Diese Sonderreihe stützt sich auf das Netzwerk von Journalistinnen und Fachleuten von CORRECTIV.Exile, die trotz anhaltenden Drucks dokumentieren, wie autoritäre Machthaber voneinander lernen – und den demokratischen Rückschritt weltweit beschleunigen. Wir machen die Muster sichtbar: Methoden aus Ungarn, die in Polen kopiert werden; Russlands sogenannte „Auslandsagenten“-Gesetze, die sich nach Georgien und Serbien ausbreiten. Dies ist keine isolierte Krise, sondern eine koordinierte globale Verschiebung – eine Warnung, bevor Demokratien zu einer fernen Erinnerung verblassen.
Ich erinnere mich noch genau an das erste Mal, als ich mir eins dieser Instagram Reels angeschaut habe: Eine schick gekleidete Frau erzählte in der sonnendurchfluteten Küche von ihrer Lebensaufgabe als Mutter der Familie und ihrer Bestimmung als Ehefrau. Ich scrollte weiter – es schien einer von vielen bizarren, kurzlebigen Social-Media-Trends zu sein. Ich lag falsch.
Hinter der Ästhetik lief sich eine metapolitische Maschinerie warm. Das Bild auf meinem Handybildschirm erinnerte mich an meine eigene Kindheit, die von strikten Geschlechterrollen und Traditionen geprägt war und in der der Ehemann und Vater im Mittelpunkt von allem stand. Meine Mutter arbeitete hart dafür, mir einen anderen Weg zu ermöglichen – raus aus der kleinen, hügeligen Region im Norden der Slowakei. Doch dreißig Jahre später saß ich hier und sah etwas unheimlich Vertrautes. Heute mit moderner Kleidung, besserer Beleuchtung, aber dahinter dieselbe Architektur der Unterwerfung, als freie Entscheidung verkleidet.
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Aber woher kommt dieses Frauenbild?
Anfang der 2020er Jahren verbreitete sich der Tradwife-Trend schnell auf der ganzen Welt – und in der Social Media Logik trafen die Tradwives genau ins Herz der Algorithmen: Sie sind visuell ansprechend, emotional berührend, ideologisch provokant und gerade kontrovers genug, um die Menschen weiterzuschauen zu lassen, ohne die Inhaltsmoderation auszulösen.
Das Original
Als westliche Medien 2020 das Ideal der Tradwife entdeckten, wurde sie ein Teil amerikanischer Kultur – eine TikTok-Kuriosität, geboren aus pandemischer Langeweile und der Ernüchterung über das Girlboss-Modell. Journalistinnen und Wissenschaftler erkannten schnell, dass hinter diesen Frauen, die mit beruhigender Stimme über Pflichten, Glauben und die Familie sprachen, weit mehr steckte als nur ein Internet-Phänomen. Das US-amerikanische TikTok-Aushängeschild dieser zweiten Welle, Estee Williams, veröffentlichte im März 2022 ihr erstes Tradwife-TikTok. Ein ausführlicher Beitrag von CNN folgte am 27. Dezember 2022. Der noch größere Durchbruch im Mainstream – mit Ballerina Farm/Hannah Neeleman und Nara Smith – kam in den Jahren 2023 und 2024. 2025 wurde der Begriff „Tradwife“ schließlich in die Wörterbücher von Cambridge und Oxford aufgenommen.
Was der Westen 2022 auf TikTok entdeckte, hatte Russland bereits 2013 gesetzlich verankert. Was amerikanische Influencerinnen freiwillig für ihre Followerschaft inszenieren, wurde polnischen Frauen durch ein Urteil des Verfassungsgerichts auferlegt. Was wie eine Entscheidung erscheint, ist in Serbien und der Slowakei seit Langem als zivilisatorische Verpflichtung etabliert – und wird ähnlich wie in den USA von Kirche und Staat gestützt.
