Welchen Eindruck macht Peter Stadtmann?
Stadtmann wirkt heute gefasst und ruhig. Vor dem Verhandlungsbeginn berät er sich kurz mit seinen Anwälten. Später lehnt er sich zwischen ihnen auf seinem Stuhl zurück.
Welchen Eindruck machen die Betroffenen?
Heute sind sechs Nebenklägerinnen im Gerichtssaal. Als sie hören, dass sie nicht als Zeuginnen gehört werden, bleiben sie gefasst. Fünf Zuschauer und eine Journalistin beobachten den Prozess.
Die wichtigsten Ereignisse des Tages:
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Gericht lehnt Beweisanträge ab. Sieben Beweisanträge weist das Gericht heute zurück. Es will die Nebenkläger nicht als Zeugen hören. Es sei nicht feststellbar, ob genau diese Zeugen von Unterdosierungen betroffen waren. Auch eine Onkologin, die die Staatsanwaltschaft hören wollte, soll nicht aussagen. Genauso wenig wie eine ganze Liste an Zeugen der Nebenklage. Darunter auch Stadtmanns Steuerberater. Außerdem lehnt das Gericht einen weiteren Zeugen von Hexal ab. Auch der Psychiater Dr. Faustmann wird nicht geladen. Er hatte Stadtmann ein „hirnorganisches Psychosyndrom“ attestiert. Das Gericht will auch niemanden zu einer ins Internet gelangten Gerichtsakte befragen. Eine Bundestagsanfrage zum Thema Alte Apotheke wird auch nicht als Beweismittel zugelassen. Die restlichen Beweisanträge sollen am Montag entschieden werden.
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Marc F. widerspricht Martin Porwoll. Der Richter verliest ein Schreiben des Alten-Apotheke-Mitarbeiters Marc F.. Dieser hatte den Verteidigern Stadtmanns die Stellungnahme geschickt. In dem Schreiben bestreitet Marc F. Details aus der Zeugenaussage von Whistleblower Martin Porwoll. Porwoll hatte vor Gericht ausgesagt, dass F. ihm gesagt hätte, dass die Wahrscheinlichkeit, in den Therapien Wirkstoffe zu finden, bei null Prozent liege. Außerdem habe Marc F. davon gesprochen, Wirkstoffe seien in die Therapien „hineingezaubert“ worden. Marc F. schreibt in seiner Stellungnahme, diese Gespräche hätten nie stattgefunden. Die Nebenklage regt nun an, F. und Porwoll als Zeugen zu hören. F. war schon einmal vor Gericht geladen. Er hatte damals die Aussage verweigert.
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Plädoyers sollen beginnen. Richter Johannes Hidding kündigt an, am Montag über die ausstehenden Anträge zu entscheiden und dann die Beweisaufnahme zu beenden. Einer der noch ausstehenden Anträge kam heute von Nebenklage-Anwalt Andreas Schulz. Er beantragt, die Unterlagen des Sachverständigen Boris Schiffer einzusehen und die Tonaufnahmen des Gesprächs mit Stadtmann zu hören. Der Richter hingegen ist bereits auf der Zielgeraden. Staatsanwalt Jakubowski soll sein Plädoyer für den nächsten Verhandlungstag vorbereiten. Auch die Nebenklage könnte dann vielleicht schon mit ihren Plädoyers beginnen, kündigt der Richter an. Wenn das geschieht, könnte bald ein Urteil fallen.
Ausblick auf den nächsten Verhandlungstag
Am Montag will Richter Hidding die Beweisaufnahme abschließen und mit den Plädoyers anfangen. Staatsanwalt Jakubowski und die Nebenklage sollen sich dafür bereithalten.
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Wir fordern die Bundesregierung auf, Pressefreiheit und die Medienvielfalt in Deutschland umfangreich zu schützen. Machen Sie mit.
Die nächsten Verhandlungstage im Überblick (Beginn jeweils 09:30 Uhr): 18.06., 19.06., 20.06., 22.06., 25.06., 27.06. und 29.06.
Vielleicht kennen Sie das. Die AfD scheint schier unaufhaltsam. Genauso wie der Rechtsruck in ganz Europa. Dazu kommt: Die Situation zuletzt in Ceuta, Krieg im Iran, Frieden ist in der Ukraine noch lange nicht in Sicht und gerade erst haben wir einen Sommer mit einem Rekord an Hitzetoten in Deutschland hinter uns. Von den unfassbaren Waldbränden in Europa will ich gar nicht erst anfangen.
Manchmal möchte man da schon den Kopf in den Sand stecken. Noch eine Krise. Noch eine schlechte Nachricht. Noch eine Debatte, bei der man sich fragt: Wo soll das alles hinführen? Ich glaube, ich spreche für viele, wenn ich sage: An vielen Tagen hat man einfach keinen Bock mehr. Vielleicht kennen auch Sie das Gefühl. Damit sind Sie nicht allein!
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Mutmeter bedeuten für uns: aktiv zu werden und gemeinsam etwas zu schaffen, auf das wir stolz sein können. Gemeinsam setzen wir ein demokratisches Ausrufezeichen in einer extremen Zeit. Wie bei einem Marathon geht es nicht darum, wer am schnellsten ist. Es geht darum, überhaupt loszugehen. Meter für Meter. Schritt für Schritt.
