Zwei Youtube-Profile verbreiten ein Bild von Sarah Connor mit einem Zitat, das angeblich von der Sängerin stammt. Sie soll gesagt haben, dass alle „den Fehler“ bei der AfD suchen würden, obwohl CDU und SPD an der Regierung seien. Zusammengenommen haben die Videos mehr als 100.000 Aufrufe.
correctiv.org/video-youtube-connor
Medienberichte zeigen, dass sich Connor gegen die AfD positioniert
Eine Google-Suche zu dem Zitat liefert keine Treffer – weder bei Google noch in der Pressedatenbank Genios finden wir Medienberichte mit der Aussage. Im Gegenteil: Die Suchergebnisse zeigen, dass sich Sarah Connor immer wieder gegen die AfD positioniert hat. In ihrem Song „Ruiniert“ vom Jahr 2019 singt sie: „AfD-Idioten, mein Herz kriegt ihr nicht.“
2025 sprach die Sängerin in der Sendung „3nach9“ über Anfeindungen gegen sie in Sozialen Netzwerken und sagte, dass „gerade AfD-Wähler“ dabei sehr kreativ seien. Laut einem Bericht über ein Konzert in Leipzig im März 2026 sagte die Sängerin: „Ich werde nicht aufhören meine Bühne zu nutzen und mich klar gegen Rechts zu positionieren und für Minderheiten einzusetzen und gegen homophobes Verhalten und gegen Rassismus.“
web.archive.org/genios-suche
youtube.com/sarah-connor-ruiniert
focus.de/auftritt-connor-anfeindungen
tag24.de/konzert-connor-leipzig
Auch auf Connors Profilen gibt es keine Belege für das Zitat
Auch in den Profilen von Sarah Connor auf den Sozialen Netzwerken, etwa Instagram, Facebook oder Tiktok, fanden wir keine Belege für das angebliche Zitat. Auf Anfragen an Connor und ihr Management, ob das Zitat wirklich von ihr stammt, bekamen wir jedoch keine Antwort. Der Verbreiter der Behauptung war für eine Anfrage nicht erreichbar.
facebook.com/suche-profil-connor
instagram.com/sarahconnor/
Diesen Faktencheck haben Mitglieder der Faktenforum-Community recherchiert. Sara Pichireddu, Gabriele Scherndl
Welche Recherche sollen wir im kommenden Jahr nicht machen?
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Wir sind sehr dankbar für jede Spende. Gleichzeitig bedeutet das aber: Wenn uns diese Einnahmen fehlen, wird das unsere Arbeit im kommenden Jahr einschränken. Dann müssen wir entscheiden, welche Recherchen wir finanzieren können und welche wir auslassen müssen.
Eine gesellschaftlich relevante Recherche sollte nicht daran scheitern, dass sie aufwendiger wird als zunächst erwartet. Hinter journalistischer Unabhängigkeit stehen am Ende ziemlich konkrete Zahlen. Planen können wir dabei nur mit dem Geld, das uns zur Verfügung steht. Und im Moment reicht das, was während dieser Spendenaktion zusammenkommt, noch nicht.
Diese Spendenaktion ist für unsere Arbeit im kommenden Jahr sehr wichtig. Das heißt: Wirklich jeder Betrag, ob 5, 10, 15 Euro, hilft uns für unsere weitere Arbeit. Wenn Sie können: Bitte unterstützen Sie heute unsere Aktion.
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