In Osteuropa ist der Trend in den sozialen Medien weit weniger sichtbar – nicht, weil die konservativen Ideale dahinter weniger real wären, sondern weil sie dort nicht inszeniert werden müssen. Die post-sowjetischen Tradwives gingen aus den Trümmern des Kommunismus, den nationalistischen Kriegen der 1990er-Jahre und der Suche des Kremls nach einer postsowjetischen Identität hervor. Sie waren bereits fest in der Kirche und in staatlichen Institutionen verankert, die sich mit „traditionellen Werten“ befassten – Lebensrealitäten, die den westlichen Tradwives erspart blieben.
Die perfekte Frau des Staates
Autokraten sind nicht zufällig auf die Tradwife gestoßen. Sie brauchen sie, weil die Tradwife ein Problem löst, das Panzer und Gerichte nicht lösen können. Die Tradwife legitimiert das Regime, ohne als offensichtliche Propaganda zu erscheinen. Sie lässt den Abbau von Rechten wie eine Rückkehr zur natürlichen Ordnung wirken – und erweckt den Eindruck, als sei dies eine freie Entscheidung.
In Russland ließ Putin 2022 die unter Stalin eingeführte Medaille „Mutterheldin“ wiederaufleben. Frauen mit zehn oder mehr Kindern werden damit neben der Auszeichnung als Mutterheldin auch finanziell belohnt. Gleichzeitig wurde eine „kinderfreie Ideologie“ zunehmend kriminalisiert. Die traditionelle Mutter ist in diesem System keine bloße Symbolfigur. Sie ist die Arbeitskraft, von der das System lebt – ausgezahlt, ein Kind nach dem anderen.
In Polen verfolgte der Vorsitzende der konservativen Partei PiS, Jarosław Kaczyński, dieselbe Logik, nur mit anderen Mittel: die katholische Kirche lieferte die theologische Grundlage, der konservative Zusammenschluss vom Juristenverband Ordo Iuris die juristischen Grundlage und PiS die finanziellen Mittel. Im Jahr 2020 schränkte ein Urteil des Verfassungsgerichts einen Großteil der rechtlichen Möglichkeiten für Schwangerschaftsabbrüche ein. Das Programm „Familie 500+“ zahlte Eltern anschließend einen monatlichen Zuschuss pro Kind – und belohnte damit eine scheinbar freie Entscheidung, die das Gesetz als einzige verbliebene Option übrig gelassen hatte. Die traditionelle Mutterrolle wurde so im selben Atemzug erzwungen und subventioniert.
In Serbien lagerte Vučić diese ideologische Arbeit vollständig an die orthodoxe Kirche aus. Deren patriarchales Oberhaupt bezeichnete Geschlechtergleichheit öffentlich als Gotteslästerung. Der serbische Staat muss also nicht sagen, dass Frauen ins Haus gehören. Die Kirche sagt es jeden Sonntag.
Robert Fico in der Slowakei verkörpert die zynischste Variante dieser Ideologie. Der bekennende Atheist ließ auf Wunsch der katholischen Kirche die Definition der Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau in die slowakische Verfassung aufnehmen. 2025 änderte die Slowakei ihre Verfassung, um nur zwei Geschlechter anzuerkennen und traditionelle Familienwerte als Angelegenheiten der nationalen Souveränität zu verankern.
Das Muster ist in allen Fällen identisch. Doch die Frage bleibt: Warum sind Autokraten so sehr darauf angewiesen, dass Frauen traditionelle Geschlechterrollen erfüllen? Genau an diesem Punkt kommt die Tradwife ins Spiel.

Wofür wird die Tradwife gebraucht?
Gesetze können Schwangerschaftsabbrüche verbieten. Gerichte können abweichende Meinungen kriminalisieren. Eine Verfassung kann die Ehe definieren. Doch kein Erlass kann eine Bevölkerung dazu bringen, die ihr auferlegte Ordnung als natürlich und freiwillig gewählt zu empfinden. Dafür braucht es ein menschliches Gesicht.
