CORRECTIV.Sunlight – Die Personen hinter der Politik

Wählerinnen und Wähler sollten wissen, wen sie wählen und ob es stimmt, was Kandidierende und Abgeordnete über sich selbst behaupten. Dafür überprüfen wir Angaben zu Lebenslauf und Aussagen über die eigene Person, politische Positionen und Personennetze – das ist unser Parlaments-Check.

Wer in Deutschland für ein politisches Amt kandidiert, macht viele Angaben über sich selbst: zum Lebenslauf, Ausbildung, beruflichen Stationen oder öffentlichem Wirken. Diese Informationen werden oft übernommen, aber nicht systematisch überprüft.

Genau hier setzt CORRECTIV.Sunlight an. Wir recherchieren und verifizieren diese Angaben journalistisch und prüfen, ob sie durch Fakten belegbar sind.

Außerdem schauen wir über die Biografien hinaus: Welche Positionen vertritt die Politikerin? Kurz : Wofür steht diese Person?

Ziel ist es, verlässliche Informationen über Kandidierende zugänglich zu machen, wenn politische Macht vergeben wird. Damit können Menschen besser einschätzen, wen sie wählen und Entscheidungen auf Basis von überprüfbaren Fakten statt ungeprüfter Angaben treffen.

Unsere Vision: Wir wollen mit CORRECTIV.Sunlight einen neuen demokratischen Standard schaffen – und so viele Wahlkreise wie möglich checken.

Recherchen: Die Personen hinter der Politik

Portrait-Collage aus drei männlichen Personen: Der Rechtsextremist Martin Sellner, der frühere ICE-Chef Gregory Bovino und der AfD-Bundesvorstand Kay Gottschalk (vlnr.)
Neue Rechte

„Remigrations“-Gipfel: AfD sucht Nähe zu Sellner und US-Hardlinern

Beim „Remigration Summit“ in Portugal holt sich AfD-Bundesvorstand Kay Gottschalk Tipps beim früheren ICE-Befehlshaber Gregory Bovino.01.06.26

Collage: Ivo Mayr / CORRECTIV, Quelle: picture alliance
Neue Rechte

AfD und die Neonazis: Abgeordnete finanzieren rechtsextremes Treffen

NSU, „Hammerskins“, Kampfsportler: Beim „Jungeuropa“-Verlagstreffen zeigt sich die AfD so offen wie selten mit rechtsextremen und militanten Aktivisten.08.05.26

Collage mit AfD-Abgeordneten und Netzwerkpunkten, die die Vetternwirtschaft in der AfD illustrieren. Collage: Ivo Mayr / CORRECTIV, Quelle: picture alliance
Filz-Affäre

„Family and Friends“: Tracker zur Vetternwirtschaft bei der AfD

Die AfD sieht sich in der Affäre um Vetternwirtschaft vielen Vorwürfen ausgesetzt – alle Filz-Fälle und die wichtigsten Personen in der Übersicht.23.04.26

Das Foto zeigt Ansgar Schledde, AfD-Landeschef in Niedersachsen. Er sieht bedrückt aus und hat die Hände vor dem Gesicht zusammengefaltet, die Handflächen zeigen zueinander. Die Staatsanwwaltschaft Hannover ermittelt gegen Schledde und zehn weitere Personen der AfD Niedersachsen.
Filz-Affäre

Untreue-Verdacht: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen elf Personen der AfD Niedersachsen

In der AfD-Affäre um Vetternwirtschaft führen neue Hinweise zu Ermittlungen in der AfD Niedersachsen. Neben dem Landeschef stehen auch vier Bundestagsabgeordnete im Fokus – CORRECTIV zeigt die Namen und Hintergründe.02.04.26

Fotocollage auf der der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und die Spitzenkandidaten Cem Özdemir (Grüne) und Manuel Hagel (CDU) neben den Firmenlogos von Mercedes, Porsche und Bosch zu sehen sind. Collage: Ivo Mayr / CORRECTIV, Quelle: picture alliance
Lobbyismus

Grün-Schwarz und die Autolobby

Wie Grün-Schwarz in Baden-Württemberg das Verbrenner-Aus torpediert hat – Jobs bleiben ungesichert, Klimaziele geraten in Gefahr.05.03.26

Neue Rechte

AfD und Iran: Irrungen, Wirrungen – und der völkische Kern

Die Parteispitze will die Nahost-Debatte für völkische Botschaften nutzen – und erntet Kritik aus den eigenen Reihen. Nicht zum ersten Mal.04.03.26

