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Euros für Ärzte

Nur jeder vierte Arzt legt Zahlungen offen, die er von Pharmafirmen erhält

Im Jahr 2016 haben die Pharmakonzerne 562 Millionen Euro an Mediziner und Kliniken in Deutschland gezahlt. Als die Firmen anschließend gefragt haben, ob sie diese Zuwendungen veröffentlichen dürfen, hat nur jeder vierte Arzt zugestimmt. Im Jahr zuvor waren noch 31 Prozent mit einer Veröffentlichung einverstanden. In unserer Datenbank könnt ihr ab jetzt suchen, ob euer Arzt transparent ist oder zu den Heimlichtuern gehört – oder ob er Zahlungen der Industrie grundsätzlich ablehnt.

von Stefan Wehrmeyer , Irene Berres , Christina Elmer , Patrick Stotz , Heike Le Ker , Markus Grill

Link direkt zur Datenbank „Euros für Ärzte“

Wenn ein Arzt einem kranken Menschen helfen möchte, verschreibt er häufig Medikamente. Der Patient erwartet, dass sein Arzt nötige Präparate nach bestem Wissen und Gewissen auswählt. Doch Mediziner können in einen Interessenkonflikt geraten, wenn sie zugleich finanzielle Verbindungen zu Herstellern bestimmter Medikamente haben.

2016 finanzierten die Pharmaunternehmen Tausenden Ärzten Besuche auf Kongresse, bezahlten sie für ihre Vorträge bei Tagungen, erstatteten ihnen Hotelrechnungen und zahlten Honorare für Studien. Bei der freiwilligen Initiative FSA legen 54 Pharmafirmen, die nach eigenen Angaben 75 Prozent des Gesamtmarktes abdecken, ihre Zahlungen offen.

Sie allein haben 2016 insgesamt rund 66.000 Ärzte, Apotheker und andere Gesundheitsberufler sowie rund 6020 Institutionen wie Kliniken und Praxen finanziell unterstützt. Die Zahlungen beliefen sich auf insgesamt 562 Millionen Euro.

  • 356 Millionen Euro erhielten die Empfänger für sogenannte Anwendungsbeobachtungen (AWB) und klinische Studien.
  • 105 Millionen Euro bekamen einzelne Ärzte, Apotheker und Heilberufler für Vorträge, Fortbildungen und Beratung.
  • 101 Millionen Euro empfingen Krankenhäuser und andere Einrichtungen für Sponsoring, Beratung und Veranstaltungen.

Nicht jede Verbindung zwischen der Industrie, Kliniken und Ärzten ist zu verteufeln. So ist es zum Beispiel wichtig, dass praktizierende Ärzte Unternehmen bei der Entwicklung neuer Medikamente beraten. Anders als bei Medizinern steht bei den Firmen jedoch nicht allein das Wohl der Patienten im Mittelpunkt, sondern auch das Streben nach einem möglichst großen Gewinn.

Diese verschiedenen Interessen können die unabhängige Urteilskraft von Ärzten beeinflussen, müssen es aber natürlich nicht. Studien haben allerdings gezeigt, dass Mediziner mit vielen Verbindungen zur Pharmaindustrie Gefahr laufen, Nebenwirkungen eher herunterzuspielen oder eher teure Medikamente verschreiben.

Die US-Regierung reagierte bereits 2010 auf die Problematik und schuf ein Gesetz, das die Offenlegung aller Pharma-Zahlungen an Mediziner vorschreibt. Um eine solche Regelung in Deutschland zu verhindern, starteten die Lobbyorganisationen VfA und FSA 2015 den Transparenzkodex. Dieser sieht vor, dass die 54 Mitgliedsunternehmen neben Gesamtsummen jeweils eine Liste mit den Namen einzelner Ärzte und den an sie gezahlten Leistungen veröffentlichen.

Das Problem: Die Firmen nennen die Namen nur, wenn Zahlungsempfänger der Veröffentlichung zugestimmt haben. Im vergangenen Jahr waren dazu 31 Prozent der Empfänger bereit, in diesem Jahr lag die Quote nur noch bei 25 Prozent — also nur bei jeder vierten Person, die Pharmaleistungen empfangen hat. Anders gesagt: Drei Viertel aller Betroffenen wollen die Zahlungen geheim halten. Trotz des geringen Anteils liefern die Dokumente die Namen von mehr als 16.500 Personen, die zusammen Leistungen im Wert von knapp 24 Millionen Euro erhalten haben.

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Offengelegte Zahlungen an HCPs 2016

Um auf Basis dieser Daten eine größtmögliche Transparenz zu schaffen, hat CORRECTIV gemeinsam mit dem Datenteam von „Spiegel Online“ die Informationen aus den Dokumenten zusammengefasst und die Datenbank „Euros für Ärzte“ 2016 erstellt. Darin lassen sich die Summen für jene Ärzte und Fachkreisangehörige suchen, die einer Namensnennung zugestimmt haben. Auch die Institutionen, Organisationen und Kliniken sind auffindbar samt erhaltener Summe. Außerdem gibt es so genannte „Null-Euro-Ärzte”, die Pharmazahlungen laut eigenen Angaben ablehnen

Die meisten der aufgeführten Ärzte und sogenannten Fachkreisangehörigen bekamen weniger als 1000 Euro, wie die folgende Auflistung verdeutlicht:

  • Anteil der Personen, die unter 100 Euro erhalten haben: 9,1 Prozent 
  • Anteil der Personen, die unter 500 Euro erhalten haben: 47,4 Prozent 
  • Anteil der Personen, die unter 1000 Euro erhalten haben: 70,4 Prozent 

Daneben gab es jedoch auch Einzelpersonen mit enorm hohen Beträgen. Rund 1,3 Prozent der Ärzte kam auf mehr als 10.000 Euro. Dem Spitzenreiter der Liste ließen Pharmafirmen sogar eine Summe von knapp 200.000 Euro zukommen. Er ist allerdings der einzige Arzt in der Datenbank, bei dem die Summe die 100.000-Euro-Marke überstieg. Gezahlt wurden die Gelder vor allem für Beratungs- und Dienstleistungshonorare sowie Reise- und Übernachtungskosten im Zusammenhang mit Fortbildungen.

