TTIP

Das TTIP-Dossier

Es gibt eine Menge Gerüchte über den Freihandel zwischen den USA und der EU. Wir wollen mehr wissen und schaffen Transparenz. Wir begleiten die Verhandlungen langfristig, recherchieren und analysieren, was bei TTIP wichtig ist.

von Justus von Daniels , Marta Orosz

© Jonathan Sachse

Das Freihandelsabkommen TTIP ist ein politischer Aufreger. Die USA und Europa wollen eine große Zone bilden, in der Güter und Dienstleistungen frei gekauft und verkauft werden können. In der Theorie hört sich das toll an: Zölle runter, mehr Wettbewerb soll günstigere Preise für Verbraucher bringen. Korruption soll schwieriger werden und die Industrie soll sich größere Märkte erschließen können, weil ihre Standards angeglichen werden. Das bedeutet: Mehr Wachstum, mehr Gewinne und mehr Arbeitsplätze.

Doch es gibt auch große Ängste: Können Konzerne etwa in Zukunft Gesetze unterlaufen und ihre eigenen Interessen gegen demokratische Entscheidungen durchsetzen – weil sie dank TTIP eigene Schiedsgerichte bekommen? Könnten Kommunen sogar dazu gezwungen werden, ihr Eigentum zu verkaufen? Müssen Verbraucher damit rechnen, unsichere Waren untergeschoben zu bekommen? Hundertausende gingen letztes Jahr auf die Straße, um gegen TTIP zu demonstrieren.

Meist wird die Diskussion auf die Frage beschränkt: Bist Du für TTIP oder dagegen? Uns ist das zu einfach. Wenn es mehr Freihandel geben sollte, betrifft uns das alle. Deswegen sollten wir alle genau wissen, um was es geht. Dafür informieren wir Euch auf dieser Seite und veröffentlichen geheime DokumenteWer verhandelt was? Wer nimmt wie auf wen Einfluss? Und welche Interessen werden genau vertreten?

Wir beobachten, was sich zum Guten ändert und was zum Schlechten. Wir haben als erste Journalisten mit Liveblogs von den Verhandlungen berichtet und Lobbypapiere ausgewertet, wie die verschiedenen Lobby-Gruppen versuchen, Einfluss zu nehmen. Wir ordnen die Nachrichten zu TTIP ein und schauen, was wirklich zum Aufregen taugt und was nur aufgeblasen wird.

Dafür ist Transparenz wichtig. Nach unseren Leaks schloss die EU-Kommission die europäische Öffentlichkeit zunächst völlig von Informationen aus, machte dann einen Rückzieher und richtete auf Druck der Regierungen einen fragwürdigen Leseraum ein. Wir bleiben hartnäckig, denn Transparenz hilft allen.

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Wir erklären für jeden nachvollziehbar, was bei TTIP verhandelt wird, was Freihandel eigentlich bedeutet und wie er in der Geschichte entstanden ist. Auf dieser TTIP-Themenseite von CORRECTIV sammeln wir Dokumente und recherchieren, was ans Licht der Öffentlichkeit gehört.

Die Verhandlungen sind zur Zeit auf Eis. Das heißt aber nicht, dass die mehr als 200 Verhandler nicht weiter an Freihandelsplänen basteln. Wir brauchen auch Eure Hilfe: Wenn Du weitere Hintergrundinformationen zu den Verhandlungen hast, schick uns diese zu. Wir überprüfen alles und veröffentlichen, was verantwortbar ist. Einfach eine Email senden an: ttip@correctiv.org 

Wenn Dir das zu unsicher ist — oder Du uns vertraulich Dokumente senden willst, kannst Du auch unseren anonymen Briefkasten nutzen.

Unser Ziel ist: Jeder soll wissen, was bei TTIP verhandelt wird und wer die Fäden in der Hand hält. Damit wir alle am Ende mit dem Ergebnis zufrieden sein können.

Wenn Du uns helfen willst, mach mit auf Twitter: #TTIP #openTTIP

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