AfD-Fraktion auf ihren Plätzen im Bundestag.
AfD

Filz-Achse Bayern-Berlin: AfD-Mann Tobias Peterka beschäftigt Frau von Parteikollegen

Die Frau des Berliner Abgeordneten Hugh Bronson arbeitet nach CORRECTIV-Recherchen für den Bundestagsabgeordneten Tobias Peterka aus Bayern.27.02.26

Die Eckpunkte des neuen Gebäzdemodernisierungsgesetzes stellten Jens Spahn, Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, (mittig) Alexander Hoffmann parlamentarischer Geschäftsführer der CSU, (rechts) und Matthias Miersch, Fraktionsvorsitzender der SPD, (links) am Dienstagabend vor. (Foto: picture alliance/dpa | Christophe Gateau)
Klimawandel

Heizungsreform 2026: Regierungsaussagen im Check

CORRECTIV ordnet irreführende Aussagen zum Gebäudemodernisierungsgesetz – dem früheren „Heizungsgesetz“ – ein.27.02.26

AfD-Co-Chefs Alice Weidel und Tino Chrupalla stehen an Rednerpulten.
Vetternwirtschaft

Filz und Flügelkampf: Die Personal-Affäre verschärft den Machtkampf in der AfD

Die Verwandtschaftsaffäre erschüttert die AfD – und das völkische Lager nutzt die Skandale, um interne Machtverhältnisse zu verschieben.24.02.26

AfD

„Der wird erschossen“: Verfahren gegen AfD-Politiker wegen Tötungsfantasien gegen Linke eingestellt

Ein AfD-Mitglied und Soldat äußerte in Bayern öffentlich Tötungsfantasien gegen Linksextreme. Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen ein.24.02.26

Markus Frohnmaier mit Deutschland- und Russlandfahne als Anstecker am Anzug, 2018
Kandidierenden-Check

AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier: Zwischen Moskau und MAGA

Markus Frohnmaier, Spitzenkandidat der AfD in Baden-Württemberg, schillert zwischen Russland-Kontakten und MAGA-Begeisterung. Seine Frau arbeitet für einen AfD-Abgeordneten, zeigen CORRECTIV-Recherchen.13.02.26

AfD-Co-Chef Tino Chrupalla sagte noch in der Talkshow von Caren Miosga, er habe ein „Störgefühl“ bei Vetternwirtschaft. In einem Bürgerbüro in Sachsen beschäftigt er aber selbst eine Partinerin eines sächsischen Landtagsabgeordneten. picture alliance / HMB Media | Uwe Koch
Neue Rechte

„Störgefühl“: Skandal der Vetternwirtschaft weitet sich auf AfD-Spitze aus

AfD-Co-Chef Tino Chrupalla beschäftigt in seinen Wahlkreisbüros die Ehefrau eines Landtagsabgeordneten. Erst kürzlich hatte er das Über-Kreuz-Anstellen von Verwandten kritisiert.12.02.26

Unterstütze den Ausbau von Kandidierenden-Checks

Damit wir mehr Kandidierende zu den kommenden Wahlen prüfen können, bauen wir CORRECTIV.Sunlight Schritt für Schritt aus. Jede zusätzliche Recherche hilft dabei,  auch falsche Angaben sichtbar zu machen und mehr Transparenz in Wahlentscheidungen zu bringen.

Aktuell läuft dafür eine Spendenaktion, mit der wir den Ausbau jetzt möglich machen wollen – rechtzeitig vor den anstehenden Landtags- und Bundestagswahlen. Hier erfährst du, wie du das Projekt unterstützen kannst.

Über das Projekt

CORRECTIV.Sunlight ist ein Projekt für standardisierte Checks zu Kandidierenden in der Politik. Das Konzept ist 2024 aus dem US-basierten Sunlight Research Project von der SEEK Initiative entwickelt worden und wird in Deutschland gemeinsam von CORRECTIV und SEEK aufgebaut. Ziel ist es, auch mithilfe von Bürgerinnen und Bürgern Informationen über Kandidierende zusammenzutragen und zu veröffentlichen. Dadurch helfen wir Wählerinnen und Wählern, eine informierte Entscheidung zu treffen, wen sie wählen. In den USA hat Sunlight mit dem Pilotprojekt schon Kandidierende enttarnt, die falsche Angaben über ihre Biografie gemacht oder Interessenkonflikte verschwiegen haben. CORRECTIV veröffentlicht relevante Recherchen dazu in Zusammenarbeit mit lokalen Medienpartnern, um Menschen in den Wahlkreisen zu erreichen, wo die Kandidierenden antreten.

