Faktencheck

Coronavirus: Blog verbreitet irreführende Behauptungen über die angebliche Heilkraft von Chlordioxid

Chlordioxid heile Covid-19-Patienten – das sei das Ergebnis einer Studie aus Ecuador, wird in einem Blog-Artikel behauptet. Die Publikation ist allerdings nicht seriös, ihr angeblicher Autor ist kein Wissenschaftler und zudem als Mitglied der Chlordioxid-Szene bekannt. Auch vier weitere Behauptungen in dem Text sind falsch oder irreführend.

von Lea Weinmann

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Andreas Ludwig Kalcker gilt als einer der führenden Köpfe der MMS-Szene. (Quelle: lbry.tv, Screenshot: CORRECTIV)
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Größtenteils falsch. Die Wirksamkeit der Behandlung von Covid-19 mit Chlordioxid ist nicht belegt. Der Konsum kann zu schweren Gesundheitsschäden führen. Weitere Behauptungen im Text sind irreführend.

Die Seite Die Unbestechlichen verbreitet in einem Artikel irreführende und gefährliche Behauptungen über die angebliche Heilkraft von Chlordioxid bei Corona-Patienten. Der Text vom 26. Mai wurde laut dem Analysetool Crowdtangle bisher fast 900 Mal auf Facebook geteilt.

Der Artikel besteht zum Großteil aus der Übersetzung eines englischsprachigen Textes auf der Seite Natural News. Lediglich die ersten Absätze des Textes sind selbst formuliert. Der übersetzte Teil enthält die meisten irreführenden Behauptungen. Zudem sind mehrere verschwörungstheoretische Aussagen zu Pharma-Kartellen und angeblich korrupten Regierungen enthalten, die sich nicht mit Fakten belegen oder widerlegen lassen.

Unser Faktencheck bezieht sich sowohl auf den ersten Teil des Artikels von Die Unbestechlichen als auch auf einige der Behauptungen in dem Teil, der aus dem Englischen übersetzt wurde. Die fünf Behauptungen, die CORRECTIV geprüft hat, sind allesamt irreführend, unbelegt oder ihnen fehlt wichtiger Kontext.


Erste Behauptung: Chlordioxid heile Covid-19

Im Titel des Artikels steht: „Corona-Zwangsimpfung überflüssig: Desinfektionsmittel heilte 100 Patienten in nur 4 Tagen“. Durch den Teaser des Textes wird klar: Hier wird auf eine angebliche Studie aus Ecuador Bezug genommen, geleitet von Andreas Ludwig Kalcker, der Doktor und „Chlordioxid-Experte“ sei. Dieser will mehr als 100 Covid-19-Patienten mit intravenös verabreichtem Chlordioxid innerhalb von vier Tagen geheilt haben – er verspreche eine Heilungsquote von 100 Prozent, heißt es zudem in dem Artikel. Es handele sich um „vorläufige Daten aus einer klinischen Studie“.

Tatsächlich hat Kalcker auf seiner Webseite Videos in spanischer, englischer und deutscher Sprache verlinkt, in denen er diese Behauptung aufstellt. Sie ist jedoch sehr zweifelhaft. Die Artikel lassen zentralen Kontext zu Chlordioxid, Andreas Kalcker und seiner angeblichen Studie aus

Chlordioxid (Summenformel: ClO2) entsteht bei einer chemischen Reaktion von Natriumchlorit (Summenformel: NaCl2) und Säure. Es wird als Desinfektionsmittel (in streng kontrolliertem Umfang auch für die Trinkwasserdesinfektion) oder industriell zum Beispiel zum Bleichen von Textilien verwendet. Das Problem: Die Chemikalie wirkt unspezifisch; sie greift nicht nur potenzielle Krankheitserreger an, sondern alles, womit sie in Berührung kommt.

