video weiterhin als „live gestreamt“ markiert, jedoch mit dem Verweis „Tape“. Die genauen zeitlichen Abläufe der Sondersitzung und der anschließenden Anerkennung der Republiken bleiben weiterhin unklar. 

Behauptung des russischen Verteidigungsministeriums am 24. Februar 2022: Es würden keine ukrainischen Städte angegriffen, Zivilisten drohe keine Gefahr.

Bewertung: Falsch

(Faktencheck vom 24. Februar 2022)

Das staatlich kontrollierte russische Medium RT DE berichtet, das russische Verteidigungsministerium habe betont, russische Streitkräfte führten einen „Sondereinsatz zur Befriedung und Entmilitarisierung der Ukraine“ durch. In diesem Rahmen gebe es „keine Raketen-, Luft- oder Artillerieangriffe auf ukrainische Städte“. Und: „Zivilisten seien nicht in Gefahr.“ Dasselbe berichtete auch die russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti.

Dem widersprechen jedoch mehrere Meldungen über Explosionen und Angriffe in ukrainischen Städten. Diese lassen sich mit Foto- und Videomaterial belegen. 

Konkret gibt es Aufnahmen eines bombardierten Wohnblocks in der Stadt Tschuhujiw (englische Berichte schreiben den Namen Chuhuiv oder Chuguiv). Die Stadt liegt in der Oblast Charkiw. Die Bilder wurden zum Beispiel von der AFP oder Al Jazeera veröffentlicht. Dabei gab es Berichten zufolge mindestens ein Todesopfer und mehrere Verletzte. In Sozialen Netzwerken wird teilweise angezweifelt, dass das Gebäude in Tschuhujiw durch einen Raketenangriff zerstört wurde – alles deutet jedoch darauf hin, dass die Aufnahmen und Berichte aktuell und authentisch sind. 

Zudem gingen am Morgen Videoaufnahmen einer Explosion auf einer Straße in der Stadt Uman viral (hier und hier). Uman liegt in etwa im Zentrum der Ukraine in der Oblast Tscherkassy. Bei dem Beschuss wurde eine Person auf einem Fahrrad getötet. Den Ort konnten wir verifizieren; auch hier deutet alles darauf hin, dass das Bildmaterial authentisch ist. Der Leiter der Oblast sprach auf Facebook von einem getöteten Zivilisten und fünf Verletzten und rief zur Evakuierung auf. 

Die ganze Recherche und alle Belege finden Sie hier in unserem ausführlichen Faktencheck.

Behauptung russischer Medien am 19. Februar: Ein festgenommener ukrainischer Agent, der an einem Anschlag beteiligt sei, habe Pläne der Ukraine zur Eroberung des Donbass offenbart.

Bewertung: Unbelegt 

(Faktencheck vom 24. Februar 2022)

Am 19. Februar berichteten russische Medien, darunter die deutschsprachige Webseite SNA: Vertreter der selbsternannten Volksrepublik Donezk (DVR) hätten einen ukrainischen Agenten namens Anton Matsanyuk festgenommen. Er werde verdächtigt, an der Sprengung eines Autos des Chefs der Separatisten-Miliz beteiligt gewesen zu sein und habe Pläne offenbart, dass die Regierung in Kiew die pro-russischen Separatistengebiete im Donbass erobern wolle. 

Dazu veröffentlichten russische TV-Sender ein Interview mit dem angeblichen Agenten. Der russische Sender Channel 1 hat Matsanyuk interviewt, es wurden ihm für die Dauer des Interviews die Handschellen abgenommen.

Die Aussagen des Mannes, dass die Ukraine eine Eroberung des Donbass plane, lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Die Ukraine selbst bestritt Vorwürfe von Sabotageakten oder Angriffen: Außenminister Dmytro Kuleba twitterte beispielsweise am 21. Februar, die Ukraine plane „keine derartigen Aktionen“.

Zudem gibt es Unstimmigkeiten bei der Geschichte der Festnahme des „Spions“: Russische Medien wie Sputnik und Channel 1 berichteten, diese habe sich am Donnerstag, 17. Februar, in einer Wohnung in Donezk ereignet. Die Explosion des Autos, an der der Mann beteiligt gewesen sein soll, war jedoch laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Ria Novosti, die sich unter anderem auf Angaben der Volksmiliz DVR beruft, am Freitag, 18. Februar gegen 18 Uhr vor dem Verwaltungsgebäude in Donezk. (Die Zeitangabe im Medienbericht ist 19 Uhr Moskauer Zeit, der Zeitunterschied zu Donezk beträgt eine Stunde, also entspricht das 18 Uhr ukrainischer Zeit.) RIA Novosti veröffentlichte einen ersten Bericht um 19.04 Uhr, und einen Telegram-Beitrag um 19.08 Uhr (beides russischer Zeit).

