„Um den Valentinstag dieses Jahr gebührend zu feiern, erhält jeder, der vor dem 14. Februar 2025 ,Schönen Valentinstag‘ auf unserer Seite schreibt, eine besondere Valentinstüte“, heißt es in einem Facebook-Beitrag einer Seite namens „Action fans,“. Angeblich gebe es „Mobiltelefone, iPhones, Einkaufsgutscheine und Geld“ zu gewinnen. Hunderte Kommentare reihen sich unter den Beitrag.
Doch wer an dem angeblichen Gewinnspiel teilnimmt, wird lange warten. Es handelt sich um eine Fälschung – mit dem Einzelhändler Action haben die Verlosung und die Facebook-Seite, die es verbreitet, nichts zu tun.
Mit Betrugsmaschen wie dieser wird versucht, auf Facebook Daten von Nutzerinnen und Nutzern abzugreifen. Darüber haben CORRECTIV.Faktencheck und andere Redaktionen schon mehrfach berichtet.

So lassen sich die Gewinnspiel-Fakes auf Facebook erkennen
Gefälschte Gewinnspiele wie dieses kursieren immer wieder auf Facebook. Sie verwenden Namen bekannter Marken oder Hersteller, um Seriosität vorzugaukeln.
So lassen sich die Fakes erkennen: Die Facebook-Seite hat nur wenige „Gefällt mir“-Angaben und Follower (Stand: 10. Februar) und existiert erst seit wenigen Monaten, wie ein Blick auf den Reiter „Seitentransparenz“ des Profils zeigt. Bei Gewinnspielen ist außerdem ein Impressum gesetzlich vorgegeben, aber auch das fehlt. Die Seite hat auch keinen blauen Verifizierungshaken.

Actions offizielle Facebook-Seite hat dagegen einen blauen Haken, über drei Millionen Follower und Kontaktinformationen wie eine E-Mail-Adresse und Telefonnummer angegeben, auf der verlinkten Webseite findet sich zudem ein vollständiges Impressum. Die Facebook-Seite gibt es außerdem schon seit August 2012. Darauf findet sich das angebliche Gewinnspiel nicht, genauso wenig wie auf der Webseite von Action.
Dort warnt das Unternehmen vor Phishing und Spam. Immer öfter gebe es Aktionen auf Facebook, per SMS oder Whatsapp, bei denen Geschenkgutscheine angeboten würden, dabei handele es sich jedoch um Betrug.
Wer unter den Beitrag kommentiert, erhält wenig später eine Nachricht mit der Aufforderung, den Beitrag zu liken und zu teilen. In einem zweiten Schritt soll man sich dann auf einer Webseite registrieren, um den vermeintlichen Gewinn zu erhalten. Auch die Webseite verwendet den Namen von Action, hat jedoch nichts mit dem Unternehmen zu tun. Was mit den eingegebenen Daten passiert, ist unklar. In der Vergangenheit berichteten Leute, die auf ähnliche Gewinnspiele hereingefallen sind, von ständigen Werbeanrufen.

Daran kann man unseriöse Facebook-Seiten erkennen:
- Ist das Facebook-Profil mit einem blauen Haken verifiziert?
- Gibt es ein Impressum?
- Liegt die Follower-Anzahl in einer glaubwürdigen Größenordnung für die Bekanntheit einer Marke oder Person?
- Welche Art von Beiträgen werden auf dem Facebook-Profil veröffentlicht?
- Wann wurde die Seite erstellt?
Redigatur: Paulina Thom, Sophie Timmermann
Vielleicht kennen Sie das. Die AfD scheint schier unaufhaltsam. Genauso wie der Rechtsruck in ganz Europa. Dazu kommt: Die Situation zuletzt in Ceuta, Krieg im Iran, Frieden ist in der Ukraine noch lange nicht in Sicht und gerade erst haben wir einen Sommer mit einem Rekord an Hitzetoten in Deutschland hinter uns. Von den unfassbaren Waldbränden in Europa will ich gar nicht erst anfangen.
Manchmal möchte man da schon den Kopf in den Sand stecken. Noch eine Krise. Noch eine schlechte Nachricht. Noch eine Debatte, bei der man sich fragt: Wo soll das alles hinführen? Ich glaube, ich spreche für viele, wenn ich sage: An vielen Tagen hat man einfach keinen Bock mehr. Vielleicht kennen auch Sie das Gefühl. Damit sind Sie nicht allein!
Wir von CORRECTIV wollen uns diesem Gefühl nicht länger hingeben. Denn so kann es nicht weitergehen. Deshalb haben wir uns eine neue Aktion ausgedacht und wir glauben, es ist genau das, was wir jetzt brauchen: Gemeinsam mit Ihnen wollen wir 42.000 Mutmeter gehen.
Mutmeter bedeuten für uns: aktiv zu werden und gemeinsam etwas zu schaffen, auf das wir stolz sein können. Gemeinsam setzen wir ein demokratisches Ausrufezeichen in einer extremen Zeit. Wie bei einem Marathon geht es nicht darum, wer am schnellsten ist. Es geht darum, überhaupt loszugehen. Meter für Meter. Schritt für Schritt.

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