Diese Pharmafirmen zahlten 2016 die größten Geldsummen an Mediziner, Fachkreisangehörige und Institutionen: 

  1. Novartis Pharma: 23,6 Millionen Euro
  2. Bayer: 17 Millionen Euro 
  3. MSD: 12,1 Millionen Euro
  4. Berlin-Chemie: 11,7 Millionen Euro 
  5. Bristol-Myers-Squibb: 11,2 Millionen Euro

Die im vergangenen Jahr zum ersten Mal aufgeschlüsselten Daten bedeuten eine Zäsur. Noch nie erhielt die Öffentlichkeit einen so detaillierten Einblick in die finanziellen Verbindungen von Medizinern, Kliniken und der Industrie. Dennoch krankt das aktuelle System neben dem Prinzip der Zustimmung für eine Offenlegung noch an einem weiteren Punkt: Es klammert einen Großteil der Zahlungen aus.

Firmen mit den schlechtesten Veröffentlichungsquoten bei Fachkreisangehörigen

Veröffentlichungsquoten Pharmafirmen 2016

Umstrittene Anwendungsbeobachtungen

Die detailliert aufgeschlüsselten Angaben umfassen aktuell nur Leistungen im Zusammenhang mit Beratung, Fortbildung oder etwa Sachspenden. Welche Personen und Institutionen wie viel Geld im Zusammenhang mit Forschungsprojekten bekommen haben, halten die Unternehmen weiterhin geheim. Damit verschweigen sie Details über eine Summe von 356 Millionen Euro — mehr als 60 Prozent der Gesamtzahlungen.

Kritiker sehen darin Kalkül, da die Unternehmen so Ausgaben für eine umstrittene Praxis verschweigen können. Neben wichtigen klinischen Studien, bei denen potenzielle neue Medikamente vor ihrer Zulassung erprobt werden, enthält die Summe von 356 Millionen auch Zahlungen für sogenannte Anwendungsbeobachtungen. Dabei erhalten Mediziner Geld, wenn sie ihren Patienten ein bestimmtes Medikament verordnet haben und anschließend einen Fragebogen etwa zur Verträglichkeit ausfüllen.

Die wissenschaftliche Qualität der Anwendungsbeobachtungen sei äußerst schlecht, wird oft kritisiert. Statt dem Wohl der Patienten dienen sie demnach vor allem dazu, die Ärzte für die Verordnung des neuen Mittels zu bezahlen und die Behandelten langfristig an das Präparat zu binden. Die Unternehmen hingegen rechtfertigen die Untersuchungen als wichtige Praxisprobe — und wollen deshalb auch bei der Veröffentlichung der Zahlen keine Unterscheidung zwischen diesen und gesetzlich vorgeschriebenen klinischen Studien machen.

Link direkt zur Datenbank „Euros für Ärzte“

Irene Berres, Christina Elmer, Heike Le Ker und Patrick Stotz sind Redakteure von „SpiegelOnline”.

Gipfeltreffen der Factchecker in Madrid. Sie kämpfen gegen Lügen und Desinformation© Mario Garcia

In eigener Sache

Echtjetzt anerkannter internationaler Faktenchecker

Es ist Auszeichnung und Ansporn zugleich: In dieser Woche ist CORRECTIV offiziell in das internationale Fact-Checker-Netzwerk aufgenommen worden. Als erstes deutschsprachiges Team arbeiten unsere Faktenprüfer von „Echtjetzt“ ab sofort in diesem Kreis renommierter internationaler Journalisten, die sich unter dem Dach des Poynter-Medieninstituts in Florida zusammengefunden haben.

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von Markus Grill

Zum IFCN-Netzwerk gehören 26 namhafte Institution wie die Washington Post, die Nachrichtenagentur AP oder ABC News. In Europa sind die französischen Tageszeitungen Le Monde und Libération oder die in Spanien einflussreiche TV-Polit-Sendung El Objectivo dabei. Auch das britische Team von Full Fact, Journalisten von AfricaCheck oder Chequeado aus Argentinen gehören zum IFCN-Netzwerk.

Das Fact-Checking-Team von CORRECTIV veröffentlicht seine Recherchen seit Anfang Juni auf einer eigenen Homepage. Ziel von CORRECTIV-CORRECTIV ist es, Desinformationen und Gerüchten nachzugehen und richtigzustellen. Das vierköpfige Team unter der Leitung von Jutta Kramm spürt dazu selbst Themen auf und bemüht sich zugleich um eine Kooperation mit Facebook. Auch User können mutmaßliche Fake News zum Überprüfen bei „Echtjetzt“ einreichen.

Außerdem berichtet „Echtjetzt“ über politische Debatten rund um Hate-Speech und Fake News. „Echtjetzt“ wird von der Open Society Foundation finanziert.

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Weltweit entstehen immer mehr Fact-Checking-Teams. Anfang Juli trafen sich rund 190 Journalisten und Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen aus mehr als 50 Ländern unter dem IFCN-Dach in Madrid, um Erfahrungen auszutauschen. Selbstverständlich waren wir in der spanischen Hauptstadt dabei.

Die internationalen Faktenchecker haben es sich zur Aufgabe gemacht, der zunehmenden Verbreitung von Falschmeldungen im Internet und in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter seriöse Recherchen und Informationen entgegenzusetzen. 

Gegründet wurde das International Fact Checking Network (IFCN) im Jahr 2015 vom Poynter-Institut. Anerkannt von dem Netzwerk wird nach unabhängiger Prüfung, wer nach folgenden Prinzipien arbeitet: Transparenz, Fairness und Unabhängigkeit beim Überprüfen der Fakten, Fehlerkorrektur sowie Offenlegung der Geldgeber

Das Poynter-Institut in Florida ist eine der wichtigsten Ausbildungsstätten für Journalisten in den USA.

Pharmaverband VfA stellt die Zahlungen an Ärzte im Jahr 2016 vor; von links: Holger Diener (FSA), Birgit Fischer und Jochen Stemmler (beide VfA).© Markus Grill

Euros für Ärzte

Pharmakonzerne haben 562 Millionen Euro an Ärzte gezahlt

Bis Ende dieses Monats wollen die Arzneimittelhersteller wieder die Namen von Ärzten veröffentlichen, die im vergangenen Jahr Geld bekommen haben. Doch immer mehr Ärzte lehnen das Transparenzprojekt ab: Waren im vergangenen Jahr noch 31 Prozent der Geldempfänger bereit, dass ihr Name im Internet veröffentlicht wird, sind es in diesem Jahr nur noch 25 Prozent. Die Pharmaindustrie bezeichnet diesen Rückgang als „erwartbar“. In den USA ist die Veröffentlichung der Zahlungen seit 2013 für alle Ärzte verpflichtend.

von Markus Grill , Stefan Wehrmeyer

Die 54 größten Pharmaunternehmen haben im Jahr 2016 insgesamt 562 Millionen Euro an Ärzte und medizinische Fachkreisangehörige in Deutschland bezahlt. Das teilte der Verband forschender Arzneimittelhersteller (VfA), die Lobbyorganisation der Pharmaindustrie, heute in Berlin mit.