Die klassische Tradwife liefert dieses Gesicht – unabhängig davon, ob die einzelne Frau ihre Rolle aus echter Überzeugung lebt. Es geht hier nicht darum, ihr diese Überzeugung abzusprechen, sondern darum, welche Funktion sie im System übernimmt. Ein Politiker, der traditionelle Weiblichkeit propagiert, kann als traditioneller Sexist abgetan werden. Doch einer Frau, die sich öffentlich und überzeugt der häuslichen Rolle des Regimes verschreibt, kann man kaum widersprechen. Oder zumindest nicht, ohne den Eindruck zu erwecken, ihre Entscheidungsfreiheit in Frage zu stellen. Sie erreicht also Bereiche, in die Propaganda nicht vordringen kann. Das Staatsfernsehen spricht diejenigen an, die dem Staat ohnehin zustimmen. Doch ein Video, in dem eine Frau zu klassischer Musik Teig knetet, erreicht eine 23-jährige Frau in Belgrad oder Moskau, die noch nie an einer politischen Versammlung teilgenommen hat. Und die wahrscheinlich erschrocken zurückschrecken würde, wenn sie wüsste, dass sie gerade Rekrutierungsinhalte sieht.
Und die Tradwife ist kostengünstig. Russland gab zwischen 2008 und 2018 fast 200 Millionen US-Dollar für die Finanzierung von Anti-Gender-Organisationen in Europa aus. Eine einzelne Tradwife-Influencerin kostet den Staat jedoch nichts. Sie finanziert sich selbst. Sie moderiert sich selbst. Sie wirbt ihr eigenes Publikum an. Der Autokrat erhält die ideologische Wirkung, ohne selbst eine Spur zu hinterlassen. In Russland, Polen, Serbien und der Slowakei ging der demokratische Rückbau ausnahmslos mit einer Verstärkung staatlicher Botschaften zu traditioneller Weiblichkeit einher. Das ist kein Zufall. Es ist keine Kultur. Es ist eine Strategie.
Die Küche des Kremls hat keine Köche
Die Ideologie der „traditionellen Werte“ ist alt, das Hausfrauenmodell, das sie heute bebildert, ist es nicht. Ironischerweise ist das Ideal der „traditionellen Weiblichkeit“, das derzeit in Russland im Trend liegt, ein ziemlich neues Konzept. Hausfrauen, die von ihren berufstätigen Ehemännern versorgt werden, gibt es dort erst seit den 1990er-Jahren.
Denn es gab buchstäblich nie eine Zeit, in der eine durchschnittliche Familie von einem einzigen Einkommen hätte leben können. Daher waren mindestens drei Generationen von Frauen daran gewöhnt, an drei Orten Arbeit zu leisten: einer Lohnarbeit nachzugehen, sich um den Haushalt zu kümmern und die Kinder großzuziehen. Heute ist es einen Schönheitssalon zu führen, eine Modemarke zu gründen oder ein Album aufzunehmen – die meisten russischen Influencerinnen bezeichnen sich nicht nur als „Ehefrauen und Mütter“; in ihren Instagram-Biografien zählen sie zuerst einmal die Projekte auf, die sie managen.
Auch wenn sich das amerikanische Tradwife-Label nicht eins zu eins auf die russische Realität übertragen lässt, funktioniert die Ästhetik. Verschiedene Gruppen russischsprachiger Frauen produzieren Tradwife-kodierte Inhalte – die wenigsten von ihnen verwenden dabei selbst das Wort „Tradwife“, was jedoch nichts an ihrem Einfluss ändert.
Doch welche Arten von Tradwives lassen sich in Osteuropa und Russland beobachten?

Die orthodoxen Matuschkas
Zunächst gibt es die orthodoxe Christin. Am sichtbarsten sind dabei die Matuschkas – Ehefrauen orthodoxer Priester. Sie veröffentlichen nostalgische Rezepte, Chroniken ihres Familienlebens, Beziehungstipps, Outfit-Checks und Unboxing-Videos, gelegentlich ergänzt durch Bibelverse und unheimliche KI-Videos von Russlands letzter Zarenfamilie.
