Es gilt als das größte Bildungsprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik: Mit dem Startchancen-Programm fördern Bund und Länder seit August 2024 deutschlandweit mehrere tausend Schulen, an denen besonders viele benachteiligte Kinder und Jugendliche lernen. Ziel des Programms ist, dass mehr Schülerinnen und Schüler richtig lesen, schreiben und rechnen können.
Insgesamt 20 Milliarden Euro werden über zehn Jahre investiert: 10 Milliarden Euro kommen vom Bund, ebenso viel von den Ländern. Gestartet ist das Programm im Jahr 2024 mit etwa 2.100 Schulen. Insgesamt sollen 4.000 Schulen gefördert werden.
320 Startchancen-Schulen in Hessen
Da es sich um öffentliche Fördergelder handelt, machen die Bundesländer die Liste der geförderten Schulen in der Regel öffentlich. Einzige Ausnahme bisher – Hessen. Dort war bisher nur bekannt, welche Schulen seit Beginn des Förderprogramms unterstützt werden. Nicht aber die Namen der Schulen, die seit Sommer 2025 gefördert werden.
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CORRECTIV hat nun nach mehreren Monaten die Liste aller derzeitigen Startchancen-Schulen vom Hessischen Kultusministerium erhalten und macht diese öffentlich. Die vollständige Liste kann der Tabelle entnommen werden. Derzeit werden insgesamt 320 Schulen in Hessen gefördert. Knapp zwei Drittel davon sind Grundschulen.
Dass Hessen anders als alle anderen Bundesländer bisher nicht die Namen der Startchancen-Schulen veröffentlichte, begründete das Hessische Kultusministerium auf Anfrage von CORRECTIV damit, dass es viele verschiedene Programme gebe. „Wir veröffentlichen die Namen der Schulen normalerweise nicht auf den Internetseiten“, teilte die Pressestelle mit. Die Frage, ob das Ministerium plane, die Namen der Startchancen-Schulen noch zu veröffentlichen, ließ die Pressestelle unbeantwortet.
Hessen erhält im Rahmen des Startchancen-Programms jährlich etwa 78,5 Millionen Euro vom Bund. Die Fördergelder verteilen sich auf drei Bereiche: Bauen und Raumausstattung, die Weiterentwicklung von Schul- und Unterrichtskonzepten sowie Personal für multiprofessionelle Teams, also zum Beispiel Stellen für Schulsozialarbeiterinnen.
Schleppender Start
Das Förderprogramm lief in einigen Bundesländern schleppend an, wie CORRECTIV bereits berichtete. Es dauerte teilweise monatelang, bis die Länder regelten, wie Schulen und Schulträger die Gelder beantragen können. In Hessen trat die Richtlinie für die Bauförderung erst im April 2025 in Kraft.
Ein weiteres Problem, das Recherchen von CORRECTIV im Jahr 2024 offenbarten: Mehrere Länder verschieben für das Startchancen-Programm hunderte Millionen Euro aus bestehenden Programmen und investieren kaum zusätzlich in Schulen. Wie viele neue Mittel aus den Ländern wirklich jedes Jahr in das Startchancen-Programm fließen, ist unklar.
Datenaufbereitung: Rose Mintzer-Sweeney
Faktencheck und Redigat: Marius Münstermann, Pia Siber
Vielleicht kennen Sie das. Die AfD scheint schier unaufhaltsam. Genauso wie der Rechtsruck in ganz Europa. Dazu kommt: Die Situation zuletzt in Ceuta, Krieg im Iran, Frieden ist in der Ukraine noch lange nicht in Sicht und gerade erst haben wir einen Sommer mit einem Rekord an Hitzetoten in Deutschland hinter uns. Von den unfassbaren Waldbränden in Europa will ich gar nicht erst anfangen.
Manchmal möchte man da schon den Kopf in den Sand stecken. Noch eine Krise. Noch eine schlechte Nachricht. Noch eine Debatte, bei der man sich fragt: Wo soll das alles hinführen? Ich glaube, ich spreche für viele, wenn ich sage: An vielen Tagen hat man einfach keinen Bock mehr. Vielleicht kennen auch Sie das Gefühl. Damit sind Sie nicht allein!
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Mutmeter bedeuten für uns: aktiv zu werden und gemeinsam etwas zu schaffen, auf das wir stolz sein können. Gemeinsam setzen wir ein demokratisches Ausrufezeichen in einer extremen Zeit. Wie bei einem Marathon geht es nicht darum, wer am schnellsten ist. Es geht darum, überhaupt loszugehen. Meter für Meter. Schritt für Schritt.