Die Frage, warum Matsanyuk vor der Explosion festgenommen wurde, wird in den Berichten nicht beantwortet; Verletzte gab es demnach nicht. 

Es gibt auch Zweifel an der Geschichte über das gesprengte Auto des Separatisten-Anführers. Am 18. Februar um 19.25 Uhr lokaler Zeit veröffentlichte Sputnik mehrere Fotos des explodierten Autos, eines älteren grünen Militärfahrzeug-Modells. In den Aufnahmen ist das Kennzeichen des Fahrzeugs zu erkennen: ДК-0101. In einem Video des zerstörten Autos, das seit dem Abend des 18. Februar in Sozialen Netzwerken kursiert, ist das Kennzeichen aber nicht zu sehen.

Foto der russischen Agentur Sputnik zeigt das Kennzeichen des zerstörten Fahrzeugs
Das Foto der russischen Agentur Sputnik zeigt das Kennzeichen des zerstörten Fahrzeugs (Quelle: Sputnik; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Noch am selben Tag wies ein Nutzer auf Twitter darauf hin, dass auf früheren Fotos verschiedene Militärfahrzeuge dieses Kennzeichen trugen. Ein Bild zeigt dasselbe ältere Auto, die Aufnahme stamme vom 7. Februar in Donezk. Wir konnten das Foto nicht verifizieren.

Das zweite Foto zeigt ein anderes, offensichtlich moderneres Fahrzeug mit demselben Kennzeichen. Dieses Foto wurde bereits am 31. Mai 2021 auf Twitter veröffentlicht. Einige Internetnutzer und auch eine ehemalige Beraterin des ukrainischen Verteidigungsministeriums äußerten deshalb die Theorie, dass es sich bei dem gesprengten Auto in Donezk nicht um das Fahrzeug des Chefs der Separatisten-Miliz handelte, sondern um ein älteres Modell, auf das man das aktuelle Kennzeichen montiert habe. Diese Behauptungen konnten wir nicht verifizieren. 

Schwarzer SUV mit dem Kennzeichen DK0101
Ein Foto auf Twitter vom 31. Mai 2021 zeigt einen SUV mit einem schwarzen Kennzeichen – darauf steht dieselbe Nummer wie auf dem Kennzeichen des Militärfahrzeugs (Quelle: Twitter; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Behauptung durch pro-russische Separatisten am 18. Februar: Ein Video zeige Saboteure, die einen Angriff mit einem Chlor-Tank in der Region Donezk planten.

Bewertung: Manipuliert

(Faktencheck vom 22. Februar 2022)

International, aber auch im deutschsprachigen Raum auf Facebook kursiert ein Video, das scheinbar eine Kampfsituation zeigt. Die Qualität ist schlecht, die Aufnahme dunkel. Zu erkennen ist eine Person mit Helm zwischen blätterlosen Sträuchern oder Bäumen. Auch eine Waffe ist zu sehen, die abgefeuert wird. Zu hören sind Schüsse, eine Explosion und Funksprüche. 

Eine Person mit Helm
Ausschnitt aus dem Video, das in Sozialen Netzwerken kursiert und ursprünglich von einer pro-russischen Volksmiliz verbreitet wurde (Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

In deutschsprachigen Facebook-Beiträgen mit dem Video heißt es, in Donezk seien „die ersten Kämpfe“ ausgebrochen. Oder: Soldaten der DVR („Volksrepublik Donezk“) kämpften gegen einen Versuch einer „ukrainischen Sabotagegruppe“, die in das Territorium eindringen wollte.

Veröffentlicht wurde das Video am 18. Februar im russischsprachigen Telegram-Kanal des Pressedienstes der pro-russischen Volksmiliz der DVR. Dahinter steht eine paramilitärische Gruppierung in der Ost-Ukraine. Die Volksmiliz der DVR veröffentlichte das Video mit der Behauptung, man habe verhindert, dass Saboteure in das Territorium von Donezk eindringen. Demnach stamme das Video von diesen Saboteuren selbst und sei von einer Action-Kamera aufgezeichnet worden, die sie vor Ort zurückgelassen hatten. Die Personen hätten versucht, einen Chlorbehälter auf dem Gelände einer Kläranlage in der Nähe der Stadt Horliwka (Stadt im Oblast Donezk) zu sprengen. 

