In eigener Sache

GADMO startet Online-Plattform mit Faktenchecks aus Deutschland und Österreich – CORRECTIV.Faktencheck mit dabei

Unter dem Motto „Fakten gegen Fakes“ startet der größte Zusammenschluss von Faktencheck-Teams und Forschenden im deutschsprachigen Raum. CORRECTIV beteiligt sich gemeinsam mit den anderen führenden Faktencheck-Organisationen in Deutschland und Österreich am German-Austrian Digital Media Observatory (GADMO).

von Florian Löffler

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Neben CORRECTIV.Faktencheck sind die Faktencheck-Redaktionen der DPA, APA und AFP Teil des German-Austrian Digital Media Observatory (GADMO) (Credit: GADMO/CORRECTIV.Faktencheck)

Unter dem Motto „Fakten gegen Fakes“ startet der größte Zusammenschluss von Faktencheck-Teams und Forschenden im deutschsprachigen Raum, das German-Austrian Digital Media Observatory, kurz GADMO. CORRECTIV beteiligt sich gemeinsam mit den anderen führenden Faktencheck-Organisationen in Deutschland und Österreich – der Deutschen Presseagentur (DPA), der Österreichischen Presseagentur (APA) und der französischen Agence France-Presse (AFP). Das Projekt wird vom Institut für Journalistik der TU Dortmund geleitet und koordiniert und ist Teil des europaweiten Netzwerks des European Digital Media Observatory (EDMO), das 14 regionale Zentren umfasst und durch die EU gefördert wird.

Ab dem 23. Februar sind alle Faktenchecks dieser führenden Faktencheck-Organisationen im deutschsprachigen Raum auf der neuen Online-Plattform GADMO.eu und faktengegenfakes.de verfügbar. Die Plattform bietet ein Archiv an, das derzeit bis November 2022 zurückgreift – und auf der täglich neue Faktenchecks einlaufen, die nach unterschiedlichsten Kategorien gefiltert werden können. 

Uschi Jonas, Teamleiterin von CORRECTIV.Faktencheck, sieht in GADMO eine wichtige Anlaufstelle, um gemeinsam im deutschsprachigen Raum gegen die Verbreitung von Falschmeldungen vorzugehen. „Desinformation bedroht unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie – umso wichtiger finden wir es, die Kräfte von Faktencheckerinnen und Faktencheckern zu bündeln und die Forschung mit ins Boot zu holen, um gemeinsam noch effektiver und nachdrücklicher unbelegten Gerüchten und Falschbehauptungen im Netz entgegenzuwirken.“

Auch bei der Förderung von Medienkompetenz möchte GADMO gezielt mitwirken. In der Zukunft bietet das Projekt Workshops und Lernmaterialien an, die auf der neu geschaffenen Plattform kompakt und gebündelt angeboten werden sollen. Die teilnehmenden Forschungseinrichtungen helfen bei der Identifizierung von Desinformation und arbeiten an Tools, um Fakes besser erkennen zu können. Analysen der von den Faktencheck-Organisationen bereitgestellten Artikel werden öffentlich einsehbar bereitgestellt.