Das meiste Geld (356 Millionen Euro) floss dabei als Honorar für die Durchführung von klinischen Studien und Anwendungsbeobachtungen (AWBs). 105 Millionen Euro bekamen Ärzte als Vortragshonorar und für die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen. Mit weiteren 101 Millionen Euro sponserte die Industrie Veranstaltungen und Institutionen.

Eine Unterscheidung zwischen Zulassungsstudien und AWBs lehnt die Industrie ab, obwohl AWBs unter Wissenschaftlern einen schlechten Ruf haben, weil sie häufig dazu dienen, Ärzte mit finanziellen Anreizen dazu zu bringen, ihren Patienten ein ganz bestimmtes Präparat zu verordnen. Die Unternehmen wollen aber weder verraten, wie hoch der Anteil der AWBs unter den Studienhonoraren sind, noch welche Ärzte genau an AWBs teilnehmen.  

FSA und vfa Transparenzkodex: Zahlungen in den Bereichen im Vergleich

Die Gesamtausgaben der Zahlungen an Ärzte und medizinische Fachkreisangehörige liegen insgesamt rund zwei Prozent unter den Werten des Jahres 2015. Damals hatte die Industrie noch 575 Millionen Euro an insgesamt 70.000 Ärzte in Deutschland gezahlt. Nach Angaben des VfA waren im vergangenen Jahr 31 Prozent der Ärzte bereit, dass die Zahlungen an sie mit der konkreten Summe und der Namensnennung des Arztes auf der Website des Pharmaunternehmens veröffentlicht werden darf. In diesem Jahr erteilten nur noch 25 Prozent ihr Einverständnis, die Daten zu veröffentlichen.

FSA und vfa Transparenzkodex: Zustimmungsquote

Dass die Zahl der Ärzte dieses Jahr deutlich niedriger sei als im letzten Jahr, liegt nach Ansicht der Hauptgeschäftsführerin des Pharmaverbands, Birgit Fischer, an den Medien. „Es ist schlecht, dass Ärzte, die den Weg der Transparenz gehen, an den Pranger gestellt werden. Im Vorjahr ist das zu unserem Bedauern geschehen“, sagte die VfA-Chefin, ohne die Vorwürfe zu konkretisieren. „Hier liegt ein Grund, dass die Zustimmungsquote der Ärztinnen und Ärzte zur namentlichen Veröffentlichung von rund einem Drittel im Vorjahr auf rund ein Viertel in diesem Jahr gesunken ist.“

Als im vergangenen Jahr 31 Prozent der Ärzte ihre Zustimmung erteilt hatten, erklärte Frau Fischer noch, dass die Zahl in den nächsten Jahren steigen werde. „Ich gehe davon aus, dass in Zukunft mehr Ärzte der Transparenz zustimmen werden“, sagte Fischer im Juni 2016 und ergänzte: „Heute ist, glaube ich, ein Wert von einem Drittel ein ganz guter Beginn. Die Zustimmungsrate wird sich in Zukunft noch verändern.“

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Holger Diener von der pharmaeigenen „Freiwilligen Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie“ (FSA) erklärte heute nun, dass ein Rückgang der Transparenz „natürlich zu erwarten“ gewesen sei, dennoch liege die Zustimmungsrate „immer noch im erwartbaren Rahmen“.

In den USA hatte die Regierung unter Barack Obama im Jahr 2010 ein Gesetz beschlossen, dass die Veröffentlichung der Pharmazahlungen an Ärzte verpflichtend festschreibt. Seit 2013 müssen die Firmen diese Zahlungen veröffentlichen und Patienten können zum Beispiel nachschauen, wie viel Geld ihr Arzt im vergangenen Jahr von welchem Unternehmen bekommen hat

In Europa versucht die Pharmaindustrie seit mehreren Jahren ein solches Gesetz zu verhindern, indem sie auf eine freiwillige Transparenz pocht – was angesichts einer Zustimmungsquote von mittlerweile nur 25 Prozent aber immer fraglicher erscheint. Intern hört man aus der Branche immer wieder, dass man mit einem entsprechenden Gesetz wie in den USA auch in Deutschland gut leben könne. Weil damit klare und gleiche Bedingungen für alle gelten würden. Und nicht nur für jene Firmen, die sich im Pharmaverband VfA zusammen geschlossen haben. Denn die kleinen und mittleren Unternehmen, die im Bundesverband der pharmazeutischen Industrie (BPI) zusammen geschlossen sind, veröffentlichen bisher ebenso wenig ihre Zahlungen an Ärzte wie die großen Generikafirmen oder auch die Homöopathie-Unternehmen. Das Gesundheitsministerium unter Hermann Gröhe (CDU) zeigt bisher aber kein Interesse an einem Transparenzgesetz für Ärzte in Deutschland. 

Ähnlich wie in den USA haben CORRECTIV und „Spiegel-Online“ mit den freiwillig veröffentlichten Daten der großen Pharmaunternehmen eine Datenbank gebaut, in der jeder Nutzer gezielt nach seinem Arzt suchen kann

In den kommenden Tagen – bis zum 30. Juni 2017 – wollen die VfA-Firmen nun die einzelnen Namen jener 25 Prozent der Ärzte veröffentlichen, die der Transparenz zugestimmt haben.

Weiterlesen: „Die Schein-Forscher“ – Warum Anwendungsbeobachtungen an Patienten so oft unseriös sind

© Collage von Ivo Mayr/Correctiv

Euros für Ärzte

Neue CORRECTIV-Datenbank zeigt erstmals Ärzte in Deutschland, die kein Geld von der Pharmaindustrie annehmen

71.000 Ärzte in Deutschland haben im vergangenen Jahr Zuwendungen von der Pharmaindustrie erhalten. Aber nur 29 Prozent von ihnen sind bereit, das offenzulegen. Wird ein Arzt nicht genannt, kann das zweierlei bedeuten: Er will die Honorare gegenüber seinen Patienten oder Kollegen verschweigen. Oder er hat kein Geld angenommen. Jetzt sorgt CORRECTIV für Transparenz – und startet eine „Null-Euro-Ärzte“-Datenbank.

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von Markus Grill , Stefan Wehrmeyer

Hier können Sie sich in die Datenbank für Null-Euro-Ärzte eintragen.


