Am 5. Januar postete die Facebookseite „Wir haben die Schnauze voll“ ein Foto eines Zeitungsartikels mit der Überschrift „Karussellautos sind tabu“. In dem Artikel berichtete die Osnabrücker Zeitung über ein angebliches Verbot bestimmter Fahrzeuge auf Kinderkarussells.
Autos, Lkw, Motorräder, Flugzeuge und exotische Tiere seien auf Karussells in Osnabrück ab 2019 verboten. Stattdessen seien Fahrräder, öffentlicher Nahverkehr und Nutztiere erlaubt, um Kindern zu vermitteln, dass die nicht artgerechte Haltung von Wildtieren und der Autoverkehr nicht mehr zeitgemäß seien. Der Beitrag wurde auf Facebook bisher 125 Mal geteilt. In den Tagen zuvor hatten verschiedene Twitternutzer das Foto des Artikels ebenfalls geteilt – ohne Hinweis auf Satire.

Als der Beitrag bei Facebook am 5. Januar veröffentlicht wurde, hatte die Osnabrücker Zeitung längst reagiert und klargestellt: Es handelte sich um Satire. „Tatsächlich zeigt das Foto des Artikels nur einen kleinen Ausschnitt der ersten Lokalseite, die an Silvester traditionell mit ‘Tills Silvesterpunsch und Bleigießerei’ überschrieben ist. Dabei handelt es sich um ein Satireformat, das – ähnlich dem Portal Postillon – viel diskutierte Nachrichten aufgreift und weiterspinnt – nur mit lokalen Inhalten.“
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Um Missverständnisse zu vermeiden, verzichtet die Osnabrücker Zeitung bei diesen Artikeln auf eine Online-Veröffentlichung. Diese Vorsichtsmaßnahme umgingen Nutzer mit dem verbreiteten Foto des Print Artikels.
Verschiedene überregionale Medien griffen das Thema in der ersten Januarwoche auf und klärten über den Satireartikel auf. Unter anderem die Faktenchecker von Mimikama und die Redaktionen von bento und Focus.
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