Es gebe jedoch einige Unstimmigkeiten, die Zweifel an der Echtheit des Videos weckten, berichtete der Journalist Eliot Higgins vom Recherchenetzwerk Bellingcat auf Twitter

Higgins fasste auf Twitter die Recherchen mehrerer Journalisten zu diesem Video folgendermaßen zusammen: Den Metadaten des Videos zufolge ist es am 8. Februar erstellt worden, also zehn Tage bevor es veröffentlicht wurde. Wer sich die Metadaten des Videos selbst genauer anschauen möchte, kann es sich von Telegram herunterladen, die Informationen dazu hat Bellingcat hier veröffentlicht. Wir haben das Video ebenfalls mit dem Tool Metadata2Go überprüft und die Metadaten hier gespeichert.

Die Metadaten belegen laut Higgins außerdem, dass dem Video Audio- und Videodaten hinzugefügt wurden, was auf eine Manipulation des Originals hindeute. Die Audiospur des angeblichen Saboteur-Videos passe zu einem älteren Video von 2010, das auf Youtube zu finden ist und auf einem militärischen Übungsplatz in Finnland entstand. Mutmaßlich wurde also der Ton dieses alten Videos benutzt. Higgins folgert daraus, dass das Video gefälscht sei. 

Behauptung durch pro-russische Separatisten am 18. Februar: Die Ukraine werde bald Teile des Donbass angreifen und man müsse sofort evakuieren.

Bewertung: Unbelegt

(Faktencheck vom 22. Februar 2022)

In deutschsprachigen Telegram– und Facebook-Kanälen wurden am 18. Februar Videos von den Separatisten-Führern der selbst ernannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk veröffentlicht. Denis Puschilin und Leonid Passetschnik behaupten darin, dass ein Angriff der Ukraine auf die Region Donbass bevorstehe, und rufen zur Evakuierung auf. 

Die Statements erwecken den Eindruck, sie seien eine aktuelle Reaktion auf Handlungen der Ukraine. Puschilin sagt in seiner Botschaft, dass „ab heute, dem 18. Februar, eine massive, zentralisierte Ausreise der Bevölkerung in die Russische Föderation organisiert“ werde. Die Metadaten der Videos zeigen jedoch, dass sie schon zwei Tage zuvor aufgezeichnet wurden – am 16. Februar.

Journalisten von Bellingcat und Radio Free Europe machten auf die Unstimmigkeiten zwischen den Metadaten und dem Veröffentlichungszeitpunkt aufmerksam. 

CORRECTIV.Faktencheck hat diese Recherchen überprüft und konnte die Ergebnisse bestätigen. Beide Videos wurden in Telegram-Kanälen der „Volksrepubliken“ veröffentlicht. Wir haben die Originaldateien heruntergeladen und uns die Metadaten angesehen: In beiden Videos fanden wir den 16. Februar als Erstellungsdatum. 

Metadaten eines Videos
Die Metadaten zeigen, dass die Video-Dateien schon zwei Tage vor ihrer Veröffentlichung erstellt wurden (Quelle: CORRECTIV.Faktencheck)

Die Ukraine bestritt Vorwürfe zu angeblich geplanten Angriffen. Das französische und das deutsche Außenministerium bezeichneten die Behauptungen der Separatisten in einem gemeinsamen Statement als unbegründet: „Wir befürchten, dass inszenierte Zwischenfälle als Vorwand für eine mögliche militärische Eskalation missbraucht werden könnten“, hieß es darin. 

Behauptung: Die Bombardierung eines Kindergartens in Luhansk sei nur vorgetäuscht worden.

Bewertung: Falsch

(Faktencheck vom 22. Februar 2022)

Seit dem 17. Februar kursieren in Sozialen Netzwerken Bilder von einem Kindergarten in der Ost-Ukraine, der mutmaßlich beschossen wurde. Fotos zeigen ein Loch in der Wand eines Turnraumes. Mehreren Berichten zufolge gab es tatsächlich einen Angriff auf das Gebäude. Im Netz kursieren Behauptungen, dass er nur vorgetäuscht sei, doch dabei handelt es sich offenbar um Desinformation. 

Mit einem digital bearbeiteten Foto, in das ein Bagger nachträglich eingefügt wurde, wird zum Beispiel suggeriert, das Loch in der Wand sei durch diesen Bagger verursacht worden. Wie Reuters berichtet, handelt es sich dabei jedoch um eine Fotomontage – ein Bagger stand ursprünglich nicht neben dem Loch in der Wand. Das zeigt ein Video auf Facebook, in dem der Kindergarten von außen zu sehen ist. 