Trinklösungen mit Chlordioxid werden Miracle Mineral Supplement, Master Mineral Solution oder Miracle Mineral Solution (MMS) genannt. Das Gerücht, diese Lösungen würden verschiedene Krankheiten heilen, hält sich im Internet hartnäckig. Die US-amerikanische Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA warnte im Dezember 2019 vor der Einnahme und schrieb, die Versprechen einer angeblichen Heilung von Autismus, Krebs, HIV, Hepatitis, Grippe oder anderen Krankheiten seien falsch.

Auch deutsche Gesundheitsbehörden wie die Verbraucherzentrale (2019), das Bundesamt für Risikobewertung (2012) und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (2014) warnen seit Jahren vor Trinklösungen mit Chlorbleiche.

Angebliche Studie wurde nur privat publiziert

Jetzt soll Chlordioxid – intravenös oder oral verabreicht – angeblich auch Covid-19 heilen, behauptet Andreas Kalcker. Er gilt laut zahlreichen Medienberichten seit Jahren als einer der „führenden Köpfe der MMS-Szene“ (beispielsweise hier und hier). Hinweise auf einen  Doktorabschluss Kalckers, den er laut Die Unbestechlichen angeblich haben soll, konnte CORRECTIV nicht finden. Auch er selbst bezeichnet sich weder in den Videos, noch in Kurzbiografien auf verschiedenen Webseiten (hier und hier) als Doktor. Zu seiner Ausbildung sind dort keine Informationen zu finden.

In dem deutschsprachigen Video behauptet Kalcker, bei seinen Ergebnissen handele es sich um eine Vorstudie, die von der angeblichen Ärztevereinigung „AEMEMI“ aus Ecuador durchgeführt worden sei (ab Minute 00:35 in deutscher Videofassung).

Wie die spanischen Faktenchecker von Maldita in einem Artikel vom 21. Mai schreiben, gibt es in der Publikation zahlreiche wissenschaftliche Ungereimtheiten. Darunter, dass laut der Publikation nicht nur Covid-19-positiv-Getestete an der Untersuchung teilnahmen, sondern auch Personen, die nur Symptome der Krankheit oder Kontakt mit anderen Infizierten hatten (PDF, Seite 15). Maldita zitiert zudem Experten der spanischen Gesellschaft für Mikrobiologie sowie der spanischen Gesellschaft für Notfallmedizin. Diese kritisieren unter anderem, dass es in der Studie keine Kontrollgruppe gebe und die Auswahl der Probanden willkürlich sei.

Eine Publikation der angeblichen Studie in einer seriösen Quelle konnte CORRECTIV nicht finden. Eine Stichproben-Recherche in den bekannten medizinischen Fachzeitschriften The Lancet, New England Journal of Medicine und Science lieferte keine Ergebnisse. Auch bei einer Suche über Google Scholar finden wir keine Hinweise auf Veröffentlichungen eines Andreas Kalcker. Man findet das spanischsprachige Papier, von dem Kalcker offensichtlich als „Vorstudie“ spricht, lediglich auf dem privaten Kanal von Kalcker auf der Videoplattform lbry.tv.

WHO und FDA: Chlordioxid ist kein Behandlungsmittel gegen Covid-19

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) informierte in einem „Myth Buster“ darüber, es schütze nicht vor Covid-19, wenn man Bleiche oder andere Desinfektionsmittel zu sich nehme – im Gegenteil sei die Einnahme „gefährlich“. Wir haben bereits im Februar und im Mai Faktenchecks dazu veröffentlicht.

Myth Buster WHO
Die WHO warnt in einem ihrer „Myth Busters“ zur Corona-Pandemie vor der Einnahme von Bleichmittel wie Chlor. (Quelle: WHO, Screenshot: CORRECTIV)

Auch die US-amerikanische FDA und die deutsche Verbraucherzentrale warnten vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie kürzlich nochmals davor, Trinklösungen mit Chlordioxid zu konsumieren, um die Infektionskrankheit zu heilen. All diese Warnungen bleiben in dem Artikel von Die Unbestechlichen jedoch unerwähnt.

