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Erntehelferinnen

„Er kommt am Abend“

Sexuell belästigt, beleidigt und vergewaltigt – das ist Alltag für viele Frauen, die in der spanischen Landwirtschaft arbeiten. Die Ernte wird auch in deutschen Supermärkten verkauft. Das Land verdient gut daran – und schweigt über den Missbrauch.

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Erntehelferinnen

Nur eine Nummer

Im Süden Italiens pflücken Erntehelferinnen die Zutaten, die die italienische Küche weltberühmt machen. Viele der Frauen kommen aus Südosteuropa. Sexuellen Übergriffen sind sie schutzlos ausgeliefert: Die Mafia hat die Arbeitskräfte fest im Griff.

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Erntehelferinnen

Im Schatten der Kirschtomaten

Die Region Souss-Massa im Süden Marokkos produziert Obst und Gemüse für den Export nach Europa. Erntehelferinnen auf den Feldern sind wie in Spanien Opfer sexuellen Missbrauchs. Doch in einer Hinsicht ist ihre Situation ganz anders.

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Sie pflücken das „rote Gold“: Erntehelferinnen in Südeuropa sind häufig Opfer sexueller Übergriffe.© Stefania Prandi

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Skandal um vergewaltigte Erdbeerpflückerinnen erreicht Gericht in Madrid

Ausbeutung und sexueller Missbrauch von marokkanischen Erntehelferinnen waren in Spanien lange ein Tabu. Recherchen von CORRECTIV und BuzzFeed News zwingen jetzt die Gerichte zum Handeln. Doch die mutmaßlichen Täter könnten auf Zeit setzen: Die Visa der Zeuginnen laufen bald aus.

von Pascale Müller , Frederik Richter

Der nationale Gerichtshof in Madrid hat ein Ermittlungsverfahren gegen einen Erdbeerproduzenten in der Region Huelva eingeleitet. Das stellt einen wichtigen Meilenstein in der juristischen Aufarbeitung der sexuellen Ausbeutung von Erntehelferinnen dar. Die Ermittlungen gehen nun über die südspanische Anbauregion Huelva hinaus, in der die Opfer bei der Justiz bisher kaum Gehör gefunden haben.

Der Vorwurf: die Mitarbeiter des Produzenten sollen marokkanische Erntehelferinnen sexuell belästigt, vergewaltigt und verschleppt haben.

Hintergrund: „Er kommt am Abend“ Unsere erste Veröffentlichung über die Erntehelferinnen in Spanien

Recherchen von CORRECTIV und BuzzFeed News hatten die weit verbreitete sexuelle Ausbeutung von Erntehelferinnen in der Region Huelva Ende April aufgedeckt und damit die Ermittlungen ausgelöst.

In Busse gezwungen

Spanische Medien griffen die Recherchen auf. Die marokkanischen Erntehelferinnen in Huelva, der wichtigsten Anbauregion für Erdbeeren in Europa, fühlten sich erstmals ermutigt, bei der Polizei Anzeige zu erstatten. Ein Produzent hielt daraufhin Erntehelferinnen fest und zwang sie in Busse. Um die Anzeigen bei der Polizei zu verhindern, wollte er sie aus dem Land schaffen. Der Entführungsfall schlug hohe Wellen in Spanien, das bis dahin so gut wie nie mit der Situation der Erntehelferinnen im eigenen Land konfrontiert war.

Auf den abgelegenen Feldern haben die Erntehelferinnen wenig Schutz vor Angriffen ihrer Vorarbeiter und Kollegen. Zudem gibt es kaum jemand, der ihre Interessen vertritt.

Sich an die Justiz zu wenden, stellt eine große Hürde für die Frauen dar, weil sie kein Spanisch sprechen und den Missbrauch vor Gericht nur schwer beweisen können. Auf die Frage nach laufenden Ermittlungen oder Statistiken in Bezug auf sexuelle Gewalt und Missbrauch antwortete ein örtlicher Polizeibeamter in Palos de la Frontera: „Sexueller Missbrauch ist keine spanische Sache.“

„Alle schauen weg“

Jose Antonio Brazo Regalado von der kleinen Gewerkschaft Sindicato Andaluz de Trabajadores (SAT) sprach bei dem Thema von einem gesellschaftlichen Tabu: „Behörden, die Polizei, die Arbeitsaufsicht, alle schauen weg.“ Die SAT darf die Arbeiterinnen auf den Feldern nicht besuchen. Um ihnen helfen zu können, müssten diese die Übergriffe melden. Viele sind dafür zu ängstlich. Deshalb landen nur wenige Fälle vor Gericht.

Zumindest letzteres hat sich jetzt geändert.

