Geld im Amateurfußball

Wie viel verdienen Amateurfußballer?

Sie sind Amateure, das heißt: Liebhaber. Doch im deutschen Fußball fließt auch ab der vierten Liga abwärts regelmäßig Geld. Wie viel ist es Vereinen zwischen Kreis- und Regionalliga wert, dass Spielerinnen und Spieler für ihre Mannschaften auflaufen? Reporter von CORRECTIV und EyeOpening.Media wollen genau das herausfinden – mit dieser großen, bundesweiten Befragung.

von Arne Steinberg, Wigbert Löer

Umkleide Kabine Amateurfußball
Umziehen kurz vor dem Anpfiff in einer Umkleidekabine in Nordrhein-Westfalen. Manche Spieler werden nach Leistung bezahlt. Foto: Ivo Mayr/ CORRECTIV

Für Kohle in der Kreisliga kicken, das macht nicht jeder. Aber einige der Fußballspielerinnen und -spieler, die Woche für Woche auflaufen, kassieren dafür durchaus gewisse Beträge. In der Bezirks- und Landesliga gibt es mitunter noch ein bisschen mehr an Siegprämien und Grundvergütung. Und in den Ligen darüber kann man manchmal schon von einem Nebenjob sprechen, mindestens.

All das weiß man. Man hat davon gehört, kennt gar selbst jemanden, der so gut kickt, dass er nicht kostenlos antreten will. Genaues aber ist nicht bekannt über die Finanzierung des Amateurfußballs, bei dem mehr als zwei Millionen aktive Vereinsspielerinnen und -spieler für ihren Club auf dem Platz stehen.

Deutschlandweite Umfrage im Amateurfußball

Journalisten von CORRECTIV und EyeOpening.Media wollen jetzt Fakten liefern. Manch eine Mannschaft hat das Nachsehen, wenn die Konkurrenz zur neuen Saison urplötzlich namhafte Spieler im Kader hat. Geld schießt dann eben doch Tore – und wirbelt den Wettbewerb durcheinander. 

Wir haben eine Befragung erstellt, online, zum An- und Durchklicken. Die Umfrage wird über den CrowdNewsroom umgesetzt, einer Online-Plattform von CORRECTIV für Recherchen mit Bürgerinnen. Das Ziel ist, sich mithilfe von Deutschlands Fußballerinnen und Fußballern erstmals einen Überblick zu verschaffen:

  • Wer verdient wie viel?
  • Wird nach Leistung bezahlt?
  • Auf welche Weise wird eigentlich entlohnt?
  • Beeinflusst die Bezahlung das Klima in der Mannschaft oder im Verein?

Kurz: Mit dieser ersten bundesweiten Befragung wollen wir herausfinden, welche Rolle Geld im Amateurfußball spielt. Bei der Befragung mitzumachen dauert nicht lange. Jeder kann mit zwei einfachen Schritten helfen:

  1. An der Umfrage im CrowdNewsroom teilnehmen
  2. Den Link zur Umfrage mit Bekannten teilen (Messenger, E-Mail, Soziale Medien) 

Jeder kann dabei anonym bleiben oder seinen Namen angeben. Weitere Hinweise, Meinungen und Dokumente zum Thema helfen uns bei der Recherche. Unsere Reporter Wigbert Löer (wigbert.loeer@eyeopening.media) und Arne Steinberg (arne.steinberg.fm@correctiv.org) können jederzeit direkt kontaktiert werden.

Kein Bock mehr? Lass uns machen. Nachrichten können gerade das Gefühl vermitteln, dass ohnehin nichts mehr zu ändern ist. Doch Aufgeben hilft denen, die davon profitieren, wenn niemand mehr hinschaut, nachfragt oder widerspricht.

Wir bei CORRECTIV glauben an etwas anderes: Veränderung durch Aufklärung.

Deshalb recherchieren wir. Wir decken Missstände auf, prüfen Behauptungen, machen Netzwerke sichtbar und veröffentlichen, was andere lieber verborgen halten würden. Nicht, weil eine einzelne Recherche die Welt rettet. Sondern weil Veränderung damit beginnt, dass Menschen wissen, was passiert.

Weil aus Wissen Handlung entstehen kann.

CORRECTIV gehört weder Investoren noch Konzernen. Wir arbeiten gemeinwohlorientiert und finanzieren unsere Recherchen durch Spenden. Recherchen wie diese hier gibt es nur durch Menschen, die unabhängigen Journalismus möglich machen.

Wenn Sie nach diesem Artikel denken: Davon brauchen wir mehr – dann helfen Sie uns.

Ihre Spende ermöglicht unseren Journalistinnen und Journalisten, weiter zu recherchieren, nachzufragen und dranzubleiben – auch wenn eine Recherche Monate dauert, mächtige Interessen berührt oder unbequem wird.

Wir können nicht vorhersagen, was als Nächstes passiert. Aber wir können dafür sorgen, dass Menschen informiert sind, wenn es darauf ankommt.

Lassen Sie uns machen. Gemeinsam.