575 Millionen Euro haben Pharmakonzerne in Deutschland im Jahr 2015 an Ärztinnen und Ärzte gezahlt. Das Geld floss für Vortragshonorare, Reisespesen, für Anwendungsbeobachtungen oder als Honorar für die Durchführung von Studien. Im Juni 2016 veröffentlichten die Pharmaunternehmen erstmals die Namen von Ärzten und Heilberuflern, die Geld oder geldwerte Vorteile erhalten hatten. Um zu zeigen: Seht her, wir sind transparent, an unseren Zahlungen ist nichts anstößig, jeder Verdacht der Korruption ist an den Haaren herbeigezogen.

So ganz freiwillig war die Veröffentlichung allerdings nicht. Zahlungen von Pharmaunternehmen an Mediziner sind weithin umstritten. Eine Vielzahl von Studien belegt, dass Ärzte, die Gelder von den Konzernen annehmen oder sich einladen lassen zu Kongressen und anderem, häufiger zum Rezeptblock greifen und zudem teurere Medikamente verordnen.

2010 beschloss die US-Regierung unter Barack Obama, dass Pharmaunternehmen ihre Zahlungen an US-Mediziner jedes Jahr namentlich veröffentlichen müssen – den „Sunshine Act“. Eine solche Regelung wollen die Konzerne in Europa um jeden Preis verhindern. Deshalb erklärten sie im vergangenen Jahr flugs, diese Transparenz hierzulande nun freiwillig zu leisten. Und veröffentlichten die Zahlungen.

Nur 29 Prozent der Ärzte sind transparent

Das Problem: Ärzte in Europa können, müssen aber nicht offenlegen, ob sie Geld von der Pharmaindustrie bekommen. Wer sich an der Transparenzinitiative nicht beteiligen wollte, für den blieb alles beim Alten. Und die Ärzte nutzten diese Möglichkeit reichlich. Unter jenen, die Zahlungen erhalten, stimmten nach Berechnungen von CORRECTIV nur 29 Prozent einer Veröffentlichung zu. Man darf davon ausgehen, dass es sich dabei vor allem um solche Mediziner handelt, deren Einnahmen unbedenklich waren. Heißt im Umkehrschluss: Von 71 Prozent der Ärzte, die Zuwendungen erhalten hatten, haben wir keine Daten. Ebenso wenig von Ärztinnen und Ärzten, die null Verbindungen zur Pharmaindustrie unterhalten. 

Bei allen Ärzten, die nicht in der Datenbank stehen, kann dies zweierlei bedeuten. Erstens: Der Arzt, die Ärztin hat kein Geld erhalten. Oder, zweitens, er oder sie will nicht, dass die Pharma-Honorare bekannt werden und hat einer Veröffentlichung widersprochen. Ein Außenstehender weiß also nicht, ob die Ärztin besonders redlich ist und keinerlei finanzielle Beziehungen zur Pharmaindustrie hat – oder ob der Arzt sich besonders gern einladen und honorieren lässt, aber nicht will, dass das bekannt wird.

Im vergangenen Jahr hat CORRECTIV die Daten jener Ärzte, die mit der Nennung ihres Namens einverstanden waren, erstmals in einer Datenbank zusammengeführt und veröffentlicht. Danach meldeten sich viele Ärzte. Sie sagten, sie würden auch gern in dieser Datenbank auftauchen – mit dem Eintrag „null Euro“. Weil sie Wert darauf legten, vor Kollegen und Patienten zu dokumentieren, kein Geld von den Konzernen anzunehmen.

Die Pharmaindustrie selbst hat für dieses Problem keine Lösung, denn sie kennt nur die Namen jener Ärzte und Heilberufler, denen sie Geld überweist.

Deshalb startet CORRECTIV jetzt das Projekt „Null-Euro-Ärzte“. Hier können sich jene Mediziner eintragen, die im zurückliegenden Jahr KEIN Geld von der Pharmaindustrie für Vorträge und Fortbildungen angenommen haben. Diese Ärzte erscheinen künftig in unserer „Euros für Ärzte“-Datenbank mit dem Betrag „0 Euro“.

MEZIS und VDÄÄ unterstützen das Projekt

Mehrere Ärzteorganisationen unterstützen das CORRECTIV-Projekt von Beginn an. Darunter MEZIS, das steht für: Mein Essen Zahl Ich Selbst, eine Initiative kritischer Ärzte. Genau wie der Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte (VdÄÄ).

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CORRECTIV ist das erste gemeinnützige Recherchezentrum im deutschsprachigen Raum. Unser Ziel ist eine aufgeklärte Gesellschaft. Denn nur gut informierte Bürgerinnen und Bürger können auf demokratischem Weg Probleme lösen und Verbesserungen herbeiführen. Diese Recherche wurde mit der Unterstützung unserer Fördermitglieder realisiert. Jetzt spenden!

CORRECTIV bietet ab sofort allen Medizinern und Fachkreisangehörigen in Deutschland an, sich in die neue Datenbank einzutragen. Die helfen soll, dass Patientinnen und Patienten eine informierte Entscheidung bei der Auswahl ihres Arztes treffen können.

Update 31.5.2017: In den ersten zwei Tagen seit der Veröffentlichung der neuen Datenbank haben sich mehr als 400 Null-Euro-Ärztinnen und Ärzte eingetragen, darunter so bekannte Mediziner wie Prof. Dr. Michael M. Kochen, Ehrenpräsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin (DEGAM) und Prof. Dr. Peter Schönhöfer, langjähriger Direktor des Instituts für Klinische Pharmakologie am Uniklinikum Bremen-Mitte.  

Update 7.6.2017: Seit gestern unterstützt auch die „Weisse Liste“ das Projekt auf ihrer Homepage, außerdem wirbt der Verein „Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs – Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.“ (IPPNW) unter seinen Mitgliedern für die Teilnahme. Stand heute haben sich bereits mehr als 500 Medizinerinnen und Mediziner als Null-Euro-Ärzte registriert.  

FAQ: Die wichtigsten Fragen für interessierte Ärztinnen und Ärzte

Ich bin Arzt, wie überprüfen Sie, ob mein Name und meine Adresse stimmen?

Zunächst müssen wir überprüfen, ob Sie tatsächlich der sind, für den Sie sich ausgeben. Dazu müssen Sie Ihre Anschrift und eine Email-Adresse angeben. An diese Email-Adresse bekommen Sie ein pdf-Dokument zugeschickt, das Sie bitte ausdrucken und unterschreiben. Wenn Sie eine eigene Arztpraxis haben, versehen Sie es bitte mit Ihrem Praxisstempel. Dieses Dokument senden Sie an uns per Post oder Fax zurück.

Wie überprüft CORRECTIV, ob meine Angaben richtig sind?

