Covid-19: Nein, es gibt ab April 2025 keine Impfpflicht für Kinder
Angeblich gibt es seit April 2025 eine neue Impfpflicht: Eltern, die ihre Kinder nicht gegen Covid-19 impfen lassen, müssten bis zu 500 Euro Strafe zahlen, heißt es in einem viralen Facebook-Beitrag. Das ist jedoch frei erfunden.

In einem Facebook-Video, das knapp 100.000 Aufrufe erhielt und mehr als 1.700 Mal geteilt wurde, wird behauptet: Seit April 2025 müssten Eltern nachweisen, dass ihr Kind gegen Covid-19 geimpft ist, sonst würde ein Bußgeld von bis zu 500 Euro fällig. Vor wem die Impfung nachgewiesen werden soll, bleibt offen. Auch Quellen für die Behauptung werden nicht genannt – es gibt auch keine, denn die Behauptung ist frei erfunden.

April 2025: Keine Impfpflicht gegen Covid-19 für Kinder geplant
Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums bestätigte uns Ende März 2025, es gebe „keine Überlegungen, eine weitere Impfpflicht einzuführen oder die bestehende Masernimpfpflicht auszuweiten.“
Es finden sich auch keinerlei Medienberichte zu der angeblichen neuen Impfpflicht. Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts empfiehlt die Covid-19-Impfung für gesunde Kinder allgemein nicht, wie es auf der Webseite heißt (Stand: 26. September 2024): „Für gesunde Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren empfiehlt die STIKO derzeit keine Covid-19-Impfung.“
Es gab zwar Überlegungen, ob man die Covid-19-Impfung für Menschen über 60 ab Herbst 2022 verpflichtend machen sollte, die Vorschläge wurden im Bundestag jedoch abgelehnt. Es gibt bislang allein für Schul- und Kindergartenkinder eine Impfpflicht gegen Masern. Für Eltern, deren Kinder in einer Gemeinschaftseinrichtung betreut werden und nicht gegen Masern geimpft sind, drohen bis zu 2.500 Euro Bußgeld.
Redigatur: Kimberly Nicolaus, Max Bernhard