Pension um jeden Preis
Acht Schweizer Pensionskassen investieren rund 638 Millionen Franken in die Rüstungsindustrie, darunter Atomwaffen, Streubomben oder autonomes Töten.

Journalist CORRECTIV.Schweiz
Internationale Redaktionen & Projekte
Es gibt wenige Berufe, die Sven nicht kennt: Er arbeitete als Elektriker, Spengler, Sanitär, Gärtner, Kaufmann, Fabrikarbeiter, Kassierer, Call-Center-Agent, auf einem Recycling- sowie einem Permakultur-Hof. Seine Berufung fand er dann als Journalist.
Sven ist seit Mai 2023 bei CORRECTIV.Schweiz. Neben eigenen investigativen Recherchen leitet er das Netzwerk der Lokaljournalistinnen und -journalisten und recherchiert zusammen mit der Bevölkerung. Als vierte Gewalt Missstände aufdecken und den Mächtigen auf die Finger zu schauen, ist für ihn eine der wichtigsten Stützen einer Demokratie.
Neben seiner Arbeit absolviert er die Diplom-Ausbildung an der Journalistenschule Maz. 2023 kürte ihn das Branchenmagazin „Schweizer Journalist:in“ zu einem der 30 talentiertesten Journalistinnen und Journalisten unter 30 Jahren. Bevor Sven zu CORRECTIV.Schweiz kam, war er TV-Journalist beim SRF für die Sendungen Tagesschau, 10 vor 10 und Schweiz aktuell in der Inland-, Bundeshaus- und Wirtschaftsredaktion, Lokaljournalist bei der Berner Tageszeitung Bund, Fotograf sowie News- und Lokaljournalist bei Nau, Journalist und Moderator beim Kulturmagazin Subkutan vom Berner Lokal-Radio Rabe sowie Redaktor und Fotograf bei der Studierenden-Zeitung der Universität Bern bsz.
E-Mail: sven.niederhaeuser(at)correctiv.org
Acht Schweizer Pensionskassen investieren rund 638 Millionen Franken in die Rüstungsindustrie, darunter Atomwaffen, Streubomben oder autonomes Töten.
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine importiert die Schweiz mehr russisches Gold als je zuvor – trotz Sanktionen legal. Ein Experte kritisiert, damit Putins Kriegsmaschinerie zu finanzieren. Nach der Verarbeitung wird russisches Gold offiziell Schweizerisch – und damit besser verkäuflich.
Eine verdeckte Recherche von CORRECTIV.Schweiz und der WOZ zeigt, wie ausländische Superreiche von Schweizer Banken, Kanzleien und Steuerämtern umworben werden. Dabei verraten selbst Behörden die besten Tricks, um wenig Steuern zu zahlen.
Eine Allianz aus Bürgerlichen und Wirtschaftsverbänden wehrt sich gegen höhere Steuern für die Reichsten. Sie geben vor, für Familienunternehmen zu stehen, drohen mit Wegzug und damit verbundenem Steuerverlust. Recherchen von CORRECTV.Schweiz und der WOZ zeigen, wie wenig sie schon zahlen.
Die Genfer Pensionskasse investiert Millionen in grosse Kohleunternehmen und Amazonas-Abholzer. Trotzdem geht sie in ihrer Klimastrategie weiter als viele. Dazu geführt haben nicht Anreize und Freiwilligkeit, wie es Behörden und Finanzindustrie propagieren, sondern klare Gesetze.
Einzelne Firmen, die für Nord Stream 2 Leistungen erbracht hatten, haben nach langer Wartezeit ihr Geld erhalten. Damit könnte das Unternehmen versuchen, eine Insolvenz vorerst abzuwenden. Für potenzielle Übernahmeverhandlungen brächte das Zeit ein.
Nahe des Zürcher Flughafens trifft sich die rechtsextreme Organisation Junge Tat mit der AfD. Verdeckte Aufnahmen zeigen: Auch bekannte Neonazis und Massnahmenkritiker sind dabei. Und einmal mehr: Ein Mitglied der Jungen SVP.
Mehr als die Hälfte des Schweizer Parlaments beschäftigt keine persönlichen Mitarbeitenden, kassiert aber dafür geschaffene Spesen. Konkret geht es um die steuerfreie Jahresentschädigung für Sach- und Personalausgaben. Nachweise, wofür das Geld verwendet wird, werden nicht gefordert.
Bisher wurde angenommen, dass zwischen 3'000 und 5'000 Gebäude pro Jahr abgerissen werden. CORRECTIV in der Schweiz hat erstmals offizielle Daten ausgewertet. Das Resultat: Seit Jahren ist die Anzahl deutlich höher, zuletzt waren es bis über 7'000 Abbrüche pro Jahr. Abriss ist im Trend, obwohl Fachpersonen auf negative Auswirkungen hinweisen.
Keine Branche in der Schweiz pustet so viele Schadstoffe in die Luft wie die Zementindustrie. Die Kosten für Gesundheit, Klima und Gesellschaft sind immens. Das zeigen Daten, die CORRECTIV in der Schweiz exklusiv ausgewertet hat.
Um mehr Parkplätze zu schaffen, kennt Basel nur eine Lösung: den Bau neuer Parkings. Dabei würde Parkraum für rund 2.000 Autos ohne Neubau bestehen, zeigt eine Crowd-Recherche: Indem brachliegendes Potential in Tiefgaragen genutzt wird.