Mit dem nationalen Gerichtshof ermittelt die zweithöchste juristische Instanz in Spanien. Anders als in Deutschland, können in Spanien Strafanzeigen direkt an ein Gericht addressiert werden. Ein Ermittlungsrichter entscheidet dann über ihre Zulässigkeit und beauftragt die Staatsanwaltschaft. Das hat Bundesrichter Santiago Pedras Gómez nun getan. In einem Schreiben, das BuzzFeed News vorliegt, spricht er vom „möglichen Vorliegen einer Straftat“.

Vorwurf Menschenhandel

Auch die spanische Presse macht Druck. „Die gerichtlichen Institutionen müssen mit höchster Sorgfalt die Wahrheit über Vorkommnisse aufklären, die im Spanien von 2018 keinen Platz finden dürfen“, kommentierte die Zeitung El Pais die neuen Entwicklungen. „Die spanischen Gerichte müssen beweisen, dass sie in der Lage sind, die Unversehrtheit der Erntehelferinnen im Fall von Missbrauch zu schützen und die mutmaßlichen Verantwortlichen ohne Verzögerung zur Rechenschaft zu ziehen.“

Eine Gruppe von Anwälten aus Huelva hatte Ende Juni im Namen von zehn marokkanischen Erntehelferinnen Strafanzeige gegen das Unternehmen „Doñana 1998“ Strafanzeige eingereicht. Die Anwälte der Vereinigung „Asociación de Usuarios de la Administración de Justicia“ werfen der Firma „Menschenhandel“ und „Verstoß gegen die Menschenrechte“ vor.

Anfang Juni hatte „Doñana 1998“ offenbar mehrere Dutzend marokkanische Erntehelferinnen gefeuert und gekidnappt. Die Produzenten zwangen einige von ihnen in Busse, damit sie nicht gegen das Unternehmen aussagen können. Zuvor hatten hundert Frauen vor dem Unternehmen demonstriert und einen der Chefs von „Doñana 1998“ wegen sexualisierter Gewalt und Belästigung angezeigt.

Aldi Süd reagiert

Aldi Süd bezog in der Vergangenheit Obst von „Doñana 1998“, nahm diese aber aus dem Sortiment, nachdem BuzzFeed News das Unternehmen mit den Ergebnissen der Recherche konfrontiert hatte.

CORRECTIV und BuzzFeed News liegen die Strafanzeige der Anwälte beim Nationalen Gerichtshof, Aussagen von zehn Angestellten von „Doñana 1998“ sowie sechs Anzeigen bei der Polizei vor.

Darin erheben die Frauen und ihre rechtlichen Vertreter schwere Vorwürfe: So sollen sie von ihren Chefs mehrfach aufgefordert worden sein, für 50 Euro Geschlechtsverkehr mit ihnen zu haben. Außerdem sollen die Vorgesetzten sie verbal belästigt und beleidigt haben. Eine der Arbeiterinnen gibt an, dass ihr Chef sie unter einem Vorwand in sein Auto gelockt habe, mit ihr an eine abgelegene Stelle gefahren sei und dort versucht habe, sie zu vergewaltigen:

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„Er hat versucht, mich zu küssen […], er hat mich sehr hart angefasst […]. Der Sitz hat unter seinem Gewicht nachgegeben, und ich bin nach hinten gefallen. Dann habe ich mich nicht mehr wehren können. Er hat sich auf mich gestürzt wie ein Monster […], meine Brüste gedrückt, seine Hand in meine Vagina gesteckt. Ich habe geweint und ihn geschlagen. Er hat von mir abgelassen, ohne in mich einzudringen. Dann bin ich geflohen.“

Eine andere Frauen gibt in ihrer Aussage an: „Du bist eine Art Sklavin, die seinen Befehlen folgen muss. Wir sind wie Schafe […], die von ihrem Hirten zum Grasen rausgebracht und später auf der Farm eingesperrt werden.“

Männer vor der Unterkunft

Drei Arbeiterinnen, die schon länger auf der Farm arbeiten, sollen andere Frauen zur Prostitution gedrängt haben. Sie hätten die finanziell prekäre Lage der Erntehelferinnen ausgenutzt. Die Frauen geben an, dass „jeden Abend Autos mit Männern“ vor der Unterkunft gestanden hätten. Gegenüber dem Gericht sagten sie zudem, ältere Arbeiterinnen hätten versucht, sie zu Sex mit ihrem Chef zu überreden. 

Der Anzeige zufolge wurden die Frauen außerdem gar nicht oder nicht ihrem Vertrag entsprechend bezahlt und haben deshalb gehungert. Dehalb hätten sie verdorbenes Essen und Wildkräuter gegessen. Die Angabe deckt sich mit Aussagen von rund 50 Frauen, die CORRECTIV im April 2017 auf der Farm von „Doñana 1998“ interviewt hatte. Schon damals hatten die Erntehelferinnen angegeben, zu wenig zu Essen zu haben. Den Anwälten zufolge wurden viele der Arbeiterinnen aufgrund von Überanstrengung oder mangelhafter medizinischer Versorgung krank.

