Auf Twitter verbreitet sich ein Bild, das Papst Franziskus in einem dicken weißen Daunenmantel zeigt. In Deutschland verbreitete unter anderem der Satire-Kanal El Hotzo das Bild. Doch nicht allen Nutzerinnen und Nutzern war klar, ob es echt oder gefälscht ist. Tatsächlich ist das Bild eine Fälschung, das von einer Künstlichen Intelligenz (KI) generiert wurde.

Auf den schnellen Blick ist das aber nicht ersichtlich. Erst bei genauerem Hinsehen sind Ungereimtheiten in Details zu erkennen, etwa die verzerrten Finger der rechten Hand.

Google-Suche entlarvt das Bild als Fälschung
Eine einfache Google-Suche nach den Begriffen „pope“ und „jacket“ führt zu vielen Artikeln, die darauf hinweisen, dass das Bild eine Fälschung ist. Auch viele deutsche Medien griffen das Foto auf, nachdem es im Internet viral war.
Das Tool Hugging Face, das automatisch einschätzt, ob hochgeladene Bilder künstlich erzeugt wurden oder echt sind, gibt die Wahrscheinlichkeit für eine Manipulation beim Foto des Papstes mit 67 Prozent an. In einigen Fällen schätzt dieses Werkzeug aber echte Bilder als Fälschung ein – allein daraus lässt sich folglich nicht auf eine KI-Manipulation schließen.

Urheber fand die Idee „einfach witzig“
Die amerikanische Nachrichtenseite Buzzfeed schreibt in einem Artikel vom 27. März, sie habe den Mann kontaktiert, der das Bild mit Hilfe der KI erstellte. Demnach handelt es sich um einen 31-jährigen Bauarbeiter aus dem Großraum Chicago, der auf die Idee kam, nachdem er vergangene Woche psychoaktive Pilze gegessen hatte. Er mache laut des Artikels häufiger psychedelische Kunst und habe es witzig gefunden, den Papst auf diese Weise darzustellen.
Es ist nicht das erste Mal, dass ein von einer KI erstelltes Bild für Verwirrung sorgt. Erst vor wenigen Tagen kursierten künstlich kreierte Bilder, die angeblich eine Festnahme von Donald Trump zeigten. Wir berichteten hier darüber. Auch gefälschte Videos, die von KI erstellt werden, sogenannte Deepfakes, tauchen aktuell häufiger auf.
Tipps, zum Erkennen eines KI-Fotos
- Wenn Sie unsicher sind, ob ein Ereignis so stattgefunden hat, wie es auf einem Bild zu sehen ist: Suchen Sie mit Stichworten nach potenziellen Medienberichten zu dem Ereignis.
- Achten Sie auf Ungereimtheiten und Details in dem Bild.
- Suchen Sie, wenn möglich, nach der ursprünglichen Quelle für das Bild. Helfen kann dabei manchmal auch eine Bilderrückwärtssuche. Wie die funktioniert, können Sie hier nachlesen.
Redigatur: Matthias Bau, Gabriele Scherndl
Vielleicht kennen Sie das. Die AfD scheint schier unaufhaltsam. Genauso wie der Rechtsruck in ganz Europa. Dazu kommt: Die Situation zuletzt in Ceuta, Krieg im Iran, Frieden ist in der Ukraine noch lange nicht in Sicht und gerade erst haben wir einen Sommer mit einem Rekord an Hitzetoten in Deutschland hinter uns. Von den unfassbaren Waldbränden in Europa will ich gar nicht erst anfangen.
Manchmal möchte man da schon den Kopf in den Sand stecken. Noch eine Krise. Noch eine schlechte Nachricht. Noch eine Debatte, bei der man sich fragt: Wo soll das alles hinführen? Ich glaube, ich spreche für viele, wenn ich sage: An vielen Tagen hat man einfach keinen Bock mehr. Vielleicht kennen auch Sie das Gefühl. Damit sind Sie nicht allein!
Wir von CORRECTIV wollen uns diesem Gefühl nicht länger hingeben. Denn so kann es nicht weitergehen. Deshalb haben wir uns eine neue Aktion ausgedacht und wir glauben, es ist genau das, was wir jetzt brauchen: Gemeinsam mit Ihnen wollen wir 42.000 Mutmeter gehen.
Mutmeter bedeuten für uns: aktiv zu werden und gemeinsam etwas zu schaffen, auf das wir stolz sein können. Gemeinsam setzen wir ein demokratisches Ausrufezeichen in einer extremen Zeit. Wie bei einem Marathon geht es nicht darum, wer am schnellsten ist. Es geht darum, überhaupt loszugehen. Meter für Meter. Schritt für Schritt.

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