Wir nehmen Sie beim Wort. Sie versichern, dass Sie im Jahr 2015 oder 2016 keine finanziellen Zuwendungen bekommen haben von einem Pharmaunternehmen, das der Freiwilligen Selbstkontrolle Arzneimittelindustrie (FSA) angehört. Nach dem aktuell gültigen FSA-Kodex können nur Honorare für Vorträge, Spesen und Fortbildungen veröffentlicht werden. Wenn Sie ankreuzen, in diesen Bereichen keine Zuwendungen erhalten zu haben, überprüfen wir, ob Ihr Name in den Veröffentlichungen der FSA-Firmen auftaucht. Wenn Sie zum Beispiel für das Jahr 2016 doch in der FSA-Liste aufgelistet sind, können Sie nicht gleichzeitig in der Liste der Null-Euro-Ärzte auftauchen. Denkbar ist aber, dass Sie 2015 in der FSA-Liste auftauchen, 2016 aber in der Null-Euro-Liste.

Ich habe nur an einer Fortbildungsmassnahme teilgenommen, bei der die Referenten von einer Pharmafirma bezahlt wurden. Zählt das als Zuwendung bei mir? 

Grundsätzlich zählen pharmagesponserte Fortbildungsveranstaltungen dazu. Ob das Unternehmen dies als Zuwendung für Sie persönlich wertet, erkennen Sie daran, ob das Unternehmen (sofern es Mitglied im FSA ist) Sie gefragt hat, ob es diese Zuwendung (geldwerten Vorteil) mit der Nennung Ihres Namens individualisiert veröffentlichen darf.  

Muss ich auch Honorar angeben, das ich für Anwendungsbeobachtungen erhalten habe?

Die im FSA-Kodex zusammengeschlossenen Firmen veröffentlichen keine Namen von Ärzten, die Honorar für die Durchführung von Anwendungsbeobachtungen (AWB) bzw. Nicht-Interventionellen-Studien (NIS) erhalten haben. Dies wird zwar häufig kritisiert, weil gerade AWBs umstritten sind, da ihr Zweck meist darin besteht, einem Arzt dafür Geld zukommen zu lassen, dass er ein bestimmtes Medikament seinen Patienten verordnet. Aber die Industrie bleibt beim Thema AWBs intransparent. Das heißt: Wenn Sie als Arzt im vergangenen Jahr 10.000 Euro für AWBs bekommen haben und dann noch mal an einer Fortbildungsveranstaltung im Wert von 200 Euro teilgenommen haben, veröffentlichen die Pharmaunternehmen unter Ihrem Namen nur die 200 Euro. Wir halten dieses Vorgehen für fragwürdig und ermöglichen es Ärztinnen und Ärzten deshalb, zusätzlich anzugeben, dass sie auch kein Honorar für AWBs angenommen haben.

Ich bin kein Arzt, sondern Krankenschwester oder Apotheker. Kann ich mich auch eintragen in Ihre Liste?

Ja, denn die Pharmafirmen schließen in ihr Transparenzprojekt ausdrücklich Angehörige der Fachkreise ein. Dazu gehören auch Pflegekräfte, Apotheker und sogar Mitarbeiter von Krankenkassen. Der FSA definiert Fachkreisangehörige wie folgt: „,Angehörige der Fachkreise’ sind die (…) hauptberuflich tätigen Ärzte und Apotheker sowie alle Angehörigen medizinischer, zahnmedizinischer, pharmazeutischer oder sonstiger Heilberufe und sämtliche andere Personen, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit Humanarzneimittel verschreiben oder anwenden oder mit diesen in erlaubter Weise Handel treiben. Hierzu zählen auch Mitarbeiter öffentlicher Stellen oder Mitarbeiter der Kostenträger, die bei dieser Stelle dafür verantwortlich sind, Arzneimittel zu verschreiben, zu beziehen, zu liefern, zu verabreichen oder über die Erstattungsfähigkeit von Arzneimitteln zu entscheiden, sowie Mitarbeiter der Mitgliedsunternehmen, die neben ihrer Tätigkeit für das Unternehmen hauptberuflich als praktizierende Ärzte, Apotheker oder andere Angehörige der Fachkreise tätig sind, nicht aber diejenigen Ärzte, Apotheker oder andere Angehörigen der Fachkreise, die für Mitgliedsunternehmen hauptberuflich tätig sind.“

Ab wann wird CORRECTIV die Daten veröffentlichen?

Wir haben mit der Veröffentlichung der Namen der „Null-Euro-Ärzte“ bereits begonnen und werden die Liste fortlaufend aktualisieren.

Hier können Sie als Arzt oder Angehöriger der Heilberufe beim Projekt Null-Euro-Ärzte mitmachen

© Mark Lennihan/picture alliance

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66.000 Euro teures Brustkrebs-Medikament von Pfizer hat keinen Zusatznutzen

Seit November 2016 ist das Brustkrebsmedikament Ibrance in Deutschland erhältlich. 21 Tabletten kosten 5425,89 Euro. Aber: Wissenschaftler bezweifeln, dass es einen Vorteil für die Patientinnen hat. Möglicherweise verursacht es sogar mehr Schmerzen, Übelkeit und Durchfall als ältere Präparate. Für den Pharmakonzern Pfizer bahnt sich ein Debakel an: Wenn Deutschland das Präparat so schlecht bewertet, hat das Einfluss auf andere Länder. Dabei ist Ibrance enorm wichtig – für Pfizer.

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von Markus Grill

Anfang Mai präsentierte Ian C. Read die neuesten Pfizer-Zahlen. „Wir blicken auf starke Ergebnisse bei unseren Kern-Marken“, sagte der Vorstandschef des weltgrößten Pharmakonzerns und nannte an erster Stelle das neue Brustkrebsmedikament Ibrance. Rund 600 Millionen Euro habe Pfizer in den ersten drei Monaten 2017 damit eingenommen. „Wir erwarten, dass Ibrance sich weiter so gut entwickeln wird.“ 

Pfizer beschäftigt 97.000 Mitarbeiter rund um den Globus, im vergangenen Jahr machte das Unternehmen 47 Milliarden Euro Umsatz. Doch selbst bei einem Giganten wie Pfizer hängt der Erfolg oft nur von einer Handvoll neuer Medikamente ab, die möglichst teuer verkauft werden und möglichst viele Patienten schlucken sollen.

Seit November ist Ibrance auch in Deutschland zugelassen zur Behandlung von Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs. Es kommt in Frage, wenn einer Frau keine auf Heilung zielende weitere Operation, Strahlentherapie oder Chemotherapie angeboten werden kann.* Ibrance soll die Zellteilung hemmen und so das Wachstum eines Tumors bremsen. Eine einzelne Packung mit 21 Tabletten kostet 5.425,89 Euro. Aufs Jahr gerechnet kostet die Therapie pro Patientin rund 66.000 Euro. 