Eine der Frauen soll Mumps bekommen haben und nicht behandelt worden sein. Darüber hatte die Lokalzeitung „Mar de Onuba“ berichtet, der medizinische Dokumente vorliegen. Mumps ist äußerst ansteckend. Das Unternehmen wäre deshalb – sofern die Angaben stimmen – auch verpflichtet gewesen, das Gesundheitsamt zu informieren. Dies soll aber nach Angaben der Anwälte unterblieben sein.

Weiter heißt es in der Anzeige, dass die Frauen keine Kopie ihres Arbeitsvertrags erhalten hätten, es keine Übersetzer gab, um mit Vorgesetzten zu kommunizieren und sie nicht über gesundheitliche Arbeitsrisiken aufgeklärt worden seien.

Das verstößt – sollte es stimmen – gegen die Rahmenvereinbarungen des Arbeitsmigrations-Abkommen zwischen Spanien und Marokko, auf dessen Grundlage die Marokkanerinnen in Huelva arbeiten.

Nicht mehr erreichbar

„Doñana 1998“ war für eine Stellungnahme zu den Vorwürfen nicht erreichbar. Die Webseite des Unternehmens ist seit einigen Wochen offline, auch telefonisch ist der Erdbeerproduzent nicht erreichbar.

Die Frauen und ihre Anwälte hatten bereits bei der Polizei und einem Gericht in Huelva Anzeige erstattet. Die Justiz in der Region habe jedoch bisher kaum etwas unternommen, kritisiert der Anwalt Jesús Díaz Formoso. Über einen Monat lang sei ihnen der Zugang zu Akten ihrer Mandantinnen verwehrt geblieben. Das Gericht betrachte die Vorkommnisse als Einzelfälle.

Die Region Huelva ist wirtschaftlich auf den Anbau des „roten Goldes“, wie die Erdbeeren hier genannt werden, angewiesen. Die Veröffentlichungen von CORRECTIV und BuzzFeed News provozierten daher auch deutliche Ablehnung. Politiker und Unternehmer aus der Region stritten das Problem ab. Leser kommentierten, es handele sich nicht um ein Problem Spaniens. Schließlich stammten die Opfer und auch einige der Täter ja aus Marokko.

Möglichst billig

Doch die Gewinne aus dem Anbau verbleiben bei den spanischen Unternehmen der Region. Fast alle deutschen Supermärkte kaufen in der Region ein, damit die Regale vor dem Beginn der deutschen Erdbeersaison bereits mit Früchten gefüllt sind. Und zwar mit möglichst billigen.

„Ich möchte, dass deutsche Käufer wissen: Der Grund, warum das alles passiert, ist der hohe Preisdruck“, sagt Formoso.

Der Anwalt macht sich jetzt Sorgen, dass sich trotz der vielen Medienberichte und der juristischen Verfahren auch außerhalb der Region wieder ein Mantel des Schweigens über die Erdbeerfelder in Huelva breitet. Denn die zehn marokkanischen Frauen, auf die sich die Anklage stützt, haben nur ein dreimonatiges Visum für Spanien. Daher ist es laut Formoso wahrscheinlich, dass sie vor Beginn der Verhandlung nach Marokko zurückkehren müssen. Da ihr Arbeitgeber ihnen kein Gehalt gezahlt habe, befänden sie sich in einer äußerst prekären Situation.

Die Anwälte sammeln derzeit Geld für sie. Einige der Frauen seien bereits in ihr Heimatland zurück geschickt worden, obwohl sie eine Aussage hätten machen wollen. „Wenn es keine Zeugen gibt, gibt es keinen Fall“, so Formoso.

Update vom 29. August 2018. Wir haben den Text an zwei Stellen korrigiert. So hieß es ursprünglich, hundert Frauen hätten vor einem Polizeirevier demonstriert. Tatsächlich ereignete sich der Protest vor einer Farm des Unternehmens Doñana 1998. Zudem hieß es zuvor, ein Teil der Vorwürfe lägen BuzzFeed News als Tondokument vor. Tatsächlich liegen sie nur schriftlich vor.

Unterkünfte von Erntehelferinnen in der spanischen Region Huelva: das Land diskutiert jetzt über ihre Arbeitsbedingungen.© Stefania Prandi

Ungerechte Arbeit

Spanien debattiert nach CORRECTIV-Recherche über Missbrauch von Erntehelferinnen

Unsere Recherche über die sexuelle Ausbeutung von Erntehelferinnen schlägt in Spanien hohe Wellen. Agrarverbände und Gewerkschaften weisen die Vorwürfe zurück. Politiker und Medien greifen die Berichterstattung auf.