Fazit: Unbelegt. Seriöse Belege für die Wirksamkeit von Chlordioxid bei der Behandlung von Covid-19 gibt es nicht.

Zweite Behauptung: Weitere Studie zu Chlordioxid und Covid-19 werde von US-Nationalbibliothek dokumentiert

Im Artikel wird noch eine weitere angebliche Studie genannt, die die orale Aufnahme von Chlordioxid zur Behandlung von Covid-19 untersuche. Diese sei von der U.S. National Library of Medicine (NLM) auf der Seite ClinicalTrials.gov veröffentlicht worden.

Die Studie ist auf dieser Seite tatsächlich gelistet und untersucht laut Kurzbeschreibung, ob und wie der Einsatz der Chlorbleiche bei der Behandlung von Covid-19-Patienten hilfreich sein könnte. Die Studie wird nach eigenen Angaben an 20 Patienten in Bogotá (Kolumbien) und Madrid durchgeführt. Anfang Juni 2020 solle die Untersuchung abgeschlossen sein. Bisher wurden aber noch keine Ergebnisse veröffentlicht (Stand: 17. Juni).

Studie ist mit Warnhinweisen versehen

Die NLM hat sich jedoch mit Warnhinweisen auf der Seite von der Studie distanziert: „Die Sicherheit und wissenschaftliche Validität dieser Studie liegt in der Verantwortung des Studiensponsors und der Ärzte. Dass eine Studie hier gelistet wird, bedeutet nicht, dass sie von der US-Bundesregierung geprüft wurde.“

Als Sponsor der Studie ist die Genesis Foundation in Bogotá angegeben, zu der sich im Netz keine verlässlichen Informationen finden lassen. Der Ansprechpartner dieser Stiftung, Eduardo Insignares Carrione, ist nach eigenen Angaben in einem Labor in Bogotá tätig, das angibt, unter anderem an homöopathischen Medikamenten zu forschen.

Als weiterer Kontakt wird in der Studie eine Person namens Yohanny Andrade vom San Carlos Hospital in Bogotá angegeben. Das Krankenhaus distanzierte sich am 3. Mai in einer Pressemitteilung ausdrücklich von der angeblichen Studie. Eduardo Insignares arbeite nicht in dem Krankenhaus, und Andrade sei dort nur ein medizinischer Auftragnehmer und nicht befugt, Studien durchzuführen. Er habe angegeben, das Produkt selbst bei sich angewendet zu haben und dann drei Covid-19-Patienten dazu überredet zu haben. Der Fall werde nun untersucht.

Fazit: Größtenteils richtig, aber es fehlt Kontext. Auf der Seite ClinicalTrials.gov ist eine solche Studie aufgeführt. Das heißt aber nicht, dass sie von der Regierung geprüft und anerkannt wurde. Es gibt außerdem Anzeichen dafür, dass die Untersuchung nicht seriös ist. Zudem wurden bislang keine Ergebnisse veröffentlicht.

Dritte Behauptung: Covid-19 sei keine Atemwegserkrankung

In dem Artikel von Die Unbestechlichen wird zudem behauptet, Covid-19 sei „vermutlich keine akute Atemwegserkrankung, sondern eine Entzündungs- und Blutgerinnungserkrankung, die dazu führt, dass das Blut keinen Sauerstoff mehr transportieren kann und Patienten trotz Beatmung der Tod durch Ersticken droht“. In der Übersetzung des Artikels von Natural News weiter unten steht noch deutlicher: „Es stellt sich heraus, dass Covid-19 keine akute Atemwegserkrankung ist.“ Das stimmt nicht.

Covid-19 ist eine Infektionskrankheit, die durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird. SARS steht für „Severe Acute Respiratory Syndrome“, übersetzt also „Schweres Akutes Atemwegssyndrom“. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind die häufigsten Symptome unter deutschen Covid-19-Patienten Husten (49 Prozent), Fieber (41 Prozent) und Schnupfen (21 Prozent).