Häufig gestellte Fragen

Im deutschen Parteiensystem passiert ziemlich viel: Parteien verändern ihre Profile, neue Personen kommen an die Macht und bringen ihre eigenen Ideen, Positionen und Hintergründe ein. Inmitten dieser Dynamik ziehen auch immer wieder unbekannte Kandidierende in die Parlamente. Wir wollen mehr Licht ins Dunkel bringen! Wir prüfen daher und verlassen uns nicht auf Selbstangaben.

Umso wichtiger, dass wir ganz genau hinschauen, gerade bei denen, die sich aufeinen Sitz in den Parlamenten bewerben. Stimmen die biografischen Angaben, die sie über sich selbst behaupten? Gibt es Interessenkonflikte? Welche Beteiligungen an Firmen haben sie? Wofür stehen die Personen politisch und mit wem umgeben sie sich? Mit diesen Fragen setzen wir uns bei CORRECTIV.Sunlight auseinander. Kurz: Mit allem, was Sie interessiert, damit Sie eine informierte Wahlentscheidung treffen können. 

 Allein bei der letzten Bundestagswahl 2025 traten rund 4.500 Kandidierende an. Wir fokussieren uns mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen zunächst auf die relevantesten Personen: Wer ist neu? Wer ist besonders umstritten? Wer hat gute Chancen auf ein Mandat? Neben einzelnen Veröffentlichungen auf unserer Webseite oder in anderen Lokalmedien wollen wir das Projekt zunehmend ausbauen.

 Wir beschränken uns auf Kandidierende, die eine realistische Chance auf einen Sitz in den Parlamenten haben und auf Abgeordnete, die bereits an der Macht sind. Ist die Person in der Vergangenheit mit polarisierenden Aussagen aufgefallen? Ist sie Teil eines umstrittenen Netzwerkes, bestehen Interessenskonflikte? Oder gibt es andere Auffälligkeiten in ihrer Biografie? Solche Fragen entscheiden darüber, ob wir uns eine Person genauer ansehen. 

Bei den Kandidierenden-Checks nutzen wir vor allem öffentlich zugängliche Informationen und fragen relevante Institutionen an. Informationen aus dem Handelsregister, Äußerungen, Anfragen und Reden aus dem Bundestag, Positionen in Social-Media-Profilen. Zusätzlich führen wir Hintergrundgespräche.

 Weitreichende Desinformation und sinkende Ressourcen in Redaktionen führen dazu, dass Kandidierende oft nicht tiefgehend überprüft werden können. Unser Ziel ist es, mit CORRECTIV.Sunlight Lokalredaktionen zu stärken, damit Wählerinnen und Wähler besser informiert sind. 

Dadurch, dass Lokaljournalistinnen und -journalisten viel näher an den Kandidierenden in ihren jeweiligen Wahlkreisen dran sind, als wir es sein könnten, sind wir auch an Hinweise aus unserem Lokalnetzwerk angewiesen. Ziel ist es, gegenseitig von der Expertise zu profitieren.

Das vordergründige Ziel ist, Wählerinnen und Wähler über die Kandidierenden Ihres Wahlkreises zu informieren. Bei überregionalem Interesse veröffentlicht CORRECTIV.Sunlight Rechercheergebnisse auch selbst. 

 Transparenz ist eine Grundvoraussetzung für Vertrauen in die Politik. Ohne fundierte Informationen wird das Vertrauen in Kandidierende, Abgeordnete und Institutionen weiter untergraben. CORRECTIV.Sunlight arbeitet überparteilich. Wir arbeiten mit öffentlich zugänglichen Informationen und stellen diese neutral und faktenbasiert Wählerinnen und Wählern zur Verfügung. Die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, wer für sie Politik macht. Das Projekt zielt nicht darauf ab, Personen anzuprangern.

Sunlight-Kooperationen

CORRECTIV.Sunlight arbeitet gemeinsam mit lokalen und regionalen Medien, um Wählerinnen und Wähler vor Ort zu erreichen, wo die politischen Kandidierenden antreten.

Partner

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Das gemeinwohlorientierte Medienhaus CORRECTIV hat sich seit 2014 zu einem führenden Medium im Investigativ-Journalismus, der Medienbildung und der Entwicklung von Medien-Technologie in Deutschland etabliert.

Die Seek Initiative unterstützt und schult Journalisten, Bürger und zivilgesellschaftliche Organisationen, um Veränderungen in ihren Gemeinschaften durch gemeindebasierte Untersuchungen im öffentlichen Interesse voranzutreiben.

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