CORRECTIV.Ruhr

Wer an Tweets glaubt, wird die Wahrheit nicht finden

Kay Voges hat als Intendant des Schauspielhauses Dortmund die Theaterlandschaft der Ruhrgebietsstadt revolutioniert und weit darüber hinaus bekannt gemacht. Mit CORRECTIV.RUHR sprach er über Populisten und Perspektivwechsel, Malocher-Ängste, Medienkompetenz, Willkommenskultur, die Verantwortung der Kunst und seine Zukunft am Schauspielhaus Dortmund.

von Bastian Schlange

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„Wenn wir meinen, dass jedes Bild, jeder Tweet, jede Nachrichtenzeile die Wahrheit ist, dann werden wir die Wahrheit niemals finden“, sagt Voges. Die Menschen brauchen Medienkompetenz. „Für mediale, politische, gesellschaftliche Kompetenz müssen wir dreidimensionales Denken lernen. Wenn die Kunst es nicht vormacht, dann sind wir auf dem Niveau vom Springer Verlag oder irgendwelchen Populisten.“

Voges wurde nun vom Presseverband Ruhr mit dem „Eisernen Reinoldus“ ausgezeichnet. Seit fünf Jahrzehnten ehrt die Regionalgruppe des Deutschen Journalisten-Verbandes Menschen, die Dortmund über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht haben und ein positives Verhältnis zu den Medien pflegen. 

Unser Publisher, David Schraven, hat mit Kay Voges gesprochen. Journalismus trifft Theater. Eine spannende Begegnung.

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Hintergrund: Kay Voges bringt CORRECTIV-Recherche auf die Bühne // Die schwarze Flotte – eine Recherche wird Bühnenstück 

Welche Recherche sollen wir im kommenden Jahr nicht machen?

Vier Wochen unserer aktuellen Spendenaktion sind vorbei. Im vergangenen Jahr haben uns innerhalb der ersten vier Wochen bereits 8.000 Menschen unterstützt. In diesem Jahr sind es bisher leider erst um die 6.900. Um unser Ziel zu erreichen fehlen uns noch knapp 800.000 Euro.

Wir sind sehr dankbar für jede Spende. Gleichzeitig bedeutet das aber: Wenn uns diese Einnahmen fehlen, wird das unsere Arbeit im kommenden Jahr einschränken. Dann müssen wir entscheiden, welche Recherchen wir finanzieren können und welche wir auslassen müssen.

Eine gesellschaftlich relevante Recherche sollte nicht daran scheitern, dass sie aufwendiger wird als zunächst erwartet. Hinter journalistischer Unabhängigkeit stehen am Ende ziemlich konkrete Zahlen. Planen können wir dabei nur mit dem Geld, das uns zur Verfügung steht. Und im Moment reicht das, was während dieser Spendenaktion zusammenkommt, noch nicht.

Diese Spendenaktion ist für unsere Arbeit im kommenden Jahr sehr wichtig. Das heißt: Wirklich jeder Betrag, ob 5, 10, 15 Euro, hilft uns für unsere weitere Arbeit. Wenn Sie können: Bitte unterstützen Sie heute unsere Aktion.