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung unter Frauen. Rund 70.000 Frauen erkranken in Deutschland jedes Jahr daran, jede vierte von ihnen stirbt an dem Krebs. Entsprechend hoch sind die Erwartungen vieler Patientinnen an neue Medikamente wie Ibrance.  

Ein Hoffnungsträger ist das Präparat aber vor allem auch für Pfizer. „Wir sind sehr glücklich über die Erträge von Ibrance in diesem Quartal“, sagte Pfizer-Arzneimittelchef Albert Bouria auf derselben Telefonkonferenz mit Analysten Anfang Mai, auf der auch Vorstandschef Read sprach. Das Wachstum bei Ibrance liege bei 59 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr. „Wir hatten 61.000 Verschreibungen in diesem Quartal“, verkündete Bouria. „Wir haben Ibrance als eine Standard-Behandlung bei metastasierendem Brustkrebs etabliert“, so der Pfizer-Arzneimittelchef.    

„Weit in die Versorgung eingesickert“

Doch spätestens seit heute gibt es große Zweifel an dieser „Standard-Behandlung“. Denn der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), das höchste Gremium im Gesundheitswesen, hat einstimmig beschlossen, dass sich für Ibrance bisher „kein Zusatznutzen“ für Patientinnen belegen lasse. 

Auch wenn das Präparat „schon weit in die Versorgung eingesickert ist“, wie der Vorsitzende des G-BA, Josef Hecken, sagt, lasse sich bisher für keine Patientengruppe ein längeres Überleben durch das Medikament belegen. „Daten zur Lebensqualität beziehungsweise zur Symptomatik der Krebserkrankung konnten in den bisherigen Studienergebnisse insgesamt keine Vorteile für Ibrance zeigen“, schreibt der G-BA in einer Mitteilung. Weil der G-BA aber nicht ausschließen will, dass Pfizer noch neuere Studien nachliefert, die das Präparat in einem besseren Licht erscheinen lassen, hat er den Beschluss erstmal befristet bis zum 1. Oktober 2018. 

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Josef Hecken, Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses

Georg J.Lopata / Axentis.de

Hecken warnt Bundestagsabgeordnete vor „einer gewissen öffentlichen Debatte“

Unmittelbar nach der Sitzung schickte Hecken den Beschluss auch den Mitgliedern des Gesundheitsausschusses des Bundestags, verbunden mit detaillierten Informationen und Argumenten, „da ich damit rechne, dass der Beschluss eine gewisse öffentliche Debatte auslösen wird“, wie Hecken den Bundestagsabgeordneten schreibt.

Pfizer selbst wollte sich auf Anfrage nicht konkret zu der Entscheidung äußern. „Wir bitten um Verständnis, dass uns die ausführliche Begründung vollumfänglich vorliegen und nachvollzogen werden muss, bevor wir uns detaillierter zum Beschluss äußern können“, schreibt Pfizer in einer Stellungnahme an CORRECTIV. 

Das vom G-BA beauftragte Prüfinstitut IQWiG und die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft waren in ihren Stellungnahmen an den G-BA sogar noch kritischer mit dem Medikament umgegangen. Beide Institutionen halten es für möglich, dass Ibrance einen „geringeren Nutzen“ hat, mit anderen Worten, dass es schlechter sein könnte als bisherige Therapien. 

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), das vom Bundesgesundheitsministerium beaufsichtigt wird, aber fachlich unabhängige Entscheidungen trifft, hat vor allem zwei Studien ausgewertet, die Pfizer eingereicht hatte, um die Vorteile von Ibrance zu belegen. In der ersten Studie hat ein Teil der Brustkrebspatientinnen nur das herkömmliche Präparat Letrozol bekommen, der andere Teil der Gruppe Letrozol und zusätzlich Ibrance. Das Ergebnis war, dass in beiden Gruppen innerhalb des Untersuchungszeitraums 17 bis 21 von 100 Frauen starben. „In der Ibrance-Gruppe starben sogar etwas mehr Frauen als in der Kontrollgruppe, aber das war statistisch nicht auffällig“, sagt IQWiG-Mediziner Thomas Kaiser. 

„Wir haben insgesamt keine positiven Ergebnisse gefunden, sondern nur negative.“

Auffällig war hingegen, dass in der Ibrance-Gruppe bei 78 von 100 Frauen schwere Nebenwirkungen auftraten, dazu gehören Schmerzen, Übelkeit, Durchfall, Haarausfall und Blutbildungsstörungen. In der Gruppe, die nur Letrozol erhielt, waren nur 25 von 100 Frauen davon betroffen, wie Kaiser sagt. „Wir haben insgesamt keine positiven Ergebnisse gefunden, sondern nur negative.“

In einer zweiten Studie, in der Ibrance mit dem herkömmlichen Präparat Fulvestrant verglichen wurde, waren die schweren Nebenwirkungen ähnlich. Beim Gesamtüberleben habe es ebenfalls „keinen signifikanten Unterschied gegeben“, erläutert Kaiser. Das IQWiG schreibt in einer Mitteilung: „In der Studie ließen sich keine Vorteile für den neuen Wirkstoff gegenüber der Standardtherapie nachweisen.“ Schwere Nebenwirkungen treten bei Ibrance jedoch „deutlich häufiger auf, woraus ein Hinweis auf einen höheren Schaden abzuleiten ist“. 

Schlechter kann die Bewertung eines neuen Krebsmedikamentes kaum ausfallen. 

Laut Pfizer sind die Nebenwirkungen „in der Regel kontrollierbar“

Pfizer teilt auf Anfrage hingegen mit, dass das IQWiG „nur einen Teil der zur Verfügung stehenden Studiendaten berücksichtigt“ habe. Das „Sicherheitsprofil“ von Ibrance sei „tolerabel“, die Nebenwirkungen des Medikaments seien „in der Regel kontrollierbar“, so Pfizer gegenüber CORRECTIV. 

Die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft kommt dagegen ebenfalls zu seiner sehr negativen Bewertung des Medikaments: „In keiner der beiden Studien zeigen sich positive Effekte“ für Ibrance dahingehend, dass die Patientinnen länger leben oder sich ihr Gesundheitsstatus verbessere. Insgesamt sieht die Arzneimittelkommission sogar einen „Anhaltspunkt für einen höheren Schaden“, wie es in ihrer Stellungnahme an den G-BA heißt. Ein im Vergleich zu älteren Präparaten „geringerer Nutzen ist nicht auszuschließen“.