Berichte über Thrombosen als Folgekomplikation im Krankheitsverlauf

Wie das RKI mitteilt (unter Punkt 5), wird jedoch in Folge von Covid-19-Erkrankungen „zunehmend“ auch über verschiedene Herz-Kreislauf-Komplikationen und Folgeerkrankungen berichtet. Insbesondere bei schweren Infektionen der Atemwege führe die Sauerstoffunterversorgung bei einer „Reihe von Patienten“ zu Erkrankungen, die das Herz und die Gefäße betreffen. Dazu gehörten auch „venöse thromboembolische Ereignisse“, also Thrombosen, die dann entstehen, wenn sich ein Blutgerinnsel in einem Blutgefäß bildet. Das sei die Schlussfolgerung zweier wissenschaftlicher Übersichtsarbeiten, auf die das RKI verweist.

Auch in einer niederländischen Studie vom 10. April, die Intensivpatienten mit durch Covid-19 bedingten Lungenentzündungen untersuchte, und von Seiten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird vor dem Risiko von Thrombosen gewarnt und dazu geraten, vorbeugend gerinnungshemmende Medikamente einzusetzen (PDF, Seite 8).

Fazit: Die Behauptung ist größtenteils falsch. Thrombosen, womit wohl die im Artikel genannten „Blutgerinnungserkrankungen“ gemeint sind, treten bei Covid-19 Patienten als Folgekomplikation offenbar häufig auf. Das heißt aber nicht, dass Patienten ausschließlich an Thrombosen sterben. Es handelt sich bei Covid-19 primär um eine Erkrankung der Atemwege, bis hin zu einer schweren Lungenentzündung.

Vierte Behauptung: 88 Prozent der beatmeten Patienten sterben, weil Beatmung die falsche Behandlung sei

Die Unbestechlichen schreiben in dem Artikel zudem, dass 88 Prozent der Patienten, die Beatmungsgeräte tragen, sterben würden: „Sie sterben, weil die Beatmungsbehandlung die falsche Behandlung ist“, steht in dem Text. Auch das ist so nicht richtig.

Die Frage, wie viele der beatmeten Patienten sterben, ist bisher nicht ausreichend geklärt. Die in dem Artikel genannten 88 Prozent werden nicht mit einer Quelle belegt. Sie stammen aber offensichtlich aus einer New Yorker Studie, die im April im Journal of the American Medical Association veröffentlicht worden war. Sie beschäftigte sich mit dem Krankheitsverlauf von Covid-19-Patienten, die zwischen dem 1. März und dem 4. April 2020 in New Yorker Krankenhäuser eingeliefert worden waren.

Prozentzahl aus Studie wurde irreführend zitiert

Die Studie führt gibt an, dass von den 5.700 untersuchten Patienten insgesamt 1.151 beatmet werden mussten. Von den beatmeten Patienten waren zum Ende der Studie 282 Personen gestorben und 38 hatten das Krankenhaus lebend verlassen. Insgesamt waren das 320 Personen. Der Großteil der Patienten, nämlich 72,2 Prozent (831 Personen), befand sich weiterhin in Behandlung. Diese wurden bei der Berechnung der 88 Prozent offensichtlich außen vor gelassen.

Die 88 Prozent beziehen sich also lediglich auf diejenigen 320 Personen, die zum Ende des Betrachtungszeitraums entweder gestorben (282 Personen, 88 Prozent) oder gesund entlassen worden waren (38 Personen, 12 Prozent). Die Behauptung, dass 88 Prozent aller beatmeten Patienten sterben, lässt sich demnach aus den Studienergebnisse nicht ableiten. Auch in der Studie selbst ist die Todesrate unter allen beatmeten Patienten nicht mit 88 Prozent, sondern mit 24,5 Prozent angegeben.

Die US-amerikanischen Faktenchecker von Politifact haben dazu bereits einen Artikel veröffentlicht – ebenso wie die Tagesschau. Das Ergebnis der Recherche: Die Studie wird irreführend zitiert.

