Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Das zeigen nicht nur die Entwicklungen in Deutschland. Sie muss geschützt und verteidigt werden. Genau darum geht es bei den Neuerscheinungen und Veranstaltungen des CORRECTIV.Verlags auf der Frankfurter Buchmesse 2026.
Wenn ihr in Frankfurt seid, schaut vorbei und tauscht euch mit uns aus! Ihr findet uns in Halle 3.0 am Stand D96.
CORRECTIV auf der Buchmesse in Frankfurt:

Der türkische Exiljournalist Can Dündar und CORRECTIV-Reporter Marcus Bensmann kennen autoritäre Gewalt und den Druck auf unabhängigen Journalismus aus eigener Erfahrung. Dündar in der Türkei, Bensmann in Zentralasien: Beide erlebten staatliche Verfolgung und Anschläge auf ihr Leben. Und das, weil sie kritisch berichteten. Ihr Buch „Warnung an Deutschland“ ist ein Weckruf: Wie erkennen wir, wenn eine Demokratie ins Wanken gerät – und wann müssen wir handeln?
Unsere Veranstaltungen zum Buch:
9. Oktober 2026: Warnung an Deutschland – Marcus Bensmann und Can Dündar bei OPEN BOOKS
Wie schnell kann eine Demokratie kippen – und woran erkennen wir, dass es passiert? Bensmann und Dündar sprechen in Frankfurt über ihr neues Buch, über autoritäre Gewalt und Propaganda, über Verfolgung, Einschüchterung und den Umgang einer Demokratie mit ihren Feinden.´Weitere Infos.
Datum: 9. Oktober 2026
Zeit: 17:00–18:00 Uhr
Ort: Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main
Veranstaltung: OPEN BOOKS
11. Oktober 2026: Warnung an Deutschland – Wir haben erlebt, wie Demokratien sterben.
Wie zeigt sich der Verfall einer Demokratie und was kann man tun, um ihn aufzuhalten? Dündar und Bensmann haben Antworten. Weitere Infos.
Datum: 11. Oktober 2026
Zeit: 13:00–14:00 Uhr
Ort: Frankfurter Buchmesse, Dialoge Stage im Foyer 4.0
Veranstaltung: Frankfurter Buchmesse
„Die Feinde einer Demokratie sind nicht nur die Populisten oder die Autokraten, sondern die Mitte, die sich unterwirft und nicht mehr kämpfen will. Dann beginnt alles zu zerfallen, und man weiß aus erster Hand, was passiert, wenn eine Gesellschaft den richtigen Moment verpasst, sich gegen den Ansturm einer autoritären Kraft zu verteidigen.“
Marcus Bensmann
Russland sollte uns eine Warnung sein
Das Buch „Botschaften aus dem Neo-Gulag“ zeigt, was folgt, wenn eine Demokratie fällt, und führt mitten hinein in ein System, in dem der Rechtsstaat durch Gewalt ersetzt wurde. Ukrainische und russische Gefangene berichten von Verschleppung, Folter und Willkür in russischen Haftlagern. Ihre Zeugnisse machen sichtbar, was aus einer Gesellschaft werden kann, wenn Menschenrechte nicht mehr gelten. Gerahmt wird das Buch von der entscheidenden Frage an uns: Wie weit sind wir bereit zu gehen, um unsere Freiheit zu verteidigen?
Unsere Veranstaltung zum Buch:
10. Oktober 2026: Messages from Russia’s Neo-Gulags
Was geschieht, wenn ein Staat das Recht durch Gewalt ersetzt? CORRECTIV-Publisher David Schraven, der russische Exiljournalist Sergey Lukashevskiy und die ukrainische Rechtsexpertin Yuliia Bohdan diskutieren über die Zeugnisse der Überlebenden – und darüber, was sie über die Verteidigung unserer Freiheit sagen. Weitere Infos.
Datum: 10. Oktober 2026
Zeit: 10:00–10:30 Uhr
Ort: Frankfurter Buchmesse, Global Stage im Foyer 5.1/6.1
Sprache: Englisch
Gäste: David Schraven, Sergey Lukashevskiy, Yuliia Bohdan
Schlagfertig gegen Populismus

