In eigener Sache

Umfrage zu Erfahrungen mit Abtreibungen

CORRECTIV.Lokal startet mit einem CrowdNewsroom in eine neue Recherche zur medizinischen Versorgungslage rund um Abtreibungen. In der Umfrage können Betroffene, die einen Schwangerschaftsabbruch durchgeführt haben, von ihren Erfahrungen berichten.

abtreibung
Wir recherchieren in den nächsten Monaten zu der medizinischen Versorgungslage für ungewollt Schwangere.

Das Netzwerk CORRECTIV.Lokal recherchiert in den nächsten Monaten zu der medizinischen Versorgungslage für ungewollt Schwangere. Zum Start in die Recherche möchten wir mehr über die Erfahrungen von Betroffenen erfahren. Dafür haben wir auf unserer CrowdNewsroom-Plattform eine Umfrage entwickelt. Es haben sich bereits hunderte Menschen beteiligt und ihre Erfahrungen geteilt. Die Befragung läuft noch bis zum 15. November 2021.

Versorgungslage für Abtreibungen ist regional sehr unterschiedlich

Sichere Schwangerschaftsabbrüche sind für ungewollt Schwangere lebenswichtig. Doch immer weniger Ärztinnen und Ärzte in Deutschland führen Abtreibungen durch. Schon jetzt müssen ungewollt Schwangere lange Wege zur Klinik oder Praxis und längere Wartezeiten bis zu einer Abtreibung in Kauf nehmen. Das kann zu einer finanziellen, psychischen und physischen Belastung führen.

In manchen Regionen ist die Versorgungslage bereits jetzt besonders schlecht, etwa in Bayern. Die Lage wird sich in den nächsten Jahren wahrscheinlich noch verschlechtern. Denn viele der Ärztinnen und Ärzte, die heute noch abtreiben, stehen kurz vor der Rente. Deutschland steuert auf einen Versorgungsengpass zu.

Eigentlich müssen die Bundesländer eine ausreichende Versorgung sicherstellen. Doch die wissen offenbar oft nicht, wie die Lage bei ihnen vor Ort ist.

Deswegen sind die persönlichen Erfahrungsberichte so wichtig. So können wir die Realität besser einschätzen und besser Missstände verstehen. Wir suchen zum Beginn dieser Recherche Menschen, die uns in einer Umfrage von ihrem Schwangerschaftsabbruch und den Hürden erzählen, die sie dabei erlebt haben. Die Befragung ist nur der Startpunkt für weitere Recherchen, die CORRECTIV.Lokal zusammen mit Lokaljournalistinnen und -journalisten umsetzen wird. Wer sich an der Recherche beteiligen will, kann sich für das Netzwerk anmelden.