Matuschkas haben am meisten mit ihren westlichen Tradwife-Pendants gemeinsam, von denen viele Mormonen sind. Auch sie kleiden sich eher dezent, heiraten jung und haben große Familien, da ihre Religion zur Fortpflanzung ermutigt und die Zahl der Kinder „in Gottes Händen“ liegt. Orthodoxe Bloggerinnen stellen ihr traditionelles Leben als rundum glücklich und sinnstiftend dar: Familien haben immer eine großartige Zeit miteinander, Kinder hängen nie am Handy und unbezahlte Alltagsaufgaben wie Kochen und Putzen werden zu kreativen, spaßigen Herausforderungen.
Matuschkas sprechen gewöhnlich nicht über Politik. Dennoch fällt auf, dass ihr orthodoxer Lebensstil, früh viele Kinder gebären, sehr gut zu den staatlichen Maßnahmen der russischen Behörden zur Familienplanung passt. „Gott hat dir ein Häschen gegeben, er wird dir auch eine Wiese geben.“ So lautet die wörtliche Übersetzung eines beliebten Sprichworts. Es bedeutet, dass sich eine schwangere Frau keine Sorgen darüber machen sollte, wie sie für das Kind sorgen kann, weil sich die Dinge auf magische Weise schon irgendwie regeln werden.
Wo die Medien zu selten hinschauen: Nordkaukasus und muslimische Influencerinnen
Es gibt außerdem eine bedeutende Anzahl von Tradwife-Influencerinnen aus den nordkaukasischen Regionen Russlands. In ihrem Fall ist der traditionelle Lebensstil muslimisch geprägt und mit bestimmten Einschränkungen verbunden. Einige Bloggerinnen zeigen beispielsweise nie ihr Gesicht vor der Kamera.
Gleichzeitig haben Influencerinnen, die Hijab tragen, eine riesige Reichweite: Die Food-Bloggerin Salina Michijewa hat 3,6 Millionen Abonnenten, Lada Isrepilowa 1,3 Millionen. Dazu kommen zahlreiche weitere mit mehr als 500.000 Followern. Sie kochen ganz selbstverständlich Abendessen für 30 Personen, gestalten kunstvolle Blumen- und Obstarrangements, sprechen über Wohndekoration, drehen rührende Videos mit ihren senilen Eltern oder veranstalten freche Fragerunden mit ihren Ehemännern.
Sie bezeichnen sich selbst nicht als Tradwives – müssen sie auch nicht. Es ist offensichtlich, dass ihre Inhalte auf klar definierten Geschlechterrollen beruhen und nahelegen, dass Frauen nur in ihren „Sphären“erfolgreich sein können: Kochen, Selbstversorgung, die Organisation von Parties und das Gebären möglichst vieler Kinder.
„Die Grundidee der Tradwives besteht darin, dass sie außerhalb des Hauses nicht arbeiten und schon gar keine Karrieren in männerdominierten Bereichen wie der Politik verfolgen. Ironischerweise verkörpern gerade die überzeugendsten Anhängerinnen der ‚traditionellen Werte‘ das genaue Gegenteil dessen, was sie predigen.“
Alle verkaufen es, niemand kauft es
Die Russinnen und Russen sind es beinahe gewohnt, dass hochrangige Amtsträger öffentlich infrage stellen, ob Frauen überhaupt Karrieren oder eine höhere Bildung brauchen. Stattdessen beharren sie darauf, dass Frauen sich auf das Kinderkriegen konzentrieren sollten. Jana Lantratowa, die kürzlich zur Menschenrechtsbeauftragten Russlands ernannt wurde, behauptet, zeitgenössische Kinderbücher würden Mädchen „übermäßige Unabhängigkeit“ beibringen. Das dürfte einige stutzig machen – schließlich stammt diese Aussage von einer Frau, die ihre politische Karriere bereits mit Anfang zwanzig begann.