Der Kampf um unsere Demokratie wird nicht nur im Großen geführt. Jeden Tag entscheiden Debatten darüber, wie offen und demokratisch unsere Gesellschaft bleibt. In „Ich bin doch kein Rassist, aber …“ plädiert CORRECTIV-Chefredakteurin Anette Dowideit für eine Migrationsdebatte, in der Probleme benannt werden können, ohne Menschen abzuwerten oder Grundrechte preiszugeben. Eine Demokratie braucht sachliche Auseinandersetzungen und gesunde Kommunikation, sonst wachsen Misstrauen und Polarisierung.
Unsere Veranstaltungen zum Buch:
10. Oktober 2026: „Ich bin doch kein Rassist, aber …“ – Anette Dowideit bei OPEN BOOKS
Die einen meiden das Thema aus Angst vor Rassismus-vorwürfen. Die anderen überzeichnen Probleme und leiten daraus politische Forderungen ab. CORRECTIV-Journalist Bastian Schlange spricht mit Chefredakteurin Anette Dowideit über Migration, Populismus und ihr neues Buch. Weitere Infos.
Datum: 10. Oktober 2026
Zeit: 17:00–18:00 Uhr
Ort: Historisches Museum, Saalhof 1, 60311 Frankfurt am Main
Veranstaltung: OPEN BOOKS
11. Oktober 2026: „Ich bin doch kein Rassist, aber …“ – Für eine ehrliche Debatte über Migration
Verhärtete Fronten, Angst vor Rassismusvorwürfen und eine Gesellschaft, die zunehmend auseinanderdriftet: Die Journalistinnen Anette Dowideit und Lara Grewe versuchen mit Comedienne Tülin Sezgin (bekannt als @conny.fromtheblock), die Debatte über Migration wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen. Weitere Infos.
Datum: 11. Oktober 2026
Zeit: 14:00–15:00 Uhr
Ort: Frankfurter Buchmesse, Dialoge Stage im Foyer 4.0
Gäste: Anette Dowideit, Tülin Sezgin, Lara Grewe
Unsere Werkzeuge für die Demokratie
Mit den ersten beiden Bänden der neuen Werkzeug-Reihe wird der Anspruch einer offenen und sicheren Kommunikation ganz praktisch: „Schlagfertig gegen Populismus“ zeigt, wie populistische Parolen funktionieren, wie man sie erkennt und ihnen souverän begegnet. „Schreiben mit Humor“ vermittelt journalistisches und sprachliches Handwerk und zeigt, wie Humor Menschen erreichen, Erwartungen brechen und gerade in aufgeheizten Zeiten eine demokratische Kraft entfalten kann.
„Ein globaler Wahnsinn steht vor unserer Tür. Und dieses Mal gibt es keinen Ort mehr, an den wir fliehen können … Entweder wir verteidigen unser Zuhause – oder wir verlieren alles.“
Can Dündar
Für Kunst- und Meinungsfreiheit

Das beste Beispiel dafür liefert die autobiografische Graphic Novel „Riecht nach Zensur“. Eine vermeintlich harmlose Zeichnung für ein Istanbuler Satiremagazin wird zum Skandal: Die türkische Justiz erklärt den Cartoon zur Gefahr für die öffentliche Moral. Der Karikaturistin Zehra Ömeroğlu drohen bis zu drei Jahre Haft. Mit bitterem Humor erzählt Ömeroğlu in ihrer Graphic Novel, wie ein autoritäres Regime versucht, eine Künstlerin zum Schweigen zu bringen und ihren Fall damit zu einem weltweiten Symbol für den Kampf um Meinungs- und Kunstfreiheit macht.
Mit unserem Programm in Frankfurt unterstreichen wir: Freiheit braucht Menschen, die sie nutzen. Demokratie braucht Menschen, die für sie einstehen.
Besuchen Sie uns gern und kommen Sie mit uns und unseren Autorinnen und Autoren ins Gespräch (Halle 3.0 D96).