Richtig ist jedoch: Es gibt Hinweise darauf, dass ungewöhnlich viele Covid-19-Patienten trotz maschineller Beatmung sterben. Einer Untersuchung des britischen Intensive Care National Audit and Research Center (ICNARC, PDF im ersten Textabschnitt der Webseite abrufbar) vom 5. Juni zufolge sind die Behandlungsergebnisse bei beatmeten Covid-19-Patienten schlechter als bei anderen Viruspneumonien. 42,4 Prozent der Covid-19-Patienten in „kritischer Behandlung“ starben – in einer anderen Kohorte, die an einer anderen Art der Lungenentzündung litt, starben nur 21,4 Prozent (PDF, Seite 19).

ICNARC
Auszug aus der Untersuchung des ICNARC mit Stand vom 5. Juni 2020. (Quelle: ICNARC, Screenshot: CORRECTIV)

Deutsche Gesellschaft für Pneumologie: Beatmung von Covid-19-Patienten sei bei schweren Verläufen „unabdingbar“

Daraus lässt sich aber nicht ableiten, dass die Beatmung von Covid-19-Patienten die falsche Behandlung ist. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) hat dazu im April ein Positionspapier veröffentlicht, in dem sie sich auch mit möglichen Schäden beschäftigt, die bei der Beatmung entstehen könnten.

„Eine künstliche Beatmung löst nicht grundsätzlich bleibende Gesundheitsschäden an der Lunge aus“, sagt Torsten Bauer, stellvertretender Präsident der DGP und Mitautor des Positionspapiers, in einer Pressemitteilung vom 21. April. Zwar gebe es Patienten, bei denen der Heilungsprozess nach einer solchen Beatmung länger dauere. Bei schweren Verläufen von COVID-19 sei die Beatmung aber unabdingbar: „Sie ist eine lebensrettende Maßnahme für Menschen mit einer sehr schweren COVID-19-Erkrankung“, heißt es in der Mitteilung.

Fazit: Die Behauptung ist größtenteils falsch.

Fünfte Behauptung: Es gebe einen Zusammenhang zwischen dem neuen Mobilfunkstandard 5G und dem Coronavirus

Im weiteren Verlauf des Artikels von Die Unbestechlichen wird außerdem behauptet, es gebe in Bezug auf das Coronavirus „auch einen direkten Zusammenhang mit den Strahlungsschäden, die von 5G-Masten verursacht werden“. Zudem werden Verbindungen zwischen den Corona-Todesfällen in Wuhan (China) und dem dortigen 5G-Netz genannt.

Für dieses Gerücht, das seit Monaten im Netz kursiert, gibt es keine Belege – zahlreiche offizielle Stellen haben ihm mittlerweile aber widersprochen.

Bundesamt für Strahlenschutz und WHO widersprechen den Behauptungen

Das Bundesamt für Strahlenschutz weist auf seiner Webseite zudem Berichte über einen Zusammenhang zwischen der Verbreitung des Coronavirus und 5G zurück: „Es gibt keinen wissenschaftlichen Hinweis darauf, dass Mobilfunkstrahlung eine Wirkung auf die Ausbreitung von Viren haben könnte. Dies gilt auch für 5G.“

Der für den Mobilfunk genutzte Frequenzbereich sei mittlerweile „sehr gut erforscht“. Die einzige nachgewiesene Wirkung von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern sei demnach eine Erwärmung des Körpergewebes – und diese sei „gesundheitlich unproblematisch“.

Auch die WHO stellte in einem ihrer Myth Buster klar, dass sich Viren weder über Radiowellen, noch über Mobilfunknetze verbreiten. Die Krankheit Covid-19 verbreite sich auch in vielen Ländern, in denen es keine 5G-Mobilfunknetze gebe. Dazu haben wir ebenfalls einen Faktencheck veröffentlicht.

Fazit: Die Behauptung ist unbelegt.

Update, 29. Juli 2020: Wir haben im Text einen Absatz über das San Carlos Hospital in Bogotá ergänzt.