Bagger vor einem Gebäude
Dieses manipulierte Foto kursiert auf Twitter und wird als vermeintlicher Beleg genutzt, dass der Kindergarten nicht beschossen wurde. Der Bagger wurde jedoch nachträglich eingefügt. (Screenshot und Schwärzung: CORRECTIV.Faktencheck)

Das Narrativ vom erfundenen Angriff kursiert auch in Deutschland: In einem deutschsprachigen Telegram-Beitrag wird behauptet, dass die Bilder des Kindergartens „Fake“ seien. Sie deutet an, dass der Einschlag nicht von einem Angriff pro-russischer Separatisten stamme und dass es keine Explosion gegeben habe. Ihre Begründung: Es fehlten Rußspuren und Geröll an der Einschlagstelle und die Fenster seien nicht zerbrochen. Um ihre Aussage zu belegen, zeigt sie Bilder von anderen Einschlägen, auf denen jedoch ebenfalls kaum Rußspuren zu sehen sind. Das Fenster im Kindergarten neben der Einschlagstelle ist zudem offensichtlich zerstört.

Raum in Trümmern
Das Bild des zerstörten Turnraumes (Quelle: Picture Alliance / Associated Press / Uncredited)

Dass der Angriff auf den Kindergarten stattfand, bestätigen zahlreiche Fotos und Medienberichte (hier und hier) – dort wird der Angriff pro-russischen Separatisten zugeordnet. Auch die ukrainischen Streitkräfte schreiben auf Facebook, die „russischen Besatzungstruppen“ seien dafür verantwortlich. 

Einige russische Webseiten geben dagegen der ukrainischen Seite die Schuld. In einem Artikel der Seite MK-RU vom 17. Februar hieß es: „Die ukrainische Armee bombardierte einen Kindergarten in [Luhansk]“. Als Quelle wird ein Telegram-Kanal, mutmaßlich von pro-russischen Separatisten, angegeben. Ein Faktencheck der ukrainischen Faktencheck-Organisation Stop Fake kam jedoch zu dem Schluss, dass es sich bei dem Artikel von MK-RU um eine Falschmeldung handele. 

Wie der Nachrichtensender NTV am 18. Februar berichtete, liegt der Kindergarten in Stanyzia-Luhanska und heißt „Skaska“. Das Dorf liegt nahe der Stadt Luhansk, wenige Kilometer westlich der ukrainisch-russischen Grenze. Ein Hinweis, dass es sich wirklich um diesen Kindergarten handelt, ist ein markanter Zaun, der auch auf einigen Bildern auf der Facebook-Seite des Kindergartens zu erkennen ist. Auch der getroffene Raum selbst ist in einem Facebook-Beitrag des Kindergartens von Anfang 2020 zu sehen.

Kinder und Erwachsene in einem Kindergarten
Derselbe Raum im Kindergarten „Skaska“ Anfang 2020. Im Hintergrund ist das Wandmotiv mit den Palmen zu sehen und rechts das Regal mit den Fußbällen. (Quelle: Facebook-Seite des Kindergartens „Skaska“)

Behauptung: CNN habe berichtet, Wladimir Putin wolle die Invasion in der Ukraine hinauszögern, bis die USA Waffen an die Ukraine liefern, damit Russland diese beschlagnahmen könne.

Bewertung: Manipuliert

(Faktencheck vom 17. Februar 2022)

Das Bild des angeblichen CNN-Berichts, das am 12. Februar in Deutschland auf Facebook kursiert, zeigt eine Moderatorin und den russischen Präsidenten Wladimir Putin. In dem eingeblendeten Schriftzug steht auf Englisch die vermeintliche Nachricht: „Sources: Putin to delay invasion until Biden delivers weapons to Ukraine for Russia to capture“.

Das Bild ist jedoch eine Fälschung, der CNN-Beitrag stammt aus dem Jahr 2017. Der Text im Bild wurde manipuliert. Wir haben dazu bereits einen ausführlichen Faktencheck veröffentlicht.

Eine Moderatorin und den russischen Präsidenten Wladimir Putin
Das Original-Video von CNN beweist, dass es in dem Bericht nicht um die Ukraine ging – er ist auch nicht aktuell (Quelle vom 30. März 2017: CNN; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Texte und Recherchen: Uschi Jonas, Alice Echtermann, Sarah Thust, Viktor Marinov, Steffen Kutzner, Matthias Bau, Sophie Timmermann, Marc Steinau, Florian Löffler 

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