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von Niklas Trinkhaus , Pascale Müller , Stefania Prandi

Wochenlang reisten die Journalistinnen Pascale Müller und Stefania Prandi durch Spanien, Marokko und Italien und haben über sexuelle Gewalt recherchiert: gegen die Frauen, die in diesen Ländern das Obst und Gemüse pflücken, das in europäischen Supermärkten landet. Nach der Recherche ist der sexuelle Missbrauch in Huelva, der wichtigsten Anbauregion für das „rote Gold“, weit verbreitet. Ein weiteres Ergebnis der Recherche in Spanien: das Land verdient am Export von Erdbeeren, schweigt aber über den Missbrauch der Frauen.

Die gemeinsamen Recherche von CORRECTIV, „BuzzFeed News“ und dem „RTL Nachtjournal“ hat jetzt eine Debatte in Gang gesetzt.

Die Branche selbst weist die Vorwürfe zurück. Die wichtigsten Agrarverbände und die beiden größten Gewerkschaften Spaniens (CCOO und UGT) widersprechen in einer gemeinsamen Erklärung den Ergebnissen der Recherche.

„Wir haben keinerlei Kenntnisse von Anzeigen oder juristischen Verfahren in Zusammenhang mit mutmaßlichen sexuellem Missbrauch auf den Erdbeerfeldern“, heißt es in der Erklärung vom Dienstag.

Die Angst der Betroffenen sich an die Justiz zu wenden, ist ein wichtiges Ergebnis der Recherche. Daher sind wenige Fälle aktenkundig und das Ausmaß der Probleme ist schwer abzuschätzen. Die Recherche in Spanien beruht auf Gesprächen mit mehr als 100 Erntehelferinnen, viele von ihnen aus Marokko. 28 von ihnen geben an, dass sie körperlich sexuell belästigt oder vergewaltigt wurden.

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Auf den fehlenden Zugang dieser Frauen zur spanischen Justiz geht die Erklärung nicht weiter ein. Stattdessen sorgen sich die Organisationen um den Ruf der für die Region wichtigen Erdbeerproduktion. „Wir können daher nicht akzeptieren, dass der ganze Sektor verallgemeinert dargestellt wird, was selbstverständlich einen Schaden für die Gesamtheit von Personen, Arbeitern, Produzenten, Händler, Transporteure verursacht, die ihn bilden. Und der auf dem Markt mit den Erdbeeren anderer Länder konkurriert.“

„Dramatische Situation“

Isabel Salud, Abgeordnete des linken Bündnisses Izquierda Unida, thematisierte die Recherchen im spanischen Parlament. Sie fragte, welche Daten die Regierung zu den Missständen vorliegen habe und ob es Untersuchungen der Vorfälle in der Region Huelva gebe. „Welche Maßnahmen sieht die Regierung angesichts der dramatischen Situation der Gastarbeiterinnen in ländlichen Gebieten vor, um die Arbeiterinnen in Huelva zu unterstützen?“, fragte Salud.

Auch spanische Medien greifen die Recherche auf, zum Beispiel die Zeitung „La Mar de Onuba“. Die Zeitung zitiert Pastora Cordero, eine Gewerkschafterin aus Andalusien. Sie sagte der Zeitung: „Es gibt Menschen, die das Problem direkt vor sich haben und nicht in der Lage sind, es zu sehen. Denn um es zu sehen, bedarf es Geschlechtersensibilität“.

Die Gewerkschafterin will bei der Gewerkschaft CCOO in der Provinz Huelva das Thema jetzt auf die Agenda setzen. Die Zeitung verweist allerdings auch auf Stimmen, die die Veröffentlichung als Teil einer Schmutzkampagne gegen die Region sehen. Dahinter sollen angeblich Organisationen stecken, „die daran interessiert sind auf dem internationalen Markt mit den Erdbeeren aus Huelva zu konkurrieren“.

Marokko kündigt Untersuchung an

Auch in Marokko gibt es eine Reaktion auf die Recherche: das marokkanische Arbeitsministerium hat in einer Pressemitteilung angekündigt, dass eine spanisch-marokkanische Delegation in der vergangenen Woche die Arbeitsbedingungen der marokkanischen Erntehelferinnen in Huelva untersucht hat. CORRECTIV hat das Ministerium nach den Ergebnissen dieses Besuchs gefragt, Antworten liegen noch nicht vor.

Marokko ist selbst Exporteur von Obst und Gemüse nach Europa. In der wichtigsten Anbauregion im Süden des Landes, Souss-Massa, werden Kirschtomaten vor allem für den europäischen Export produziert. Auch hier ist laut der Recherche der sexuelle Missbrauch von Frauen verbreitet. Anders als in Spanien setzten sich Gewerkschaften jedoch für die Frauen auf den Feldern ein. CORRECTIV hat das Arbeitsministerium auch hierzu um Stellungnahme gebeten.