Profil

Justus von Daniels

Chefredakteur
Wohnungsmarkt, Parteienfinanzierung, Justiz, Lobbyismus

Justus war der einzige Journalist, der sich bei den geheimen TTIP-Verhandlungsrunden in den Jahren 2015 und 2016 vor die Tür gesetzt hat. Er wurde aus dem Gebäude verwiesen, kam wieder, bis die Verhandler mit ihm sprachen.

Seit 2019 ist Justus gemeinsam mit Olaya Argüeso Chefredakteur von CORRECTIV. Neben investigativen Recherchen zu den geheimen Kanälen des Lobbyismus oder illegalen Parteispenden, entwickelt er die Idee der Bürgerrecherche weiter.

Mit dem Projekt „Wem gehört Hamburg“ startete er mit eine Team 2017 ein Rechercheprojekt, an dem mehrere tausend BürgerInnen teilnahmen. Mit Medienpartnern in verschiedenen Städten brachte CORRECTIV mithilfe der BürgerInnen Licht in den intransparenten Immobilienmarkt. Das Projekt „Wem gehört die Stadt“, das mittlerweile in acht Städten lief, entfachte Debatten über den Wohnungsmarkt und ist ein wichtiges Signal, Formate für Bürger-Recherchen fortzuentwickeln. Unter anderem wurde „Wem gehört Hamburg“ mit dem Grimme Online Award 2019 ausgezeichnet.

Ab 2018 baute Justus das Netzwerk für kollaborativen Lokaljournalismus, CORRECTIV.Lokal, auf. In dem Netzwerk arbeiten LokaljournalistInnen und das Team von CORRECTIV gemeinsam an Recherchen, die lokale Missstände aufdecken und gleichzeitig eine nationale Relevanz haben. In dem Netzwerk sind mittlerweile über 300 JournalistInnen miteinander verbunden.

Einige biografische Fetzen: Aus Hannover. Ein wasserdichter Taucherkoffer als Preis bei einem Unterwasserfilm-Festival in Amsterdam für seinen bisher einzigen Kurzfilm. Jurastudium und Referendariat. Humboldt-Preis der Humboldt Universität zu Berlin für seine Dissertation über Jüdisches Recht. Zwei Jahre als Postdoc am Institute for Advanced Study in Princeton und in New York im Rahmen eines Stipendiums der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Elternzeiten. Ab 2012 hauptberuflich Journalist: Erst Freier Mitarbeiter für die Zeit und den Tagesspiegel. Ab 2015 investigativer Reporter bei CORRECTIV, wo er an mehreren preisgekrönten Recherchen beteiligt war.

Bei seinen Recherchen hilft ihm, dass er Volljurist ist, denn seine Quellen sind oft selber welche. Da versteht man sich schneller.

Wenn Sie Kontakt mit Justus aufnehmen wollen, jederzeit per E-Mail (siehe unten). Für sichere Kommunikation finden Sie auf Keybase seinen PGP-Schlüssel. Per Post erreichen Sie ihn unter: CORRECTIV z. Hd. Justus von Daniels/ Singerstr. 109/ 10179 Berlin

 

E-Mail: justus.von.daniels(at)correctiv.org
Twitter: @justus_vdaniels

AFD-v1
AfD-Spendenskandal

Illegale Spenden? AfD gerät nach Millionen-Werbekampagne unter Druck

Die AfD-Spendenaffäre geht in die Millionen: Eine anonym finanzierte Plakatkampagne aus 2016 bis 2018 summiert sich bei der Außenwerbefirma Ströer auf mehr als drei Millionen Euro. Interne Buchungsunterlagen könnten die AfD in Bedrängnis bringen. Als Reaktion auf die Recherche von CORRECTIV, ZDF Frontal und Spiegel kündigt Ströer an, sich aus der parteipolitischen Werbung zurückzuziehen.

Stuttgarter Innenstadt
Wem gehört die Stadt?

Transparenz im Immobilienmarkt: Bei diesen Baustellen kommt die Regierung kaum voran

​​Jahrelang verhinderte Deutschland auf EU-Ebene mehr Transparenz auf dem Immobilienmarkt. Nun werden Grundbücher digitalisiert, das Transparenzregister wurde reformiert und neue Gesetze gegen Steuertricks beschlossen. Für Steuervermeidung, Geldwäsche und anonyme Investoren bleibt der deutsche Immobilienmarkt aber ein Paradies. Wir zeigen, welche zentralen Lücken bestehen.

Wie hier in Aachen hängen seit dem 9. August in bundesweit rund 50 Städten Plakate einer Anti-Grünen-Kampagne. Foto: Ivo Mayr/ CORRECTIV
Geheime Spenden

Anti-Grünen-Kampagne: Mindestens eine halbe Million Euro aus anonymen Quellen

Mit einer aufwendigen, konzertierten Schmähkampagne versuchen offenbar vermögende Hinterleute, mit viel Geld die Grünen vor der Bundestagswahl aus dem Rennen zu drängen. Eine Crowd-Recherche von CORRECTIV weist nun erstmals mehr als 3.500 Standorte der anonym finanzierten Plakate nach und gibt einen Überblick über die Verbreitung in Deutschland sowie die Kosten der Kampagne.

CORRECTIV.Gespräch

Halbiert die Schulklassen!

Das Beispiel des Wechselunterrichtes zeige, wie gut kleine Klassen für Kinder seien, sagen Eltern im CORRECTIV.Gespräch „Was bewegt Eltern?“. Über eine revolutionäre Forderung für den regulären Schulbetrieb, die auf realen Erfahrungen der letzten Wochen beruht.

Blick auf einen Häuserblock im saarländischen Ottweiler, der über „Share Deals“ verkauft wurde. Credits: SR/Tobias Seeger
Wem gehört das Saarland?

Neues Gesetz: Immobilienkonzerne sollen künftig beim Kauf Steuern zahlen

Die Grunderwerbsteuer komplett vermeiden, das soll für Immobilienunternehmen künftig schwieriger werden. Nach langem Hin und Her hat sich die große Koalition nun auf einen Gesetzentwurf zur Verminderung von „Share Deal“-Geschäften verständigt. Die Einigung kommt nur kurze Zeit nach Recherchen von CORRECTIV und dem SR. Doch auch die neuen Pläne lassen Schlupflöcher.

Blick ins Parlament: Im Bundestag diskutieren SPD und Union über neue Transparenzverpflichtungen für Parteien und Abgeordnete  © Kira Hofmann / picture alliance / dpa
Parteispenden

Unions-Affäre: Das Transparenzproblem von CDU und CSU

Fast einer von fünf Bundestagsmitgliedern sieht Lücken bei den Spenden-Regeln für Parteien und Abgeordnete. In einer exklusiven CORRECTIV-Befragung sagten 147 Abgeordnete, dass die gegenwärtigen Gesetze nicht ausreichen. Ausgerechnet die Mitglieder der Union sehen wenig Änderungsbedarf. Nur ein einziger CDU-Politiker spricht sich für mehr Transparenz aus. Heute diskutieren SPD und Union über schärfere Gesetze für Parteien und Abgeordnete.