Neben ihr gibt es die berühmt-berüchtigte Propagandistin Margarita Simonjan, Chefredakteurin von RT und eine der lautesten Verteidigerinnen „traditioneller Werte“ in Russland. Als hochgebildete Frau versteht sie sicherlich, dass sie selbst ein lebender Widerspruch zu dem Ideal ist, das sie propagiert. Ihre Karriere begann bereits mit 18 Jahren und seit ihrem 25. Lebensjahr leitet sie einen der größten staatlichen Medienkonzerne Russlands. Simonjan übt also seit Jahrzehnten echten politischen Einfluss in einer fast vollständigen Männerwelt aus. Ihr erstes Kind bekam sie erst mit 33 Jahren.
Jekaterina Misulina, die Tochter der konservativen Senatorin Jelena Misulina und Leiterin der „Liga für ein sicheres Internet“, die im Namen traditioneller Werte Online-Inhalte überwacht, blieb bis weit in ihre 40er unverheiratet und kinderlos. Erst Ende 2025 heiratete sie im Alter von 41 Jahren den patriotischen Popsänger Shaman. Genau hier zeigt sich das karriereorientierte Leben mit später Heirat, das – dem Tradwife-Ideal entsprechend – bei anderen Frauen verurteilt wird.
Simonjan und Misulina sind nicht zufällig in diese Rollen geraten. Sie bauten zunächst ihre Namen, ihre Macht und ihr Publikum auf und legten sich die Rolle der traditionellen Tradwife erst zu, als sie nützlich wurde. Wenn Russlands bekannteste Verteidigerinnen „traditioneller Werte“ ausgerechnet die beiden Frauen sind, die von diesen Werten am wenigsten geprägt wurden, ist das kein Widerspruch, den das System übersieht. Es ist das deutlichste Zeichen dafür, wozu die Rolle gedacht ist.
Fazit: Wenn Teig kneten Taktik wird
Ein Gericht kann das Recht auf Schwangerschaftsabbruch beschneiden. Ein Parlament kann die Ehe neu definieren. Nichts davon erzeugt jedoch echte Zustimmung, denn Zustimmung ist das Einzige, was sich nicht gesetzlich verordnen lässt. Sie muss von jemandem verkörpert werden, dem die Öffentlichkeit bereits vertraut.
Genau das ist die Aufgabe der Tradwife. Niemand sonst aus dem autoritären System kann sie so kostengünstig und so wirksam erfüllen. Sie ist an den Stellen glaubwürdig, wo der Staat es nicht ist – denn eine Frau, die ihre eigene Unterordnung freiwillig inszeniert, lässt sich kaum beschuldigen, anderen so eine Rollen aufzuzwingen. Sie ist günstiger als klassische Propaganda, weil sie ihre Plattform und ihr Publikum selbst aufbaut. Gleichzeitig lässt sich ihre Arbeit nicht direkt auf den Staat oder ein Ministerium zurückführen. Und sie erreicht Menschen: Eine Frau, die zu Klaviermusik Teig knetet, findet Eingang in ein Leben, das eine staatliche Sendung niemals ansprechen würde.
Sobald dieses Bild auf dem Bildschirm flimmert, spielt es keine Rolle mehr, ob die Frau dahinter tatsächlich so lebt. Die Küche war nie die Frontlinie, an der Frauen wirkliche Kämpfe führten. Sie ist Teil einer autokratischen Logik, weil das Kamera-Ringlicht hier eingeschaltet wird, während die wirklichen Entscheidungen – über Gerichte, Verfassungen und darüber, wer eine Karriere machen darf – ganz woanders getroffen werden.
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Redigat & Faktencheck: CORRECTIV.Exile editorial team
Illustration: Viera Zuborova