Seit das Präparat Ende vergangenen Jahres zugelassen wurde, haben es in Deutschland mehrere tausend Frauen eingenommen. Allein bei den Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) wurden nach Informationen von CORRECTIV bisher mehr als 6700 Packungen zum Preis von jeweils 5.425,89 Euro abgerechnet. Ann Marini, Sprecherin des GKV-Spitzenverbands sagt: „Wir schätzen, dass aktuell mindestens 1.500 Patientinnen mit Ibrance behandelt werden.“ Dazu kommen noch jene Patientinnen, die das Präparat direkt in Kliniken bekommen. Das Marktforschungsinstitut Insight errechnet, dass im März diesen Jahres in Deutschland 2.768 Patientinnen mit Ibrance behandelt wurden.

Bis zu 70.000 Patientinnen in Deutschland könnten Ibrance bekommen

Nimmt man die Gruppe der Patientinnen, für die das Präparat zugelassen ist, könnten in Deutschland bis zu 70.000 Frauen Ibrance erhalten. Gemessen an den heutigen Kosten würde das die Krankenkassen mit bis zu fünf Milliarden Euro pro Jahr zusätzlich belasten, wie der G-BA errechnet hat.

Wie kann es aber sein, dass ein Präparat, das unabhängige Wissenschaftler so schlecht bewerten, überhaupt zugelassen wird? Schaut man sich die Begründung der Europäischen Zulassungsbehörde EMA an, steht dort, dass Ibrance den „Zeitraum, in dem die Erkrankung des Patienten sich nicht verschlimmert, um durchschnittlich 6 bis 10 Monate verlängert“, was als „eindeutiger klinischer Wert angesehen wird“. 

Dem widerspricht IQWiG-Mediziner Thomas Kaiser ebenso deutlich wie der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Wolf Dieter Ludwig. Das Kriterium, auf das sich die EMA berufe, sei „progressionsfreies Überleben“, erläutert Krebsmediziner Ludwig. Das klingt zunächst so, als ob die Patientinnen länger leben. Tatsächlich heißt es aber nur, dass der Tumor in dieser Zeit nicht wächst. Ob es einer Patientin besser geht, ob der Tumor anschließend schneller wächst, ob starke Nebenwirkungen auftreten – all dies ist mit „progressionsfreiem Überleben“ nicht gesagt. 

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Wolf-Dieter Ludwig, Onkologe und Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft

In den bisherigen Studien lebten Patientinnen, die Ibrance bekamen, nicht länger als Patientinnen, die ein herkömmliches Hormonpräparat erhielten, betont Onkologe Ludwig. Deshalb weigert sich auch der G-BA, dem Präparat eine bessere Note zu erteilen, solange Pfizer nicht nachweisen kann, dass Patientinnen davon wirklich profitieren, indem sie länger leben. 

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Pfizer selbst kritisiert in einer Stellungnahme gegenüber CORRECTIV, dass in der Beurteilung durch den G-BA „der Parameter ,progressionsfreies Überleben‘ nicht berücksichtigt wird“ und beharrt auf der „therapeutischen Überlegenheit“ einer Therapie mit Ibrance, die „durch zahlreiche Studien belegt“ sei. 

Wird Pfizer den Preis senken oder das Medikament vom Markt nehmen?

Der Beschluss des G-BA führt jetzt dazu, dass die Krankenkassen über den bisher horrenden Preis für das Medikament verhandeln müssen. Bei jedem Präparat, das in Deutschland neu zugelassen wird, darf der Hersteller den Preis zunächst frei festlegen. Innerhalb von sechs Monaten entscheidet dann der G-BA, ob das Präparat einen Zusatznutzen gegenüber bisherigen Therapien hat und wie groß dieser Zusatznutzen ist. Kurz gesagt: Je besser ein Präparat ist, desto teurer darf es sein. 

Doch mit welchen Präparaten soll man Ibrance vergleichen, um den Zusatznutzen zu bestimmen? Auch das hat der G-BA festgelegt. Je nachdem, wie fortgeschritten der Brustkrebs ist und ob die Patientinnen vor, in oder nach der Menopause sind, hat der G-BA sechs Wirkstoffe als „zweckmäßige Vergleichstherapie“ festgelegt.

Das Problem für Pfizer ist, dass vier dieser sechs Wirkstoffe, mit denen sich Ibrance vergleichen muss, inzwischen Generika und deshalb sehr billig sind. So kostet nach Angaben des aktuellen Arzneiverordnungsreports Tamoxifen 0,21 Euro pro Tag, Letrozol 0,76 Euro, Exemestan 0,91 Euro und Anastrozol 0,92 Euro pro Tag. 

Lediglich für eine Patientenuntergruppe (Frauen nach den Wechseljahren mit einem fortgeschrittenen Brustkrebs, bei denen eine Hormontherapie nicht geholfen hat) hat der G-BA neben den erwähnten günstigen Generika auch noch die teureren Wirkstoffe Fulvestrant und Everolimus als „zweckmäßige Vergleichstherapie“ anerkannt.

Wenn die Krankenkassen ihren Auftrag zu Preisverhandlungen jetzt also ernst nehmen, können sie kaum mehr als einen Bruchteil des bisher von Pfizer verlangten Preises von 66.000 pro Jahr billigen, sagt Ulrich Schwabe, Pharmakologe an der Uni Heidelberg und Herausgeber des Arzneiverordnungsreports, einer jährlich erscheinenden detaillierten Übersicht über Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenkassen.

Auf Anfrage teilt Pfizer mit: „Bitte haben Sie Verständnis, dass Pfizer im Vorfeld von Preisverhandlungen weder spekulieren noch eine Erwartung äußern wird.“ Auch Ann Marini, Sprecherin des Krankenkassenverbandes GKV, will sich nicht zu den Preisvorstellungen der Kassen äußern. Die Krankenkassen gehen aber davon aus, dass „die Verhandlungen entsprechend herausfordernd sein werden“. 

Einen allzu niedrigen Preis wiederum kann Pfizer kaum akzeptieren. Denn sobald klar ist, dass Deutschland nur noch einen Bruchteil des bisherigen Preises bezahlt, würden weltweit die Preise für Ibrance einbrechen. Denn Deutschland ist in Europa und darüber hinaus ein Referenzland. 

Denkbar ist, dass Pfizer Ibrance in Deutschland komplett vom Markt nimmt. Entsprechend nervös wird man heute in der Pfizer-Zentrale in New York die Nachricht aus Germany zur Kenntnis nehmen.

