Fußballdoping

FIFA-Dopingproben: Helft uns bei der Recherche

Die FIFA möchte in diesem Jahr jeden WM-Spieler vor Beginn des Turniers testen. Die gesammelten Urin- und Blutwerte sollen in den biologischen Pässen des Weltverbandes gespeichert werden. Uns interessiert, ob diese Ankündigung eingehalten wird und wie diese Kontrollen genau ablaufen. Dabei könnt Ihr uns helfen.

von Jonathan Sachse

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Hier findet Ihr ein offenes Google-Dokument, indem wir alle FIFA-Kontrollen sammeln, die gegenwärtig in den weltweit verteilten Trainingslagern der Nationalmannschaften durchgeführt werden. Seit dem 1. März und bis spätestens zum 11. Juni müsste hier jede Nation drin stehen, wenn die FIFA sich an den eigenen Zeitplan hält und wir mit Eurer Hilfe alle Proben erfassen können.

Diese Übersicht soll helfen verschiedene Dinge zu verstehen. Zum Beispiel: Wann werden die Proben genommen? Alle in einem ähnlichen Zeitraum und wie weit vom Turnier entfernt? Werden die Nationalspieler nachträglich kontrolliert, wenn sie beim ersten großen Text nicht vor Ort gewesen sind?

Wie Ihr helfen könnt:
(1) Teilt diese Nachricht bzw. den Link zum Dokument mit euren (gerne internationalen) Netzwerken.
(2) Kommentiert hier, schreibt uns auf Facebook & Twitter oder ergänzt direkt im Dokument eure Ergebnisse.

Vielen Dank vorab an alle Helfer und an alle Personen, die uns seit gestern bereits unterstützt haben!

Wer die schwierigen Rahmenbedingungen rund um die Dopingkontrollen bei der Weltmeisterschaft noch nicht kennt, dem empfehlen wir unsere erste Doping-WM-Vorschau.

Vielleicht kennen Sie das. Die AfD scheint schier unaufhaltsam. Genauso wie der Rechtsruck in ganz Europa. Dazu kommt: Die Situation zuletzt in Ceuta, Krieg im Iran, Frieden ist in der Ukraine noch lange nicht in Sicht und gerade erst haben wir einen Sommer mit einem Rekord an Hitzetoten in Deutschland hinter uns. Von den unfassbaren Waldbränden in Europa will ich gar nicht erst anfangen.

Manchmal möchte man da schon den Kopf in den Sand stecken. Noch eine Krise. Noch eine schlechte Nachricht. Noch eine Debatte, bei der man sich fragt: Wo soll das alles hinführen? Ich glaube, ich spreche für viele, wenn ich sage: An vielen Tagen hat man einfach keinen Bock mehr. Vielleicht kennen auch Sie das Gefühl. Damit sind Sie nicht allein!

Wir von CORRECTIV wollen uns diesem Gefühl nicht länger hingeben. Denn so kann es nicht weitergehen. Deshalb haben wir uns eine neue Aktion ausgedacht und wir glauben, es ist genau das, was wir jetzt brauchen: Gemeinsam mit Ihnen wollen wir 42.000 Mutmeter gehen.

Mutmeter bedeuten für uns: aktiv zu werden und gemeinsam etwas zu schaffen, auf das wir stolz sein können. Gemeinsam setzen wir ein demokratisches Ausrufezeichen in einer extremen Zeit. Wie bei einem Marathon geht es nicht darum, wer am schnellsten ist. Es geht darum, überhaupt loszugehen. Meter für Meter. Schritt für Schritt.