IQWiG-Chef Jürgen Windeler im Gespräch mit CORRECTIV

Weiterführende Links

Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) zu Ibrance

IQWiG Bewertung

Stellungnahme der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft

Pfizer Analystenkonferenz vom 2.5.2017

Zulassung des Medikaments durch die EMA, Zusammenfassung auf Deutsch

*Korrektur 6.6.2017: In der ursprünglichen Fassung des Beitrags fand sich die Formulierung, dass Ibrance für Frauen zugelassen ist, „für die keine Chemotherapie, Strahlentherapie oder eine weitere Operation in Frage kommen“. Um es noch präziser zu formulieren, haben wir den Zusatz „auf Heilung zielende weitere Operation, Strahlentherapie oder Chemotherapie“ ergänzt.

Video: Florian Farken

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David Crawford zu MH17

von Markus Grill

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TTIP

Warum wir Geheimpapiere veröffentlichen

Die Verhandlungen über TTIP finden bisher im Geheimen statt. Wir finden: das ist einer Demokratie unwürdig. Deshalb haben wir uns entschlossen, interne Dokumente der Öffentlichkeit zugänglich zu machen – pünktlich zur nächsten Verhandlungsrunde, die am Montag in Brüssel beginnt.

von Markus Grill

Für TTIP interessieren sich zur Zeit vor allem die Gegner. Das ist ein Fehler. Denn das geplante Freihandelsabkommen betrifft, wenn es denn umgesetzt wird, 820 Millionen Menschen in Europa und den Vereinigten Staaten. 

Aber ist Freihandel nicht ein alter Hut? Sind heute nicht schon nahezu alle Zölle abgeschafft? Stimmt. Deshalb geht es in den Verhandlungen über die Transatlantic Trade and Investment Parnership (TTIP) heute auch um Regulierungen, Produktstandards und den umstrittenen Investorenschutz. Also darum, ob Autoblinker orange (Europa) oder rot (USA) sein müssen. Ob genveränderte Lebensmittel gekennzeichnet sein müssen. Oder ob zum Beispiel ein Energiekonzern wie Vattenfall einen souveränen Staat wie Deutschland auf Schadensersatz verklagen kann, wenn dessen Regierung den Atomausstieg beschließt. 

TTIP betrifft letztlich uns alle. Umso ärgerlicher ist es deshalb, dass eine Bürokraten-Kaste am liebsten alles im Geheimen verhandeln und den Parlamenten wie der Öffentlichkeit am Ende ein fertiges Abkommen präsentieren will. Friss oder stirb. 

Wir sind als Redaktion gegen diese Heimlichtuerei, die zu Angst und Verunsicherung führt. Mehr Transparenz sorgt unserer Ansicht nach für eine bessere Debatte über das Abkommen. Deshalb veröffentlichen wir heute zahlreiche interne Dokumente auf unserer Webseite. Darunter sind Gesprächsprotokolle aus den Treffen der EU-Kommission mit den Regierungsvertretern aus Deutschland, Frankreich und anderen EU-Staaten. Darunter sind auch Papiere der EU-Kommission, mit denen sie in die Verhandlungen mit den US-Vertretern gegangen sind. Und Berichte, in denen die Mitgliedsstaaten ihre Position zu einzelnen Themen der EU übermittelt haben. 

In einem ersten Schwung veröffentlichen wir über 100 solcher Dokumente. Aus ihnen geht hervor, wie die Verhandlungen mit den USA laufen und welche Konflikte es gibt. Die Gesprächsprotokolle sind relativ leicht zu lesen und vermitteln die Stimmung während der einzelnen Verhandlungsrunden. Sie zeigen zum Beispiel, dass Griechenland unbedingt verhindern will, dass bestimmte Investitionen vor einem Investitionsgericht einklagbar sind. Oder dass Frankreich TTIP scheitern lassen will, wenn bestimmte Käsesorten nicht geschützt werden. Die Gesprächsprotokolle zeigen aber auch, wie unzufrieden Europas Regierungen sind, weil ihnen die EU-Behörden zu wenig Einsicht in die Verhandlungen gewähren und so die Furcht wächst, dass die Punkte, die den Ländern wichtig sind, am Ende aus den Verhandlungen fliegen. 

Die andere Sorte Dokumente (EU-Papiere und Positionspapiere) sind eher technischer Natur. In ihnen geht es um konkrete Vorschläge, die in die Verhandlungen eingebracht werden. 

Ist es unfair, dass die geheimen Dokumenten, die wir veröffentlichen, nur aus der EU stammen? US-Papiere wurden bisher nicht geleakt. Aber wir freuen uns auch, wenn es Informationen aus der Perspektive der US-Verhandler geben würde. 

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Einige Stellen in den Dokumenten haben wir geschwärzt. Warum? Wir haben dort geschwärzt, wo persönliche Daten, Emailadressen oder Verteilernamen stehen. Wir wollen keinen Verhandler persönlich vorführen oder angreifen. 

Am Montag, 13. Juli, startet eine neue Verhandlungsrunde in Brüssel, die die ganze Woche dauert. Unser TTIP-Reporter Justus von Daniels (justus.von.daniels@correctiv.org) wird in Brüssel vor Ort sein und aktuell in einem Liveblog vom Verhandlungsort berichten. Marta Orosz (marta.orosz@correctiv.org) und er werden die Verhandlungen mit Berichten begleiten. Folge unserem Twitter-Account @correctiv_org und diskutiere mit unter #openTTIP.

Wir bleiben am Ball und bereiten in der Redaktion schon die Veröffentlichung des nächsten größeren Pakets bisher geheimer Dokumente vor. Und würden uns freuen, wenn Ihr Euch durch CORRECTIV gut informiert fühlt.

Mehr zum Thema: Amerikaner freuen sich aufs „endgame“

Hier geht’s zu den #openTTIP Dokumenten.


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Wenn Du Hinweise hast, wende Dich an uns: ttip@correctiv.org 

Wenn Du weitere Geheimdokumente hast, kannst Du uns diese schicken – gerne auch anonym.

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Marcus Bensmann zu MH17

von Markus Grill

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Marta Orosz zu TTIP

von Markus Grill

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Marcus Bensmann über Schmiergeld in Russland

von Markus Grill

Korrektur

31. Juli 2015: In einer früheren Version des Videobeitrags „Marcus Bensmann über Schmiergeld in Russland” bei Studio CORRECTIV wurde behauptet, dass auch ein bestimmter der vier Beschuldigten im Hewlett-Packard-Ermittlungsverfahren verhaftet wurde. Das ist falsch. Von den vier Beschuldigten mussten nur drei in Untersuchungshaft, der vierte nicht. Wir bedauern diesen Fehler und entschuldigen uns dafür.

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Marcus Bensmann über Beteiligung von Deutschland am Korruptionsskandal von HP

von Markus Grill

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Daniel Drepper über Kosten beim Zahnarzt

von Markus Grill

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